10 Gründe, weshalb der Kinderwunsch in weite Ferne rückt

Schon bald nach der Geburt des Babybruders, meinte der Papa, es hätte in unserer Familie doch noch Platz für ein drittes Baby. Der Blick, den ich ihm zuwarf, war in etwa der Gleiche, als wie wenn er mir mitgeteilt hätte, dass die Erde eine Scheibe sei und er bis zu deren Ende wandern wolle…

Irgendwann nach dem ersten Geburtstag des Babybruders, kam der Gedanke nach einem dritten Kind auch bei mir auf. Nur ganz scheu, nicht ernsthaft. Doch dann, ja dann passierten folgende Dinge und unser Kinderwunsch löste sich sofort und längerfristig in Luft auf.

10 Gründe, die gegen ein weiteres Kind sprechen

1. Ich höre ein „Pflotsch“ aus dem Bad und ein freudiges Glucksen und Plantschen – der Babybruder hat seine Badeente ins Klo geschmissen….

2. Klein C.: „Mama, schau mal, ich habe dir ein Bild gemalt!“ Auf den Wänden, auf der Zimmertüre, auf dem Kleiderschrank, auf ihrer Miffy-Designer-Lampe

3. Würstchen muss man nicht kauen. Würstchen kann man in ganzen Stücken wieder hochwürgen. Am besten mitten in der Nacht.

4. Als Eltern legt man sich ja ein dickes Fell zu, was den Umgang mit Kinderfäkalien betrifft. Aber Kaka im Haar? Ernsthaft?

5. Unser unfreiwilliges Familienbett: Tschak, ein Tritt, Tschak, eine Ohrfeige. Ein Stillkissen als Barriere? Dann setz ich mich doch auf und stürze mich darüber. Das alles macht Klein C. im Schlaf, selbstverständlich.

6. Der Babybruder ist bald 17 Monate alt. Durchschlafen ist trotzdem kein Thema. Milch trinken, aufstehen, „dadada“ singen ist doch alles viel lustiger in der Nacht als am Tag. Um 6 Uhr aufstehen um um 9 Uhr wieder todmüde zu sein, muss auch wahnsinnig Spass machen.

7. Monatelang suchte der Papa seine 170 Franken-Wireless-Apple-Kopfhörer bis er sich ein neues Paar kaufte. Am Tag, als diese ankamen tauchten die alten wieder auf. O-Ton Klein C.: „Papa, ich habe sie in den Veloanhänger geworfen!“

8. Meine ersten grauen Haare bekam ich in der Schwangerschaft mit Klein C. Während der Schwangerschaft mit dem Babybruder folgten weitere graue Haare. Und seit die Beiden da sind und ununterbrochen streiten, werde ich bald zum grauen Panter. Der Papa macht auf Homer Simpson: Ein weiteres Kind und er hätte gar keine Haare mehr.

9. Unsere Kinder haben Schreitage. C. hangelt sich von Meltdown zu Meltdown, etwa, weil die Würstchen zu gross geschnitten sind oder der Reisverschluss des Pijamas nicht genug hoch geht. Der Babybruder schreit solidarisch mit. Was bei C. zum nächsten Meltdown führt, weil der Babybruder ja nichts machen darf, was sie macht.

10. Zwei Kita-Kinder = die doppelte Anzahl Krankheitstage? Mitnichten! In diesem Winter hangeln wir uns von Pseudokrupp zu Bindehautentzündung zu Magendarmgrippe zu … Ihr wisst, was ich meine? Seit Anfang November waren wir noch nie alle zusammen gleichzeitig gesund.

Deborah

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