Mit dem Burley D-Lite in die Badi Katzensee

Nachdem unser Burley D-Lite Veloanhänger die Feuertaufe auf unserem Ausflug entlang der Limmat zum Kloster Fahr mit Bravour bestanden hatte, stand nun zum ersten Mal ein Bergtraining auf dem Programm.

Bergauf mit dem Burley D-Lite

Meine ganz persönliche Alpe d’Huez (für nicht-Velofans: die Aufstieg zur Alpe d’Huez ist der wohl härteste Bergpreis den es an der Tour de France zu fahren gibt) heisst “Hönggerberg” und wartete mit einschüchternden 130 Höhenmetern auf 5 Kilometern auf uns. Dies sind zwar 910 Höhenmeter und 8.8 Kilometer weniger als es die Profis an der Tour jeweils fahren, aber die haben auch keinen Fahrradanhänger beladen mit 12kg Kleinkind und dem Badigepäck von 3 Personen inkl Proviant dabei.

Klein C. interessiert sich leider noch nicht so sehr für Radrennen wie der Papa, dafür umso mehr fürs Baden. Deshalb war auch das Ziel unseres Ausflugs klar: der wunderschöne Katzensee auf der anderen Seite des Hönggerberg. Der Katzensee ist schon fast seit dem Ende der letzten Eiszeit ein beliebtes Naherholungsgebiet grossstadtmüder Zürcher.

Heldenhaft machten wir uns also auf den Weg, den unerbittlichen Sommer-Elementen voll ausgesetzt. Die 5 Kilometer bis zum höchsten Punkt des Aufstiegs führten leider zumeist (an der prallen Sonne) der Hauptstrasse entlang. Dies war weder für Klein C. noch für uns besonders lustig. Klein C. sitzt im Burley (zwar sicher und gut sichtbar) leider mehr oder weniger auf Auspuffhöhe. Bei 30 Grad wollten wir das Plastikverdeck aber verständlicherweise auch nicht komplett schliessen… Oben angekommen hatte sie tränende Augen – die Begeisterung über den Ausflug hielt sich noch in engen Grenzen. Nach einer kleinen Pause und frischen Erdbeeren war die Welt aber wieder in Ordnung und es konnte weitergehen.

Wenn wir in Zukunft mit dem Burley unterwegs sind, werden wir die Route also sicherlich sorgfältiger Planen. In kaum einem Land gibt es ein so dichtes Netz an Velorouten wie hier in der Schweiz, wir sollten also einen entspannteren Weg finden.

Rasant über Stock und Stein zum Katzensee

Die rasante Abfahrt auf Naturstrassen hinunter in Richtung Katzensee machte Klein C. dann schon bedeutend mehr Spass. Trotz Fahrtwind in den Ohren hörte ich das eine oder andere „Huiiii!“. Der Burley fährt sich auch in Abfahrten sehr gut und kontrolliert, das Gewicht sollte aber nicht unterschätzt werden, der Bremsweg verlängert sich deutlich.

Obwohl ich mich schon wahnsinnig auf einen Sprung in den kühlen Katzensee gefreut hatte, legten wir noch eine Ehrenrunde rund um den See hin.  Genau genommen sind es zwei Katzenseen. Und dann gibt es tatsächlich in der Nähe noch einen  Chatzen-Bach und Büsi-See – mit Katzen hat die Namensherkunft aber doch nichts zu tun, sondern mit einem Alemannischen Herrn Hatto, der dann im Laufe der Zeit zu Herrn Katto wurde. Daraus wurde dann der Kattensee und irgendwann mal wars der Katzensee. Zur grossen Enttäuschung von Klein C. haben wir dann leider auch nirgends echte Katzen gesehen…

Die Seen sind wunderschön in einem Naturschutzgebiet gelegen und von Flachmooren umgeben. Unser Weg zur Badi führte uns auf eine enge Schotterstrasse (im Nachhinein betrachtet haben wir da wohl ein Fahrverbot übersehen). Auch hier blieb der Burley Anhänger immer sicher in der Spur, auch wenn ich ab und zu etwas ins Schleudern kam.

Badespass im flachen Katzensee

Verschwitzt und müde kamen wir nach mehr als 75 Minuten endlich in der Badi Katzensee an. Im Gegensatz zu den Seebädern am Zürichsee bezahlt man hier (wie auch in den Flussbädern) keinen Eintritt. Obwohl die Badi gut besucht war, haben wir dennoch schnell einen schönen schattigen Platz gefunden. Sehen und gesehen werden ist hier nicht so wichtig, es ist alles viel entspannter als in einer Zürcher Stadtbadi, die Hipster-Dichte ist verdächtig klein. Für FKK Freunde gibt es sogar einen eigenen Nudisten-Bereich.

Den Burley haben wir natürlich direkt mit in die Badi reingenommen. So hatten wir all unser Gepäck und Proviant jederzeit Griffbereit. Auch wenn Klein C. viel Spass im Burley hatte, war sie doch froh endlich nicht mehr sitzen zu müssen. Es ging direkt ins Wasser. Da der Katzensee maximal 8 Meter tief ist, ist das Wasser schon früh im Sommer angenehm warm, was Eltern kälteresistenter Kleinkinder ungemein zu schätzen wissen.

Nach einem schönen Nachmittag am und im Wasser machten wir uns gegen Abend wieder auf den Rückweg. Dieses Mal wählten wir die längere, dafür etwas weniger steile Route über den Käferberg (ja, der heisst tatsächlich so – und nein, Käfer haben wir keine gesehen). Klein C. hat davon nicht mehr viel mitbekommen. Schon nach wenigen Minuten ist sie eingeschlafen. Das Leiden (und leise Fluchen) des Papas am Berg hat sie zum Glück verpasst…

Übrigens: den Rekord für die 13.8km und 1090 Höhenmeter auf die Alpe d’Huez stellte Marco Pantani an der Tour de France 1997 mit einer Zeit von 37 Minuten und 35 Sekunden auf. Er wäre wohl auch mit Burley D-Lite inkl Klein C. im Schlepptau schneller gewesen als ich mit einem e-Bike…

*Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Burley.


Dieser Artikel ist Teil einer Blogparade.
Mehr über den Burley erfahrt ihr auf Mom Wife Hero, Draussen Zuhause und Strollermum. Wir haben natürlich weitere spannende Ausflüge mit unserem Burley geplant. Und zwar zu jeder Jahreszeit. Ihr dürft gespannt sein.

Deborah Lacourrege

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