Unser Mutter-Tochter-Ausflug ins Tessin

 

Eigentlich hätte es ja ein Familienausflug ins Tessin werden sollen. Weil aber der Babybruder wegen Rotavirus und Krampfanfällen im Kinderspital war, entschloss der Papa, Klein C. und mich nach Brissago zu schicken. Ihr lest richtig, er hat dies entschieden: „Du brauchst eine Pause vom Spital und kranken, anhänglichen Kindern. Und ihr beide braucht unbedingt ein wenig exklusiv Zeit!“ Da hatte er wohl recht. Und so setzte ich mich, zugegeben mit etwas schweren Herzens, am Freitagabend mit Klein C. in den Zug in Richtung Bellinzona.

Die diesjährige Pressereise von Ticino Turismo stand unter dem Motto „Wandern“. Dabei dachte ich sofort an meine Kindheit. Denn soviel ich mich erinnere, sind mir mindestens jeden zweiten Sonntag ins Tessin gefahren und dort auf einen Berg geklettert. Zumindest als wir etwas grösser waren. Als wir noch kleiner waren, durften wir selbstverständlich auf mit dem Bähnli hochfahren. Und das ist auch das, was ich mit Klein C. an unserem ersten Tag im Tessin gemacht habe.

C.s erste Frage, als ich ihr von unserem Tessin-Ausflug erzählte war: „Gibt es dort Blumen?“ Irgendwann im Winter entdeckte Klein C. nämlich ihre Liebe zur Botanik und bewertet seither unsere Ferien nach der Anzahl und Schönheit der verfügbaren Blumen (den Oman fand sie schon ganz gut). In Brissago – im Parkhotel Brenscino – angekommen, stellte sich heraus, dass wir gerade zur richtigen Zeit im südlichsten Kanton der Schweiz unterwegs waren. Hibiskus, Glyzinien und diverse andere Blumen (deren Namen mir leider unbekannt sind) standen in voller Blüte. Und Klein C. war das glücklichste Mädchen der Welt.

Perfekt für Familien – das Parkhotel Brenscino

Es war nur schon eine grosse Herausforderung, sie aus dem riesigen Garten des Parkhotels herauszubringen. Aber ich greife vor. Zunächst einige Fakten zu unserer Unterbringung, die Klein C. so toll fand, dass sie ganz schnell wieder hin will. Das Parkhotel Brenscino liegt etwas oberhalb des Lago Maggiore in Brissago. Von unserem Zimmer waren wir angenehm überrascht – für ein 3 Sterne Superior. Alles neu renoviert, sauber, ein unglaubliches bequemes Bett und eine wunderbare Aussicht auf den See.

Das Gleiche gilt für die Infrastruktur des Hotels: Beheizter Aussenpool, Spielplatz mit Rutschbahn, Schaukel und Trampolin, eine Mini-Golf-Anlage, ein Indoor-Spielzimmer mit Spielküche, Zelt und DVD-Ecke – eigentlich hätten wir gut das ganze Wochenende im Hotel bleiben können. Dazu kommt – wie bereits erwähnt – ein riesiger Garten mit wunderschönen Blumen. Besonders zu erwähnen ist ebenfalls das Frühstücksbuffet. Ich bin ja bekanntlich laktoseintolerant. Und noch selten ist so auf meine Bedürfnisse eingegangen worden, wie dort. Milch und Joghurt gab es ohne Laktose, auch Reismilch war erhältlich. Für Menschen mit Zöliakie standen glutenfreie Produkte zur Verfügung.

Cardada – hoch über Locarno

Am ersten Tag stand ein Ausflug auf den Cardada, Locarnos Hausberg, auf dem Programm. Durch den Park des Hotels führte eine Treppe immer weiter runter, Richtung See. Unten an der Hauptstrasse nahmen bis das Postauto Richtung Locarno. Dank des Ticino-Tickets – welche alle, die in einem Hotel, Jugendherberge oder auf einem Campingplatz übernachten bekommen – konnten wir umsonst bis zu unserem Zielort fahren. Im Ticino Ticket inklusive ist nicht nur der ÖV im ganzen Kanton, es bietet auch Rabatt auf diverse Bergbahnen und Sehenswürdigkeiten.

Vom Bahnhof war es ein kurzer Spaziergang zur Standseilbahn, die uns nach Madonna dell Sasso, wo auch die gleichnamige sehr bekannte Kirche ist, brachte. Dort angekommen stiegen wir in die Gondel, die uns hoch auf dem Cardada brachte. Im Gegensatz zu unserem letztjährigen Ausflug ins Tessin hatten wir Glück: Das Wetter war wunderbar, Schnee lag auch keiner mehr. Dafür durften wir wiederum ein Werk des Stararchitekten Mario Botta bestaunen – er hat die Seilbahn entworfen, die uns weit, weit nach oben brachte.

Auf dem Cardada gibt es eigentlich eine Schatzsuche. Die Aufgabe ist es, alles möglichen Tierspuren zu finden. Klein C. war jedoch zu abgelenkt.Zuerst vom Barfusspfad mit diversen Balancier-Möglichkeiten. Und dann vom genialen „Piratenspielplatz“. Nur mit viel Zureden brachte ich sie kurz zum Aussichtspunkt. Aber ganz ehrlich? Klein C. hätte den ganzen Tag auf dem Spielplatz verbringen können. Nur der Hunger lockte sie schliesslich ins Restaurant und die Aussicht auf ein Gelato (ja, seit unserem Ausflug kennt sie das Wort) wieder runter nach Locarno.

Brissago-Inseln – soooo viele Blumen!

Das Programm des zweiten Tages machte Klein C. zum glücklichsten Mädchen im Tessin. Das Taxi Lago brachte uns rüber zu den Brissago-Inseln – welche für ihre Blumenpracht berühmt sind. Ich war selber schon so lange nicht mehr hier, zum letzten Mal als Kind. Auf der Insel versuchten wir uns an einer Schatzjagd. Die unterschiedlichen Posten, besonders die Zange um die entsprechende Zahl abzuknipsen, mochte Klein C. sehr.

Aber ganz ehrlich? Mit ihren 3.5 Jahren kann sie einfach noch nicht gut genug suchen. Und die Ablenkungen sind zu gross: Da war zum Beispiel der verwaiste Bagger, auf dem C. sicher 20 Minuten spielte. Der Sandstrand mit dem Holzkrokodil beim Australienpfad. Der Froschteich mit den Schildkröten. Die wunderschönen Orchideen, die unseren Weg säumten. Und dann noch die Zitronenbäume, die bereits wunderbar riechende Früchte trugen.

Und als Mama Klein C. dann noch eine Packung Pommes Chips kaufte für die Rückfahrt nach Brissago, da wähnte sich das Kleine Mädchen tatsächlich im Paradies. Und zwar so sehr, dass Klein C. seit unserer Rückkehr schon unzählige Male fragte, wann sie wieder ins Tessin dürfe: „Weisch Mama, det hetts so vieli schöni Blüemli!“

Verlosung

Wir haben auch noch einen tollen Wettbewerb. Sagt uns hier als Kommentar auf dem Blog oder auf unserer Facebookpage, welches euer Lieblingsort im Tessin ist, und schon könnt ihr einen von zwei SBB RailAway Gutscheinen à CHF 50.- gewinnen.
 
Teilnahmebedingungen:
Teilnehmen können alle volljährigen Personen mit Postadresse in der Schweiz. Es werden total zwei Railaway RailChecks à CHF 50.- verlost. Der Rechtsweg und eine Barauszahlung der Produkte entfällt. Das Gewinnspiel dauert bis am Dienstag, 30. April, um 23:59 Uhr. 

* Auf diese Reise wurden wir von Ticino Turismo eingeladen. Vielen Dank dafür!
Reisespesen, Eintritte, Übernachtung & Verpflegung wurden bezahlt. Der Text spiegelt aber unsere ehrliche und eigene Meinung wieder.

 

Schaut doch auch bei den anderen Bloggern die mit uns im Tessin waren rein:

 

Deborah

9 Comments

  1. Antworten

    Renate

    25. April 2019

    Lugano mit dem Monte Salvatore

  2. Antworten

    Brigitte

    26. April 2019

    Ich kann mich gar nicht entscheiden wo im Tessin es uns am Besten gefällt. Wir sind jedes Jahr 1-2x im Tessin.
    Diesen Frühling leider Ferienabbruch als beim Grossen die Varizellen ausgebrochen sind! Haben euch vielleicht am Gotthard gekreuzt 😉 Darum „müssen“ wir umbedingt nochmals nach Lugano, wir haben noch lange nicht alles gesehen was wir wollten – uns gefällt dort die Jugi mit dem vielseitigen Park sehr für die Kids. Auch dass es immer andere Familien mit Kindern hat. Jetzt leidet der Kleine unter den wilden Blatern -und zwar 100 mal heftiger als der Grosse! Habe einen knapp 3 jährigen der deswegen wieder mehrmals täglich getragen wird…
    Waren das 2. Mal in Lugano. Sonst immer in Locarno oder vis-à-vis, im Campagnola in Vairano. Das können wir auch sehr empfehlen mit Kindern. Die Aussicht über den See ist mega. und auch das Angebot im Hotel.
    Brione s. Minusio gefällt uns auch mega – so ein herziges „Stein-Dörfli“ wo die alten Tessiner Häuser schön renoviert werden, z.B. als Ferienwohnung. Ebenfalls schöne Aussicht auf den See.
    Und der letzte Ort ist ein Herzensort – die Tante meines Mannes versuchen wir jedes Mal zu besuchen. Ihr Mann ist relativ jung an Demenz erkrankt, sie hat sozusagen keinen Ehemann mehr, sondern ein Kleinkind. So schlimm, es tut jedes Mal weh zu sehen wie schnell er abgebaut hat. Ihre Freude über unseren Besuch. Wir sind die einzigen Verwandten die sie regelmässig besuchen. Und ihre Tränen zu sehen wenn wir wieder gehen. Diesen Frühling hats leider auch nicht geklappt – weil wir wegen den Varizellen schnellstmöglich nach Hause in die Quarantäne gefahren sind. Und sie mit ihrem Mann zum Arzt musste da er auch gar nicht „zwäg“ wär.
    Ups, langer Text. Sorry! So ein Gutschein käme also sehr gelegen, um sie doch noch besuchen zu können. Und z.B. das swiss miniature.

  3. Antworten

    Franzi

    26. April 2019

    Lieblingsweg im Tessin Lugano nach Gandria. Gandria ist mein Lieblingsort. Klein und typisch“ ticino“

  4. Antworten

    Franziska

    26. April 2019

    Melide und das Swissminiature, die Kinder lieben es, finden immer wieder was neues zum entdecken. Verbunden mit einer Schiffahrt auf dem Luganer See einfach traumhaft.

  5. Antworten

    Rebecca

    28. April 2019

    Definitiv der Mont Bré mit seiner wundervollen Aussicht über den Lago di Lugano! Würde mich sehr freuen diesen wieder einmal zu sehen.

  6. Antworten

    Eliane

    30. April 2019

    Ich kenne das Tessin leider viel zu wenig, aber in Bellinzona hat es uns sehr, sehr gut gefallen, als wir vor 2 Jahren mit unseren zwei Mädchen da waren für die Erlebnisausstellung „Die Entdeckung der Welt“. Es ist nicht total überloffen mit Touristen wie andere Orte, man findet immer Platz in den Restaurants, die Castelli sind toll, das Freibad gigantisch und die Leute sehr, sehr freundlich und lieb zu den „bambini“.

  7. Antworten

    Jennifer

    2. Mai 2019

    Iseo, oberhalb von Agno. Lama-Trekking, Übernachten im
    Heu mit genialer Aussicht auf den Lago di Lugano, Marroniessen und Mercato in Ponte Tresa – wunderschön und sehr zu empfehlen 😊

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