Klein C. bekommt ein kleines …

Als wir letzte Woche beim grossen Organ-Ultraschall waren, haben wir nicht nur erfahren, dass wir ein gesundes und zeitgemäss entwickeltes Baby bekommen werden. Nein, nach 20 langen Wochen entschloss sich unser Nachwuchs auch endlich sich zwischen die Bein blicken zu lassen. Als die Ärztin uns das Geschlecht unseres zweiten Kindes zeigte, waren wir beide zunächst mal ganz ruhig… denn es war so überhaupt nicht das, was wir erwartet haben.

Yep, Klein C. bekommt höchstwahrscheinlich ein kleines Brüderchen. Dabei hatten wir uns mental schon total auf ein Mädchen eingestellt. Weshalb? Weil Mädchen in unseren Familien einfach wahnsinnig dominant sind. Und die Schwangerschaft – mal abgesehen von noch schlimmerer Übelkeit und einem grösseren Bauch – fast identisch verlief.

Neue Herausforderung Wickeln

Jetzt stellen sich uns wieder 1000 Fragen. Sind Jungs wirklich so viel schwieriger als Mädchen (wie das gewisse Jungs-Mamas behaupten)? Werden Klein C. und ihr Bruder auch so eine innige Beziehung aufbauen, wie ich sie zu meinen Schwestern habe? Können wir die Beiden trotzdem in ein Zimmer stecken (unsere Wohnung ist schliesslich nicht riesig)? Und überhaupt: wie wickelt man Jungs eigentlich?

Wahrscheinlich kommt alles gut. Alles kommt immer irgendwie gut. Aber irgendwie hätten wir uns bei einem Mädchen einfach sicherer gefühlt. Wären in unserer Wohlfühlzone geblieben. Und jetzt werden wir aufs Neue gefordert. Obwohl, wird man das nicht sowieso, wenn man plötzlich zwei Kinder hat?

Der Papa findet es übrigens nach anfänglichem Schock ganz toll, einen Stammhalter im klassischen Sinne zu haben. Man zitiere ihn: „Jetzt stirbt mein Name doch nicht aus…“ Dass die Mama immer wieder betont, dass Frauen heute bei der Heirat sehr wohl ihren Namen behalten und diesen auch an ihre Kinder weitergeben können, ignorierte er bisher konsequent.

Mama darf wieder Shoppen

Und wir werden die meisten Kleider von Klein C. nicht nochmal gebrauchen können. Bisher hatte ich mich jedes Mal, wenn ich ein Kleidungsstück verräumte, mit dem Gedanken getröstet, dass es ihre potentielle Schwester nochmal tragen würde. Von diesem Gedanken muss ich mich wohl jetzt verabschieden… denn ein drittes Kind ist definitiv nicht geplant! Auf der anderen Seite macht es natürlich auch grossen Spass, wieder Babykleidung einzukaufen. All diese süssen Hemden, Hoodies mit Bärenohren und Mini-Anzüge… die Mama kommt ins Schwärmen!

Und nein, ein Namen haben wir noch nicht. Für ein Mädchen hätten wir schon einen gehabt. Jetzt heisst es wieder: überlegen, überlegen, überlegen. Und uns versuchen, nicht gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Wobei: den ersten Streit betreffend Namenswahl hatten wir bereits… wir halten euch darüber auf dem Laufenden!




Deborah Lacourrege

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