Wie man hochschwanger den Hochsommer übersteht

Im Rekordsommer 2015 war ich hochschwanger mit Klein C. Damals hatte ich keine Ahnung, was mich erwartet. Ich wusste nur, dass ich jeweils mitleidige Blicke erntete, wenn ich sagte, dass der Geburtstermin Anfang September sei. Klar, hätte ich es mir auswählen können, hätte ich wohl lieber ein Frühlingsbaby gehabt. Aber Schwangerschaften haben es nun mal auf sich, dass sich nicht so detailliert planbar sind…

Und so kam es, dass 2015 in Zürich der heisseste Sommer aller Zeiten war. Und ich prinzipiell nichts anderes mehr tun konnte, als mich in die Badi zu wälzen, mich in den Schatten und legen und – falls es mir dort mal zu heiss würde – mit mit einer kurzen Runde im Pool abzukühlen. Das war nur möglich, weil ich in diesem Sommer nicht arbeiten musste (ich hatte leider schon früh Probleme mit viel zu vielen Vorwehen und musste Medikamente nehmen und mich zusätzlich schonen) und kein Kleinkind hatte.

Hitzewallungen und Wassereinlagerungen

Diesen Sommer bin ich zwar zwei Monate weniger schwanger. Aber das macht die Hitze nicht erträglicher. Versteht mich nicht falsch: normalerweise liebe ich den Sommer. Die Hitze. Feucht-heisses Klima wie in den Tropen ist mir am liebsten. Aber in der Schwangerschaft verträgt mein Körper die Wärme einfach nicht. Ich habe schon Wassereinlagerungen wie im dritten Trimester.

Muss Stützstrümpfe tragen, damit ich Abends nicht das Gefühl habe, dass mir Füsse und Beine vor Schmerzen abfallen. Was dazu führt, dass mir noch heisser ist. Die Hitzewallungen machen mich richtig aggressiv… der arme Papa! Und für die Arme gibt es leider keine Stützstrümpfe… meine Hände schlafen ein und Schmerzen, wenn ich sie nicht regelmässig in die Höhe halten. Je nach Temperatur fällt es mir schwer, Dinge zu greifen. So dick sind meine Finger teilweise.

Herausforderungen als berufstätige Mama

Dazu kommt das zusätzliche Gewicht, das ich dank des vielen Wasser (und des Babys und des Babyspecks) mit mir herumschleppen darf. Es erschöpft mich. Nach zwei Stockwerken zu Fuss keuche ich schon, als wäre ich einen Marathon gelaufen. Nach meinen Reisen durch die Schweiz, die Teil meines Berufes sind und ich normalerweise liebe, bin ich so erschöpft, dass ich mich nur noch aufs Sofa fallen lassen kann. Zum Glück kann ich Klein C. meistens davon überzeugen, mit Mama ein Buch anzuschauen. Somit haben wir trotzdem noch ein bisschen Mutter-Tochter-Zeit.




Ich weiss nicht, ob Hitze in der Schwangerschaft allgemein so anstrengend ist. Oder, ob mich die zweite Schwangerschaft einfach mehr erschöpft. Oder, ob ich bereits das zunehmende Alter merke. Tatsache ist, dass ich mich über jeden Regenschauer, über jeden angekündigten Temperatursturz freue. Und die einzige bin, die trotz 20 Grad immer noch in T-Shirt und mit Birkenstock-Sandalen rumläuft (meine Füsse passen auch nicht mehr wirklich in anderes Schuhwerk).

Und so bin ich in diesem Sommer der Grinch, der den Sommer am liebsten stehlen oder zumindest ins Wasser lassen fallen wollte.

Was habt ihr schwanger im Hochsommer gemacht? Was sind eure Geheimrezepte bei dieser Hitze?

Deborah Lacourrege

4 Comments

  1. Antworten

    Sibylle

    10. Juli 2017

    Ich war auch im Sommer 2015 schwanger.
    Das schlimmste waren die Zugfahrten in nahezu unklimatisierten S-Bahnen und dass sich die Hitze in meinem Büro so gestaut hatte, dass es schon früh morgens kaum auszuhalten war. Stützstrümpfe haben mich in dieser Zeit begleitet und wenn die Füsse abends dann trotzdem geschmerzt haben, gabs vom zukünftigen Papa noch eine Fussmassage.
    Geburtstermin war der 23. Juli. Ich bin dankbar, dass es meine Tochter eilig hatte und schon Ende Juni zur Welt kam. So waren die heissesten Tage erst nach der Geburt.
    Ich wünsche dir alles Gute für die weitere Schwangerschaft!

  2. Antworten

    Lauren

    10. Juli 2017

    Ich war im Sommer 2014 und 2016 schwanger (beide Kids im September geboren). 2014 war glücklicherweise ein schlechter Sommer, alle haben sich beklagt über viel Regen – ich fand’s super. 2016 war dann viel zu heiss für meinen Geschmack. Habe den ganze Sommer über Stützstrümpfe getragen – auch in der Badi. So sehr ich die Dinger gehasst hab, ich konnte nicht ohne und hab sie am Ende fast lieb gewonnen:-)! Der Evian Wasserzerstäuber war immer mit in der Handtasche – fühlte sich wie ein warmer Sommerregen auf der Haut an! Viel Kraft für den Rest der SSW – mit Kleinkind grad doppelt anstrengend.

    • Antworten

      evelyn

      14. Juli 2017

      ein wasserzerstäuber stimmt – den hatte ich auch immer mit dabei. habe mir aber kein evian gekauft sondern einen normalen zerstäuber aus der Landi und mit wasser gefüllt.

  3. Antworten

    evelyn

    14. Juli 2017

    ich war im 2013 (sehr heiss) und 2015 (sehr heiss) beide male hochschwanger im sommer. was mir geholfen hat, dass ich mir immer einen kübel mit wasser gefüllt habe und dann die beine bis zu den knien in eiskaltes wasser getaucht für so lange wie ich es ausgehalten habe oder bis das wasser warm war 😉 dann war ich oft im wald unterwegs, da ist es schön kühl oder dann habe ich die flucht in die berge ergriffen. badi war für mich mit kleinem kind in der zweiten Schwangerschaft mehr anstrengend als erholsam. die gefriertruhe mit eiswürfel gefüllt und kalte getränke getrunken, nachts mehrmals auf und ne kalte dusche genommen (und nicht abgetrocknet). alles gute!

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