10 Tipps für einen entspannten Flug mit Baby und Kleinkind

Bevor Klein C. auf der Welt kam, war für uns klar, dass wir trotz Kind immer noch reisen wollten. Wieso? Nennen wir es unseren einzigen Luxus. Teure Handtaschen, Autos oder ein eigenes Haus waren nie unser Ding. Aber die Welt entdecken, neue Menschen kennenlernen, das musste schon immer sein.

Als unsere Tochter sich dann als pflegeleichtes Baby herausstellte, gab es für uns kein Halten mehr. Im Alter von fünfeinhalb Monate flog sie zum ersten Mal (nach Nizza / Saint Tropez) – inzwischen hat sie schon ganze zwölf Kurz- und Langstreckenflüge hinter sich gebracht. Und das mit Bravour, muss man sagen. Natürlich haben wir während diesen unzähligen Stunden am Flughafen und in Flugzeugen einiges gelernt. Und wollen unsere Erfahrungen gerne an unsere Neueltern weitergeben.

Entspannt am Flughafen und im Flugzeug

1. Erweitert euren Radius Stück für Stück. Klein C.s erster Flug dauerte gerade mal 45 Minuten. Eine Zeit, die wir auch überstanden hätten, wenn sie die ganze Zeit durchgeschrien hätte. Der zweite Flug dauerte dann drei Stunden, dann sechs… und dann entschlossen wir uns, unser 18-monatiges Kleinkind mit ans andere Ende der Welt, nach Australien, zu nehmen.

2. Ein Babybassinett – also das Bettchen, das vor euch hängt – ist eine wahre Wohltat. Klärt unbedingt im Vorhinein bei der Fluggesellschaft ab, bis zu welchem Alter oder Gewicht es benutzt werden kann. Bei den meisten Airlines sind es 1 Jahr oder 10 Kilogramm. Bei Singapore Airlines hingegen, darf das Kind bis 2 ins Bettchen, vorausgesetzt es wiegt nicht mehr als 14 Kilogramm. Auch wenn das Kind, wie in unserem Fall, von der Länge her, nur noch knapp reinpasst. Und reserviert das Bassinett unbedingt vorher, denn sie sind heiss begehrt.

3. Bucht Nachtflüge! Das war einer der besten Tipps, den uns die Beraterin im Reisebüro gegeben hat. Auch wenn es mit dem Bettchen nicht klappen sollte: Kleine Kinder können überall schlafen. Und ihr müsst euch keine Gedanken darüber machen, wie ihr sie am besten unterhaltet.

4. Einteilige Wagen dürfen theoretisch mit zum Gate. Dies hat sich bei uns aber in den seltensten Fällen bewährt. Einzige Ausnahme: Wenn ihr sehr viel Handgepäck habt und den Wagen als Lastesel braucht. Viel einfacher war es, Klein C. einfach in die Trage zu stecken. Diese hat sich dann auch an Bord bewährt. Etwa, wenn unsere Tochter mal wieder versuchte, den Schlaf zu bekämpfen oder sonst unruhig war.

5. Keine Angst vor der Sicherheitskontrolle: Heisses und kaltes Wasser, Milch, Babybrei – alle Flüssigkeiten, die fürs Baby bestimmt sind, dürfen mit. Unter Umständen werden sie einfach zusätzlich auf Sprengstoff geprüft.

6. Viele Kinder weinen bei Start und Landung, weil sie Mühe haben mit dem Druckausgleich. Für Babys bieten sich da ein Schoppen, Nuggi oder Stillen an. Grösseren Kindern ab und zu einen Schluck Wasser oder etwas zu knabbern anbieten. Hauptsache, sie schlucken. Der Tipp unserer Kinderärztin hat sich auch sehr bewährt. Nämlich, dem Kind ca. 30 Minuten vor dem Flug abschwellende Tropfen in die Nase zu tun.

7. Ihr könnt das Flugpersonal jederzeit um heisses Wasser bitten. Achtung: Das ist dann wirklich heiss. Ihr müsst es unbedingt mit kaltem Wasser mischen. Viele Fluggesellschaften haben auch Babybrei mit an Bord. Informiert euch vorher.

8. Wenn ihr tagsüber fliegt, denkt daran, dass euer Kleinkind beschäftig werden muss. Wir haben mit Wimmelbüchern im Miniformat und Pixiebüchern sehr gute Erfahrungen gemacht. Darf das Kind schon TV schauen, nehmt spezielle Kinderkopfhörer mit. Und wir geben zu: für unsere ungeduldiges Kleinkind haben wir einige Musikvideos der Hoopla Kidz auf unsere Handys runter geladen. Nicht, dass sie generell Videos schauen dürfte. Aber bei Start und Landung, wenn es wirklich wichtig ist, dass sie ruhig auf unserem Schoss sitzt, war „5 little Monkeys jumping on the bed“ Gold wert.

9. Kennt ihr die ewig langen Schlangen vor der Flugzeugtoilette? Windelnwechseln geht zur Not auch auf dem Sitz oder auf dem Boden. Einfach immer eine Wickelunterlage, genügend Windeln und Allzweckbeutel mitnehmen. Und natürlich Ersatzkleidung. Schliesslich weiss man nie, wenn etwas daneben geht.

10. Und zum Schluss noch der allerwichtigste Tipp: Bleibt entspannt. Ihr habt das im Griff. Noch jede Familie ist schlussendlich an ihrer Destination angekommen. Kleine Kinder merken instinktiv, wenn ihre Eltern gestresst sind und reagieren dementsprechend. In diesem Sinne: Happy parents, happy kids.

Und zu guter Letzt: Zuerst oder zuletzt boarden. Die einen schwören darauf, solange wie möglich am Gate zu bleiben, wir persönlich steigen aber gerne schon am Anfang ein um auch sicher genügend Platz für Handgepäck, Wickeltasche etc zu haben.

 




Deborah Lacourrege

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