Plastik oder Holz – wenn Kinder andere Dinge als die Eltern wollen…

Kaum erblickt Klein C., was sich in dem Päckli befindet, beginnt sie vor Freude zu quitschen. “Aber C., gäll, das gehört dem Babybruder”, versuche ich noch einzuwenden. Zu spät, C. hat das Hündchen  von Fisher-Price adaptiert. Oder adoptiert wäre in diesem Fall wohl auch passend. Zuerst wurde es ausgiebig geknuddelt. Und danach entdeckt. Zuerst wurde das Herz in der Brust gedrückt, danach Ohren, Hände, Füsse.. und zwar immer so lange, bis das ABC-Lied erklang, das C. schon nach wenigen Tagen mitsingen konnte.

Immer diese guten Vorsätze…

Bei bunten, interaktiven Spielsachen scheiden sich die Geister: Bevor wir Eltern wurden, hatten wir wunderbare Vorsätze. Unser Kind sollte bitteschön nur mit multifunktionalen, nachhaltigen Holzssachen spielen, die die Fantasie anregen. Drei Jahre später sind wir klüger. Zwar hatten wir C. als Baby tatsächlich keine elektronischen Spielsachen gekauft – über Grosseltern und andere Familienmitglieder fanden diese aber trotzdem Einzug in unser Zuhause.

Sie wurden – und werden immer noch – intensiv bespielt. Denn wir mussten lernen: Kinder mögen oft ganz andere Dinge als ihre Eltern. Wir mögen Pastell- oder Naturfarben, Holz und andere natürlich Materialien, schlichtes Design. Kinder hingegen mögen Knallfarben, umso bunter umso besser. Die Materialien sind ihnen egal. Wobei, so ganz stimmt das nicht: C. und der Babybruder lieben alle kuscheligen Dinge. Und: wenn es Tönte macht oder gar blinkt, ist es besonders interessant. Wir schätzen, dass Aktion und Reaktion, respektive die Interaktivität, Kinder besonders fasziniert.

Es gibt auch viele Holzspielsachen, die C. wahnsinnig toll findet (über einige haben wir bereits hier auf dem Blog berichtet) – ein Pickler-Dreieck steht zum Beispiel seit langer Zeit auf ihrer Wunschliste. Wir behaupten ja: die Mischung machts!

Und der Babybruder?

Übrigens: Nach weiteren Interventionen meinerseits, bei denen ich an ihr Ehrgefühl appellierte (“Klein C., schau mal, da steht 6 – 36 Monate. Du bist aber schon drei Jahre alt!), beschloss meine Tochter, das Hündchen nun mit ihrem Bruder zu teilen. Dieser kann sich auch gut und gerne 30 Minuten am Stück damit beschäftigen.

Zuerst tastet er alles ab – Haptik scheint für ihn immer noch an erster Stelle zu stehen. Danach beginnt er neugierig zu drücken und zu erkunden. Immer zuerst aufs Herz. Das Pochen und gleichzeitig Leuchten scheint ihm besonders gut zu gefallen. Nach einiger Zeit fanden wir heraus, das man das Hündchen auf unterschiedliche Entwicklungsstufen einstellen und somit das Kind altersgerecht fördern kann.

Wer Angst um seine Ohren hat, der sei beruhigt: das Hündchen hat nicht nur eine Leister-Stell-Funktion, sondern auch einen Abstellknopf.

*Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Fisher-Price.

Deborah Lacourrege

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