Wir bereiten unser Kleinkind auf ein neues Baby vor

„Freut sich Klein C. denn auf ihr Geschwisterchen?“ Das ist eine Frage, die wir in letzter Zeit öfter zu hören bekommen. Und so eindeutig nicht beantworten können. Uns ist nämlich nicht klar, inwiefern unsere 22 Monate alte Tochter realisiert, dass sie bald nicht mehr das einzige Baby von Mama und Papa ist.

Was bedeutet nur Mamas Bauch?

Klar, sie ist vom Mamabauch fasziniert. Und weiss theoretisch auch, dass da ein Baby drin ist. Sie durfte auch schon zum Ultraschall mitkommen. Und hat sich ganz fasziniert das neue Baby angeschaut. Ab und zu knuddelt sie meinen Bauch oder gibt ihm einen Kuss. Es gab auch schon Momente,  in denen sie den Schoppen holte und den Mamabauch füttern wollte. Das sind die Moment, in denen ich dahinschmelze und – wohl bedingt durch meine Hormone – einige Tränchen vergiesse.

Dann gibt es aber auch wieder die Momente, in denen sie meinen Bauch betrachtet und meint „Buuch, Quark“. Yep, meine Tochter unterstellt mir, ich hätte mir die Kugel angefressen. Oder sie tritt während eines Wickel-Protestes achtlos in den Bauch. Was mich jedes Mal erschreckt und darin resultiert, dass der Babyjunge konsequent zurücktritt. Das wiederum sind die Momente, in denen ich mich wie ein Boxsack fühle.

Bald werden wir uns eines dieser Bücher zutun, die Kleinkinder zusätzlich auf das Geschwisterchen vorbereiten. Ich hoffe, dass Klein C. dann realisiert, wie Stillen funktioniert. Denn, obwohl sie manchmal auf meine Oberweite zeigt und mit „Milch“ kommentiert, bringt sie jedem schreienden Baby konsequent den Schoppen.

Ein gemeinsames Zimmer für Schwester und Bruder

Zudem soll Klein C. ein neues Zimmer bekommen, das sie sich dann mit ihrem Bruder teilen wird. Wir wollen das Projekt bald in Angriff nehmen – auch wenn der kleine Bruder noch eine ganze Weile im Elternzimmer schlafen wird. Denn diverse Ratgeber empfehlen, solche Änderungen bereits vor der Geburt des Geschwisterchens durchzuführen. Damit dann nicht zu viele Änderungen aufs Mal stattfinden. Ebenfalls haben wir uns dafür entschieden, dass Klein C. ihr Babybett noch eine Weile behalten darf. Sie liebt dieses heiss und innig und soll es nicht einfach, ihrem Bruder abtreten müssen. Sie wird sich schon melden, wenn sie bereit für ein grosses Bett ist.

Deshalb würden wir die Frage, ob sich Klein C. auf den Nachwuchs freut, mich „Jein“ beantworten. Sie mag Babys zwar, hat aber auch einen wahnsinnigen Respekt vor ihnen. Vom Nachbarsbaby, das genau ein Jahr jünger ist, erzählt sie ununterbrochen, wenn dieses nicht da ist. Kaum sieht sie es aber, erstarrt sie kurz zur Salzsäule und wird danach zum Klammeräffchen. Baby schauen geht nur, wenn sie von Papa oder Mama getragen wird. In sicherer Distanz sozusagen.

Wie es mit einem Baby innerhalb der Familie wird? Wir sind gespannt und gleichzeitig etwas angespannt. Drückt uns die Daumen, dass es gut kommt.




Deborah Lacourrege

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