Klein C. x 2 oder unsere Familie wird grösser

Dass wir mehr als ein Kind wollten, war uns schon immer klar, Naja, dem Papa war es eigentlich klarer als mir. Denn nach der Geburt von Klein C. hielt ich es lange Zeit für eine gute Idee, dass sie ein Einzelkind bleiben sollte. Aber wie dem halt so ist: meldete sich der Kinderwunsch zurück und wir merkten, dass Klein C. ein Geschwisterchen sehr gut tun würde. Nicht nur, dass sie im Moment wahnsinnig vernarrt in Babys ist. Nein, sie ist auch ziemlich possessiv gegenüber Mama geworden.

Gesagt, getan. Oder so ähnlich. Der Papa vermutete es schon, weil es der Mama täglich übel war. Dieses hielt das ganze aber bloss für einen unglücklichen Zufall. Oder eine Magenverstimmung. Zwei Tests bei unserer Zwischenlandung in Singapur brachten Sicherheit und gleichzeitig grosse Verunsicherung. Klar hatten wir das gewollt, aber würden wir es tatsächlich mit zwei Kindern schaffen (mehr dazu in einem späteren Beitrag? Und wie würde sich meine Schwangerschaft auf unsere grosse Reise nach Down Under auswirken?

Zum Glück ging es mir in der ersten Zeit in Australien noch relativ gut. Mir war nur zeitweise übel, erbrechen musste ich mich nicht. Eigentlich ging es mir so gut, dass ich mir schon Sorgen machte, dass es dem Baby nicht gut ginge.

Diagnose Hyperemesis Gravidarum

Wir sehr ich mich doch irrte. Das Erbrechen begann in der letzten Australienwoche und wurde immer schlimmer.Dem Baby ging es dafür wunderbar, wie der Ultraschall einen Tag nach unserer Rückkehr zeigte. Wir sahen, wie das kleine Herzchen schlug und konnten unser Glück fast nicht glauben. Dafür ging es mir immer schlechter. Und zwar so schlecht, dass meine Ärztin mich für mehrere Wochen krankschreiben musste.

Das Medikament der ersten Wahl half nicht. Auch als ich dieses mit dem Medikament der zweiten Wahl kombiniert, konnte ich nichts bei mir behalten. Nicht einmal Wasser. Ich litt an Hyperemesis Gravidarum, der schlimmsten Form von Schwangerschaftsübelkeit. Erst ein sehr starkes Medikament, das mich leider auch sehr müde machte, brachte Besserung. Und verhinderte, dass ich ins Spital musste. Zwar musste ich mich immer noch erbrechen und konnte nichts anderes tun, als im Bett liegen. Aber immerhin blieb einen Teil der Nahrung und Flüssigkeit wieder in mir.

Während dieser Zeit war ich gezwungen, mehr Leute als mir eigentlich lieb war, über die Schwangerschaft zu informieren. Wer erzählt seinem Arbeitgeber schon gern vor dem Ende des ersten Trimester von seiner Schwangerschaft? Gleichzeitig musste ich intensiv auf die Hilfe meiner Familie zurückgreifen. Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass sie mir die Betreuung von Klein C. an meinen Freitagen abgenommen haben. Denn Hyperemesis und Kleinkindbetreung passen sehr schlecht zusammen.

Zusätzlich Linderung verschaffte mir Akupunktur. Ich hätte es nie gedacht, aber nach einigen Sitzungen fühlte ich mich so langsam wieder unter den Lebenden. Dieser Zustand trifft immer noch zu. Ich habe das erste Trimester zwar überstanden, muss aber immer noch Medikamente gegen die Übelkeit nehmen. Aber immerhin konnte ich die starken fast absetzen.

Jetzt überwiegt die Freude, ich November hoffentlich ein gesundes Baby in den Armen halten zu können. Und ich hoffe, nun den Rest meiner Schwangerschaft so geniessen zu können, wie ich es mir eigentlich vorgenommen habe.

 




Deborah Lacourrege

2 Comments

  1. Antworten

    Helen

    8. Mai 2017

    Oh, was für schöne Nachrichten 😍 -bis auf die schwere Schwangerschaftsübelkeit :/. ich hoffe, dass du nun die restliche Zeit der Schwangerschaft etwas mehr genießen kannst. Die herzlichsten Grüße von der Ostseeküste und alles Liebe für eure kleine Familie, Helen 😊

    • Antworten

      Deborah Lacourrege

      9. Mai 2017

      Vielen lieben Dank!

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