5 Gründe, weshalb mein Kind den Sonnenschutz verweigert

Familienferien in Australien

Klein C. und der Babybruder sind mit schneeweisser Haut zur Welt gekommen, haben blonde Haare und blaue Augen. Ich weiss noch, dass ich es fast nicht glauben konnte, dass es mein Kind war, als ihr weisses Händchen auf meiner Brust lag. Von der Pigmentierung ihrer Mama haben die Beiden leider nichts geerbt, beide haben Hauttyp 2. In ihren ersten beiden Lebensjahren war bei C. keine Bräunung festzustellen. Jetzt, mit knapp drei Jahren, kann man langsam den Hauch einer Pigmentbildung erahnen.

Pflichtbewusster Sonnenschutz ist da natürlich Pflicht. Findet Mama. C. ist da ganz anderer Meinung. Hier ein Highlight unserer täglichen Kämpfe mit dem Kleinkind.

Der Sonnenhut

1. Das Sonnenhut-Haar-Drama: “Nein Mama, der Dutt stört!” –  “Ok, dann nehme ich dir die Haare weiter unten zusammen!” –  “Neeeeeeein”, schreits und läuft weg.

2. Das Sonnenhut-Wasser-Drama: C. besitzt einen wunderbaren UV-Wasser-Sonnenhut, den ich wohlgemerkt für viel Geld gekauft hatte. “Mama, ich will den Büsi-Hut tragen!” – “Nein C., der ist geflochten, der geht im Wasser kaputt” –  “Papa, darf ich den Büsi-Hut tragen?” – “Ja klar!” Das Kleinkind trägt zwar Sonnenhut im Wasser. Aber er fällt ihr natürlich mehrmals vom Kopf ins Wasser und geht – wie von Mama prophezeit – kaputt. Das Kind trägt im Alltag jetzt etwas auf dem Kopf, das eher an ein zusammengeknülltes Handtuch, als an einen Sonnenhut erinnert.

3. Der UV-Anzug: Da C. schnell friert, habe ich ihr einen Ersatz-UV-Anzug gekauft. Mama ist ja nicht doof, natürlich mit Flamingos. Und mit Reissverschluss am Hals, damit es C. beim Überziehen nicht an den Haaren reisst. “Mama, der Reissverschluss muss offen bleiben!” – “C., den brauchst du für den Sonnenschutz!” Ich schliesse den Reissverschluss. 30 Sekunden später ist er wieder geöffnet. Mama cremt dann mal die empfindliche Stelle im Halsbereich mindestens ein Mal pro Stunde ein. Das gibt ein lustiges Bräunungsmuster…

Die Sonnencreme

4. Das Eincremen und der Schmerz: “Aua, aua, auaaaaaaaa!” – “Aber C. was ist denn los? Vorher hast du dich doch noch selber mit Wasser eingecremt?” – “Mama, es macht weh!” Mama trägt die Sonnencreme bei sich selber auf, um nachzuschauen, ob sie tatsächlich brennt. Danach cremt sie den Babybruder ein, der die Tatsache geniesst, da sie mit einer kleinen Massage verbunden ist. “C., können wir es nochmal probieren, sonst bekommst du einen Sonnenbrand!” – “Mama, ich will einen Sonnenbrand!” Dieser Dialog liesse sich noch ewig weiterführen. Er endet meist darin, dass ich C. androhe, die Wohnung nicht zu verlassen, bis sie eingecremt ist. Dann geht es plötzlich blitzschnell und ohne “Auaaaaaaaa!”

5. Die falsche Sonnencreme: “Mama, ich will die Sonnencreme des Babybruders!” “Aber C., die ist mineralisch und lässt sich so schlecht verreiben! Du magst doch das Eincremen nicht!” – “Aber ich will die Creme von L.!” – “C., aber schau mal, deine hat ein Mädchen und Fische drauf!” – “Aber ich will die Creme von L.!” Mama gibt auf und beginnt, die mineralische Creme aus C.s Beinen zu verteilen. “Mama, das kleeeeeebt! Ich will die andere Creme!”

Achtung, dieser Artikel kann Spuren von Satire enthalten. Mama möchte anmerken, dass sie ein wenig stolze darauf ist, dass ihre weissen Kinderchen noch die Spur einer Hautrötung, geschweige denn eines Sonnenbrandes hatten.

 

 

Deborah Lacourrege

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