Der erste Geburtstag – eine Feier für Mama

Bald feiert Klein C. ihren ersten Geburtstag. Nächste Woche wird es bereits ein Jahr her sein, dass ich sie in 20 sehr langen Stunden auf die Welt brachte. Ich kann es kaum glauben, wie schnell dieses Jahr vorbeigegangen ist. Sehe ich Neugeborene, schüttle ich ungläubig meinen Kopf und bin überzeugt, dass C. nie so klein war.

Seit Monaten plane ich ihre Party. Ein Thema wurde bestimmt, die Einladungskarten verschickt, die Gästelist (yup, Gästeliste), aktualisiert, die Motiv-Torte geplant, das Outfit gekauft und das „Smash the Cake“-Shooting gebucht.

Der Papa schaut mir dabei nur ungläubig zu. Er ist sich bewusst, dass Klein C. noch nicht realisiert, dass sie Geburtstag hat. Und sich nicht an diese Party erinnern wird. Aber er weiss auch, wie wichtig diese Party für Mama ist.

Denn dabei geht es um viel mehr als Partyplanning (was Mama zugegebenermassen auch sehr gerne macht). Es geht darum, dass Klein C. mit einem Jahr kein Baby mehr ist. Offiziell wird sie dann als Kleinkind bezeichnet.

Der Prozess zeichnet sich zwar schon lange ab. Klein C. steht auf, versucht zu laufen. Zeigt, winkt, nickt, interagiert auf alle möglichen Arten. Sie wird gross, meine Kleine. Eine richtige Person mit sehr eigenem Kopf.

Das macht mich wahnsinnig stolz. Und gleichzeitig treibt es mir jedes Mal die Tränen in die Augen, wenn ich mich damit befasse (auch beim Schreiben dieses Artikels). Ich frage mich, wo die letzten zwölf Monate hin sind. Wie es sein kann, dass ich Klein C. erst noch gestern auf einem Arm balancierte und sie mich heute schon mit Essen bewirft. Wie sie nicht mal richtig atmen konnte und jetzt bereits mit bestimmten „Dadas“ zum Ausdruck gibt, dass sie noch nicht fertig gebadet hat.

Mir fehlt aber auch die Erinnerung daran, wie das Leben vor Kind war. Ein Leben ohne Klein C. ist wortwörtlich unvorstellbar. Woran ich mich noch sehr klar erinnere ist, dass Elternschaft auch Opfer und Kompromisse bedeutet.

Das erste Jahr ist magisch, aber nicht einfach. Angefangen mit einer schweren Geburt und Stillproblemen, über die Behandlung des Schiefhalses, die Jobsuche mit Säugling, die Kita-Eingewöhnung, den ersten Besuch in der Notaufnahme bis hin zur Beikost- und Familientisch-Einführung. Klein C. hat uns immer wieder aufs Neue vor Herausforderungen gestellt.




Und deshalb ist dieses Fest zum ersten Geburtstag nicht nur für sie. Es ist auch ein Fest, um uns zu feiern. Dass wir die letzten zwölf Monate überlebt und wohl gar nicht so schlecht gemeistert haben. Und es ist ein Fest, um Abschied zu nehmen. Abschied von dieser wunderbaren Babyphase (die Augen sind schon wieder feucht). Und um den Übergang in die nächste Phase unseres Lebens zu feiern. Byebye Baby, hello Toddler!

 

Deborah Lacourrege

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