Die Geschichte unserer Kita-Eingewöhnung

In 10 Tagen geht es für mich zurück in die Arbeitswelt. Und genau so lange dauert die Kita-Eingewöhnung des Babybruders bereits. Grund genug, euch ein kleines Update zu geben. Ich muss euch ganz ehrlich gestehen, dass ich mich sehr auf die Eingewöhnung gefreut habe. Die Aussicht, einige Stunden ganz für mich alleine zu haben, in Ruhe zu bloggen, einkaufen oder mal wieder zum Coiffeur zu gehen, war einfach zu verlockend. Nach 5.5 Monaten brauchte ich mal einen kleinen Ausbruch aus meinem Mama-Leben.

Trotzdem ging ich mit gemischten Gefühlen zur Eingewöhnung. Würden sie den Kleinen auch in den Schlaf tragen? Kann der Babybruder mit dem ganzen Lärm umgehen? Und trinkt er aufgewärmte Muttermilch? Alle Sorgen waren unbegründet. Die Betreuer tragen den Kleinen mit viel Leidenschaft (und er schläft auch gleich ein), die vielen Kinder scheinen den Kleinen glücklich zu machen, statt ihn zu überfordern und ja, der trinkt auch TK-Milch.

Unsicherheiten und die erste Trennung

Letzte Woche folgte bereits die erste Trennung. Ich muss gestehen, es fiel mir leichter, also noch bei Klein C., den Babybruder in der Kita zu lassen. Ob es wohl damit zu tun hat, dass es das zweite Kind ist? Dass ich die Kita schon kenne und den Betreuern zu 100 Prozent vertraue? Dass ich weiss, dass er nicht alleine mit Fremden ist, sondern immer noch seine Schwester als bekanntes Gesicht hat?



Trotzdem: auf dem Weg nach Hause fühlte ich mich seltsam. Da hing kein Baby an mir dran. Und wiederum stellte ich mir die Frage, ob mir andere Leute eigentlich ansehen, dass ich Mama bin, wenn ich ohne meine Kinder unterwegs bin. Stellt ihr euch diese Frage manchmal an? Dann tat ich aber doch das, was wohl jede Mama tun würde. Ich versuchte, die freie Zeit zu geniessen. Als ich den Babybruder zwei Stunden später wieder abholte, sah ich ihn friedlich in der Trage am Bauch der Betreuerin schlafen. Diese begrüsste mich mit denn Worten: “Er ist eingewöhnt. Es war alles problemlos.”

Also alles in Ordnung?

Auch jetzt, einige Tage später, ziehe ich ein positives Fazit: Dem Babybruder gefällt es in der Kita. Er kann sein Glück kaum fassen, wenn er den älteren Kindern beim Spielen zuschauen kann und sich diese dann noch mit ihm beschäftigen. Er hat so etwas wie einen Star-Status in der Kita erlangt, er ist aktuell das einzige Baby in der altersgemischten Gruppe. Auch krank ist er noch nicht geworden. Ich behaupte mal, das hat damit zu tun, dass C. von Anfang an Kita-Bakterien mit nach Hause schleppte und den Kleinen so von Anfang an abhärtete.

Dem Kleinen geht es also wunderbar in der Fremdbetreuung. Soweit so gut. Wirklich? Nicht ganz: Vor einigen Tagen habe ich realisiert, dass ich schon sehr bald regelmässig drei Tage vom Babybruder getrennt sein werde. Und so sehr ich mich auf meine Arbeit freue; ich war plötzlich wahnsinnig traurig. Mitten in der Nacht begannen die Tränen zu fliessen und eigentlich wollte ich nur eins, den Babybruder aufwecken und ihn ganz, ganz fest knuddeln. Die Eingewöhnung geht also weiter. Nicht für den Babybruder, sondern für mich als Mama.

Deborah Lacourrege

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