Töpfchen oder Toilettensitz – wenn Kinder trocken werden

Auf Englisch nennt es sich „Potty Training“. Auf Deutsch heisst schlicht und einfach „trocken werden“. Wobei ich den deutschen Ausdruck um einiges passender finde. Für mich hat das trocken werden mit körperlicher und emotionaler Reife zu tun und nicht mit Training. Deshalb würden wir Klein C. auf nie dazu drängen, sauber zu werden. Mit noch nicht mal ganz zwei Jahren haben wir da keine Eile. Und wenn wir dann halt zwei Kinder aufs Mal wickeln müssen, das ist schliesslich auch kein Weltuntergang.

Was das betrifft sind wir wohl typische Mitteleuropäer. Eine gute Freundin hat mir kürzlich erzählt, dass in ihrem Heimatland Indien die Kinder schon mit 6 Monaten aufs Töpfchen gedrillt werden. Sie findet das nur wahnsinnig stressig. Wie dem auch sei: vor einigen Monaten zeigte Klein C. erste Bestrebungen sauber zu werden. Konkret: sie liess uns ab und zu wissen, wann sie musste.

Bekanntermassen folgen wir keiner bestimmten Erziehungsphilosophie. Aber wir glauben daran, dass wir Klein C. am meisten damit dienen, auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Also dachten wir uns: „Ist zwar noch ein bisschen früh. Aber wenn sie halt schon das Bedürfnis hat trocken zu werden…“

Töpfchen oder direkt auf die Toilette?

Wir kauften also ein günstiges Töpfchen in einem Supermarkt. Gleichzeitig trudelte der Yary Kidz WC-Ring bei uns ein. Klein C. beachtete beides mit einem gewissen Misstrauen. Das Töpchen schloss sie bald ins Herz. Allerdings eher um darauf Bücher anzuschauen, als um tatsächlich ihr Geschäft darin zu erledigen. Wir sind uns ziemlich sicher, dass sie uns oft nur unter diesem Vorwand ins Bad lockte. Wir versuchten ihr dann zu erklären, dass es auch absolut in Ordnung ist, Bücher auf dem Sofa anzuschauen. Irgendwann verstand sie das dann. Und langsam, langsam, übernimmt das Töpfchen wieder die Funktion, die ihm eigentlich angedacht war.

Der Yary Kidz WC-Ring überforderte Mamas Schwangerschaftsgehirn zunächst mal. Welche der 3 mitgelieferten Klammern sollte ich bitte nutzen? Und wie genau befestigen? Der Papa lachte mich aus und hatte den Ring innerhalb von Sekunden am Toilettensitz befestigt. Er lässt sich einfach rauf und runter nehmen. Und wen es doch stören sollte, der hat ihn innerhalb von Sekunden wieder weggenommen.

Klein C. fand die Elefanten darauf besonders faszinierend. Der Ring ist jetzt ihr „Fante WC“. Wirklich wohl fühlt sie sich aber nicht, wenn man sie darauf setzt. Obwohl der Ring sitzverkleinernd wirkt, muss sich unsere Tochter immer noch festhalten. Entspannen kann sie sich so natürlich nicht. Und an Pipi ist dabei auch nicht zu denken. Ich vermute, der Yary Kidz WC-Ring wird sehr gute Dienste tun, wenn Klein C. etwas älter ist. Wobei erwähnt werden muss, dass sie zwar für ihr Alter gross, aber eben auch auf der zierlichen Seite. Ein eher moppeliges Kleinkind würde wahrscheinlich auch in diesem Alter schon gut auf den Sitz passen.

Das Timing muss stimmen

In der Zwischenzeit verlor Klein C. mal sämtliches Interesse am trocken werden. Auch puzzlen konnte sie übrigens plötzlich nicht mehr. Wir merkten, wie sie all ihre Energie in die Sprachentwicklung steckte. Wir können es fast nicht glauben, welche und wie lustige Konversationen wir schon mit unserer Tochter führen (dazu aber mehr in einem weiteren Beitrag).

Wie dem auch sei: vor kurzem zeigte sie wieder Bestrebungen von der Windel wegzukommen. Ob es dieses Mal klappt? Wir sind gespannt. Wenn nicht, ist es auch nicht weiter schlimm.

*Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Yary Kidz.




Deborah Lacourrege

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