Singapur mit Kindern entdecken: die 10 besten Tipps

Singapur: mehr als nur ein Transit-Flughafen

Während unserer langen Reise nach Australien, entschieden wir uns für einen mehrtägigen Stopover in Singapur. Zum einen taten wir dies sicher Klein C. zuliebe. Wir waren uns unsicher, wie sie den Langstreckenflug wegstecken würde. Diese Angst erwies sich übrigens als total unbegründet, Klein C. flog, als hätte sie niemals etwas anderes getan (ob vielleicht mal eine Pilotin aus ihr wird?). Zum anderen wollten wir uns einfach mal die Stadt anschauen. Wir hatten beide nämlich schon viele Stunden am Flughafen im Transit verbracht, hatten es aber noch nie nach Singapur hinein geschafft.

Kaum im Hotel angekommen, wurde uns bewusst, dass Singapur sehr kinderfreundlich ist. Vom Concierge über den Kofferträger bis hin zur Rezeptionistin: alle waren von Klein C. begeisterten und spielten mit ihr. Sicherlich hatte es auch damit zu tun, dass unsere Tochter blond und blauäugig ist. Mehr dazu später.

Singapur mit Kleinkind: die 10 besten Tipps

Viele behaupten ja, man habe Singapur in einem Tag gesehen. Wir waren fünf Tage da. Und haben immer noch einige Dinge auf unserer To-Do-Liste. Liegt wahrscheinlich daran, dass wir mit Kleinkind kein Akkord-Sightseeing machen wollten, sondern unseren Aufenthalt eher gemütlich angingen. Weil wir so viele tolle Eindrücke von Singapur mit nach Hause genommen haben, dass dieser Artikel viel zu lange werden würde, haben wir euch die wichtigsten Tipps und Ausflugsziele in einem kleinen Listicle zusammengefasst.

1. Pärke an jeder Ecke

Für eine Grossstadt ist Singapur wahnsinnig grün. An jeder Ecke findet ihr Pärke oder Grünflächen. Besonders sehenswert fanden wir die Orchideen-Ausstellung im botanischen Garten. Grössere Kinder finden die wahrscheinlich eher langweilig. Klein C. fand es toll, herumzurennen und die bunten Blumen zu bestaunen. Ein besonderes Highlight ist der Childrens Garden in den Gardens by the bay. Dies ist eine riesiger Wasserspielplatz für grössere und kleinere Kinder. Perfekt, in diesem feucht-heissen Klima. Eintritt ist übrigens frei.

2. Shopping Malls für die ganze Familie

Auch Shopping Malls sind für die Kinderunterhaltung nicht zu unterschätzen. Da gibt es etwa ein Eisfeld (Marina by the bay), Babywellnesszentren oder riesige Indoor-Spielplätze. Und alles ist natürlich klimatisiert. Nicht zu unterschätzen, bei 35 Grad, hoher Luftfeuchtigkeit und gelentlichen tropischen Schauern. Einkaufszentren gibt es übrigens an jeder Ecke. Sie sind sozusagen das liebste Hobby, der Singapurianer.

3. Foodcourts: authentisch und günstig

Apropos Einkaufszentrum: dort könnt ihr auch gut und günstig essen. Im Untergeschoss befindet sich meist ein Foodcourt, wo ihr für wenige Franken der asiatischen Küche fröhnen könnt. Klein C. hat sich in diesen Tagen fast aussschliesslich von Dumplings ernährt: zum Glück hat es in den chinesischen Teigtaschen neben Fleisch auch ganz viel Gemüse. Genügend Hochsitze findet ihr auch immer. Geheimtipp: haltet Ausschau nach den “Hawker Centres”




4. Tragen statt Wagen

Klar, mit einem Kinderwagen kommt man in Singapur auch durch. Irgendwo findet man immer einen Lift oder eine Rampe. Mit der Betonung auf irgendwo. Meist muss man damit grosse Umwege in Kauf nehmen. Wenn ihr also mögt, dann tragt eure Kinder. Nicht umsonst sieht man in Singapur wahnsinnig viele Tragemamas, -papas und -nannys.

5. Tagesausflug nach Sentosa Island

Die vorgelagerte Insel Sentosa wird oft auch als Disneyland Singapurs bezeichnet. Zurecht. Zwar ist Disney darauf nicht vertreten, dafür die Universalstudios. Für die grösseren gibt es auch einen Wasserpark, Ziplining und ein Madame Tussauds. Für die Kleineren wunderbare Strände (der Ozean ist sehr warm) und ein Aquarium. Wir brachten Klein C. aus dem Haifischtunnel fast nicht mehr heraus (Hai war auch eines ihrer ersten Wörter). Erreichen könnt ihr Sentosa mit der Luftseilbahn (geht mit Kinderwagen) oder mit dem Monorail. Vorsicht: an Wochenenden sind auch alle Locals unterwegs. Die klassischen Ausflugsziele besser unter der Woche besuchen.

6. Keine Scheu vor Fotos

Asiaten, ganz besonders Chinesen und Inder, lieben Kinder. Erst recht wenn diese blond und blauäugig sind. Immer wieder kam es vor, dass uns eine Reisegruppe umzingelte. Oder sich irgendwelche Chinesinnen Klein C. schnappten und ausgiebige Fotosessions mit ihr machten. Wir sind uns sicher, dass Klein C. ein Star auf der chinesischen Facebook-Variante ist und wir in China viel Geld mit ihr verdienen könnten. Für uns war das in Ordnung, solange es für Klein C. in Ordnung war. Aber da unser Kind gerne im Mittelpunkt steht… Mama musste übrigens auch ziemlich oft mitposieren.

7. Taxi oder U-Bahn?

Die U-Bahn (MRT) in Singapur ist schnell und zuverlässig. Allerdings sind die Distanzen zwischen den Stationen relativ gross. Und mit Ticketpreisen um 1.50 Franken pro Person und Fahrt ist sie vergleichsmässig teuer. Denn Taxis sind in Singapur sehr günstig und dank App immer zur Stelle. Einen Kindersitz haben diese allerdings nicht. Es ist auch nicht vorgeschrieben, dass Kinder darin sitzen müssen. Falls ihr darauf wert legt, würde ich einen Maxicosi mitnehmen. Zumindest für den Transport vom Flughafen in die Stadt. Die meisten Attraktionen in Singapur (alter botanischer Garten und Sentosa Island ausgenommen) sind auch bestens zu Fuss erreichbar.

8. keine Angst vor dem Windeln wechseln

Wickeln ist in Singapur einiges einfacher als in der Schweiz. Wieso? Weil es praktisch überall separate Wickelräume (“Family rooms”) gibt. In diesen gibt es auch bequeme Sitze fürs Stillen, heisses Wasser für den Schoppen und oft auch einzelne Windeln zu kaufen. Aber das allerbeste daran? Auch der Papa kann regelmässig Windeln wechseln.

9. Supermärkte wie in der Schweiz

Milchpulver & Windeln gibt es in Singapur in jedem Supermarkt. In grösseren “Cold Storage” findet ihr auch Pampers und Aptamil. Die Preise sind mit unseren vergleichbar. Die Pampers-Windeln sind etwas anders angeschrieben. Wir gehen davon aus, dass es sich bei L um die Grösse 4 handelt. Leitungswasser kann in Singapur theoretisch getrunken werden. Es stinkt aber schrecklich nach Chlor. Für den Schoppen empfehle ich euch, eine grosse Flasche Wasser zu kaufen. Und ja, es gibt auch Evian in Singapur.

10. Die Badehosen nicht vergessen

Achtet euch bei der Buchung darauf, dass das Hotel einen Pool hat. Bei diesem Klima – die Temperaturen sinken selten auf unter 30 Grad – seid ihr froh, wenn ihr euch mehrmals täglich abkühlen könnt. Wir waren im Park Hotel Clark Quai. Dieses ist eher Business- als Kinderhotel. Es waren aber alle immer sehr charmant und wir bekamen mit Kind stets Vorzugsbehandlung. Die Gegend um Clark Quai ist übrigens wunderbar um Abends auszugehen. Tagsüber gibt es dort viele Aktivitäten für Kinder.

 

Reisen nach Singapur: das wichtigste auf einen Blick

Insider Tipps Singapur *


Hinkommen:
Mit Singapore Airlines entspannt im A380 täglich ab Zürich. Bei uns: Hinflug am Tag, Rückflug in der Nacht.

Übernachten: Singapur bietet Übernachtungen für alle Budgets. Wer es luxuriös mag, übernachtet z.B. im Marina Bay Sands und geniesst die Aussicht über die Stadt vom berühmten Infinitypool auf dem Dach.

Weitere Ausflugstipps: neben Sentosa Island bieten sich viele weitere Ausflugsziele an, z.B. ein Besuch in Chinatown oder Little India, eine Flussfahrt auf dem Singapore River, die Gardens by the Bay oder ein Besuch im Night Zoo.

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Deborah Lacourrege

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