Lappland im Winter mit Kindern – ein Reisebericht

Nein, nicht wir waren in Lappland. Um ehrlich zu sein, haben wir es mit dem Kleinen noch nicht mal in die Berge geschafft. Klar, der Papa träumt von einer Skandinavienreise im Winter, wenn die Kinder ein bisschen grösser sind. Und die Mama, die geht eigentlich lieber in die Wärme. Wobei sogar mir die Bilder von Fotografin Elza Oberholzer richtig Lust machen, im Winter mal in die grosse Kälte zu gehen. An dieser Stelle übergebe ich ihr das Wort:

Mit der Familie nach Lappland

Wie fast jede Schweizerfamilie hätten wir während den Sportferien auch in die Berge gehen können, um Ski zu fahren. Letztes Jahr haben wir uns aber entschieden, etwas Besonderes zu machen – nach Lappland zu gehen um etwas Neues mit unseren Kindern (6 und 8) zu erfahren!! Wir waren sehr gespannt und die Vorfreude war gross.

Das Wichtigste über Lappland im Februar: Es ist sehr kalt! Wie wir uns gekleidet haben, erzähle ich ein wenig später.

Die Reise

Wir haben zuerst einen kurzen Zwischenstopp in Helsinki gemacht. Dort durften wir ein paar Museen besuchen und bereits viele Impressionen sammeln.

Für die Reise von Helsinki nach Rovaniemi hatten wir die Wahl zwischen Zug und Flug. Es wäre vielleicht lässiger mit dem Zug gewesen, wir haben uns aber für den Flug entschieden, weil er nur eine Stunde dauerte. So waren wir sehr schnell bei unserer Hauptdestination Lappland.

Lappland

Der erste Eindruck war… es ist wirklich kalt da draussen! Wir hatten ein Auto im Voraus reserviert, welches schon für uns bereit stand. Das Auto war notwendig, weil wir eine Hütte in der Taiga gebucht hatten und es dorthin keine öffentlichen Transportmittel gab. Für den Einkauf zwischendurch und für andere kleine Ausflüge würde es sicher auch praktisch sein.

Am ersten Morgen in der Hütte erwartete uns ein wunderschöner sonniger (und auch sehr kalter) Tag.  Der Blick aus unserem Fenster war faszinierend!

Durch den wilden Wald spazieren zu gehen war es sehr spannend. Man kann auch im Winter viel entdecken, die Kinder hatten grossen Spass rund herum zu laufen und im Schnee zu spielen.

Bekleidung

Um uns trotz den niedrigen Temperaturen wohl zu fühlen, brauchten wir sehr gute Bekleidung und vor allem warme Schuhe, die auch bei minus 20-30 Grad die Füsse warm halten. Colombia, Kamik und Sorel haben unsere Erwartungen voll erfühlt. Unsere Kinder hatten ihre Skianzüge und darunter viele weitere Lagen an.

Sehr nützlich und durchaus wichtig bei der Kälte in Lappland waren die Handwärmer. Einfach in der Handhabung haben wir vor allem die regenerierbaren Handwärmer (Gel-Kissen) geschätzt.

Einwegwärmer (mit Eisenpulver und Kohle) hatten wir auch, aber diese kann man leider nicht sofort draussen nutzen, wenn man sie plötzlich braucht. Wir haben sie (vor allem die Fusswärmer) drinnen in der Wärme aktiviert, auf die Innensohlen geklebt und etwas gewartet, bis sie wirklich Wärme abgegeben haben.

Ausflüge

Hier kommt der Spass! Weil unsere Kinder nicht mehr so klein sind, haben wir gedacht, dass sie eine Husky Tour lässig finden würden. Die Rentier-Touren waren auch sehr süss, sie sind aber eher für kleinere Kinder geeignet und man konnte sie für eine kurze Zeit (30 Min) buchen. Wir brauchten allerdings ein wenig Adrenalin. Und so sind wir auf eine 2,5 Stunden Husky Tour gegangen.

Die Tourbüros offerieren Touristen die ganze Ausrüstung (Skioverall, Schuhe, Wollsocken, Handschuhe). Die bereitgestellten Schuhe waren allerdings nicht so warm wie unsere. Zusätzlich haben wir eine Wolldecke bekommen. Die 2,5 Stunden sind wie im Flug vorbeigegangen…

Weil wir uns im Schlitten nicht viel bewegen konnten, ist uns nach einer Stunde kalt geworden. Nach einer Pause in der Mitte der Tour war es wieder besser.

Nach der Tour hatten wir die Möglichkeit mit den Huskys und ihren Welpen zu spielen. Das fanden unsere Kinder sehr toll.

Was uns auch grossen Spass gemacht hat, war die Tour mit dem Schnellmobil. Die Kinder durften auch mit Mini Schneemobilen selber fahren.

Santa Claus Village

Eine ganz tolle Location. Es ist ein ganz spezielles Gefühl, in dem Dorf zu sein, in dem Santa Claus wohnt.  Die Häuschen zum Übernachten sind sehr gemütlich und stilvoll eingerichtet.

Nordlichter

Eine Reise nach Lappland verbindet man nicht nur mit Huskys und dem Santa Claus, sondern auch mit Nordlichtern. Wir hatten während der ganzen Woche jeden Abend darauf gewartet, dass wir sie sehen können. Aber leider waren entweder keine Nordlichter da oder der Himmel war an unserem Standort zu bewölkt. Und dann… am letzten Abend, ganz unerwartet, obwohl die Prognosen sehr gering waren und es gestürmt hat, waren sie da… Das war ein einmaliges Erlebnis!!!

 




Deborah Lacourrege

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