Sternennacht in Brigels – unser Ausflug in die Surselva

Kennt ihr Gian und Giachen? Wir kannten die beiden Steinböcke mit dem grossen Maul bisher nur aus den gleichnamigen Büchern und aus der Werbung von Graubünden Ferien. Doch am letzten Wochenende durften wir die beiden persönlich kennenlernen. Eins vorweg: Die Steinböcke mochte C. nicht besonders, dafür hat die Bigna, die Libelle aus “Gian und Giachen und der Sternschnuppenberg” gefunden.

Langwierige Anreise mit Happy End

Dafür reisten wir auf Einladung von Graubünden Ferien nach Brigels in die Surselva. Wer es uns gleich tun möchte und mit dem Zug anreist, der sei vorgewarnt: Die Verbindungen sind nicht optimal. Entweder ist ist die Umsteigezeit sehr knapp oder sehr grosszügig berechnet. Und so rannten wir in Chur (der Intercity aus Zürich war natürlich verspätet) mit Koffer, Kinderwagen und Baby im Tragetuch auf das Bähnli der RhB. Und warteten in Tavanasa 25 Minuten aus unser Postauto. Die Reise war, trotz der wunderschönen Fahrt durch die Rheinschlucht, also nicht unbedingt der beste Part unseres Ausfluges.

Dieser begann, als wir in Brigels ankamen. Der Postautochaffeur fragte uns, ob wir denn ins Pradas Resort wollten und fuhr uns kurzerhand bis zur Rezeption. Dort angekommen fühlten wir uns ein bisschen wie im Paradies. In unserer Ferienwohnung angekommen, konnte C. ihr Glück fast nicht glauben, wieviele Gesellschaftsspiele dort zu finden waren. Und Mama und Papa fanden auch die weitere Infrastruktur (Babylöffel, Hochstuhl, Gartensitzplatz) und die geräumige Wohnung wunderbar.

Pradas Resort – ein Paradies für Familien

Doch das wirkliche Highlight erwartete uns im Pradas ausserhalb der Wohnung: ein beheizbarer Badesee, drei Rutschen, Spielplatz, Indoor-Bad mit Whirlpool und Wasserrutsche, Kinderparadies mit Bällelibad. Nicht nur Klein C., sondern auch der Babybruder und die Eltern wähnten sich im Paradies. Wir wagen zu behaupten, dass wir, seit wir zwei Kinder haben, noch nie so gut an einem Ort entspannen konnten.

Bild: Pradas Resort Brigels

Wir badeten also ausgiebig. Indoor fand es auch der Babybruder grossartig, dank luxuriösen 31 bis 33 Grad. Und wir rutschten natürlich auch ganz viel. Wobei sich die Mama und Klein C. leichte Kriegsverletzungen zuzogen, weil Mama die Höhe und den Speed der einen Rutsche etwas unterschätzte…

Sternenjagd, Schlangenbrot und die Steinböcke

Am Abend gingen wir an die Sternennacht. Klein C. durfte selber einen Stern und ein Kissen (das später von Gian und Giachen signiert wurde) bemalen, sie wurde geschminkt und wir machten uns auf grosse Sternenjagd. Steine polieren und Minigolf spielen wären auch noch Programm gewesen – aber wir mussten uns entscheiden. Was die Verköstigung betraf, wähnte sich C. im Paradies: Es gab Wurst und Schlangenbrot.

Ein wenig später kamen die Steinböcke Gian und Giachen höchstpersönlich zu Besuch und lasen aus ihrem Buch vor. Was eigentlich total süss war, fand unsere Tochter gar nicht lustig: sie hatte grosse Angst vor den Handpuppen. Also beobachteten wir das Tun aus der Ferne und näherten und erst wieder, als es eine feine Erdbeerbowle zum Abschluss gab.

Dies war übrigens die erste von fünf Sternennächten im Graubünden. Die nächste findet am 14. Juli in Lenzerheide statt.

Nach der Sternennacht wurde es schwierig. Die müde C. beschloss, dass sie jetzt heimgehen wollte und der Babybruder konnte auch unmöglich im bereitgestellten Babybett schlafen. Dass die beiden Kinder nebeneinander zwischen uns schliefen, ging ebenfalls nicht. C. wachte jeweils weinend auf, wenn der Babybruder sie nur berührte. Das Ganze endete damit, dass ich mit dem Babybruder auf die ausziehbare Schlafcouch zog – nachts um 2 Uhr.

Wie so oft liessen die ersten Sonnenstrahlen die Schrecken der Nacht schwinden. C. beschloss, dass sie gerne im Pradas bleiben wollte und traute sich gleich noch mal auf die Rutsche mit dem tollen Ringen. Und wir durften unser Zmorge, dass uns direkt in die Ferienwohnung geliefert wurde, geniessen.

Übrigens: die Skischule ist gleich neben dem Ressort. Wir geben zu, wir haben uns beim Gedanken erwischt, Klein C. dorthin zu schicken, wenn sie ein bisschen grösser ist. Pradas, wir kommen wieder!

* Wir wurden von Graubünden Ferien und Surselva Tourismus ins Pradas Resort und an die Sternennacht eingeladen, der Artikel widerspiegelt aber unsere persönliche Meinung.

 

Deborah Lacourrege

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