Weshalb man die Mutter seines Kindes heiraten sollte

Vor nicht allzu langer Zeit schrieb ein Kollege eines Schweizer Nachrichtenportals ein Listical, weshalb er die Mutter seines Kindes nicht heiraten will. Ein provokativer Titel. Der Beitrag selbst endete zahnlos, der Autor gestand ein, dass er wohl einfach zu faul für die Organisation einer Hochzeit sei.

Trotzdem möchte ich dem lieben Mann näher bringen, weshalb er die Mutter seines Kinder vielleicht doch heiraten sollte. Eines vorweg: wenn die liebe Frau die Ehe für eine antiquierte Institution hält oder aus sonstigen Gründen nicht an die Ehe glaubt, dann muss sie natürlich nicht geehelicht werden. Jedem das Seine, auch im Konkubinat lässt es sich gut leben – mit oder ohne Kind.

5 Gründe die Mutter eurer Kinder zu heiraten

Hat die Frau aber einen Heiratswunsch, dann gibt es ganz viele Gründe, ihr einen Antrag zu machen. Davon einige, natürlich ganz im Stil des Online-Portals ebenfalls als Listical.

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1. Ihre Freundin hat es verdient. Sie hat Ihr Kind ausgetragen und geboren. Dafür steht ihr nicht nur ein Heiratsantrag und die damit verbundene ewigwährende Liebe und Treue zu, sondern auch ein Orden. Und eine tägliche Nackenmassage.

2. Sobald Kinder involviert sind, ist das mit der Heiratsstrafe in den meisten Kantonen gar nicht mehr so schlimm. Im Kanton Zürich, wo ich den Autoren wähne, ist sie für mittlere Einkommen sowieso nicht existent. Dank grosszügigen Kinder- und Kitaabzügen bezahlen Familien sowieso fast keine Steuern. Das soll also kein Vorwand für Heiratsfaulheit sein.

3. Alles Administrative wird einfacher. Sie haben automatisch das gemeinsame Sorgerecht, das heisst beide Eltern können im Namen des Kindes schalten und walten. Zudem können Sie auch im Namen des Partners diverse Dinge erledigen (etwa einen eingeschriebenen Brief bei der Post abholen). Der ewige Spiessrutenlauf um Vollmachten fällt grösstenteils weg.

4. Verheiratet zu sein, heisst Verantwortung zu übernehmen. Füreinander und die gemeinsamen Kinder. Das lässt Männer wahnsinnig reif erscheinen. Auch im Berufsleben. Solche Männer stellt man gern ein (Frauen weniger, aber dazu mehr in einem anderen Beitrag).

5. Ja, es stimmt, eine Hochzeit bringt einen gewissen Zeitaufwand mit sich. Wenn Sie aber nicht wahnsinnig geizig sind, kann ich Ihnen nur ans Herz legen, einen Weddingplaner zu engagieren. Kostet zwar ein wenig, dafür ersparen Sie sich viele graue Haare. Und sie werden sehen, selbst Sie als Pragmatiker werden an Ihrem Hochzeitstag noch ganz sentimental. Ein bisschen Romantik schadet schliesslich keiner Beziehung.

Deborah Lacourrege

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