Weshalb wir nicht in die Sommerferien gehen

Ich gebe es zu, ich habe Fernweh. Ich gebe ebenfalls zu, dass ich zur Zeit weniger aktiv auf Socialmedia bin, weil mir all die wunderschönen Ferienbilder das Herz brechen. Auch wie gerne wäre ich jetzt im Mittelmeerraum. Oder – wie ursprünglich geplant – in Dänemark am Strand. Aber manchmal hat das Leben eben andere Pläne.

Und diese Pläne sahen vor, dass wir unsere unglaublich teuren Ferien im Oman statt im Hotel und am Strand zu einem grossen Teil im Spital verbrachten. Klar, ich habe nach dieser Erfahrung potentielle Reiseziele auf ihren medizinischen Standards abgecheckt. Aktuell würde ich mich nach Deutschland, Österreich und Skandinavien wagen. Ein Langstreckenflug? Lieber nicht. Denn unsere Krampfreserve hat auch schon versagt.

Ich möchte gerne Reisepläne schmieden. Mir tolle Hotels anschauen. Mit den Kindern im Meer planschen. Doch ich kann nicht. Irgendetwas in meinem Gehirn blockiert. Sagt mir, der Aufwand und das Geld lohne sich nicht, wenn sich der Kleine unterwegs wieder ein Virus einfange und zu krampfen beginne.

Wie kann ich die Angst besiegen?

Trotzdem weiss ich, dass es wichtig ist, die Angst zu besiegen. Irgendwann. Ich habe angefangen, mit den Kindern Tagesausflüge zu machen. Übers Wochenende waren wir am Walensee, im September geht es dann ins Südtirol und nach Österreich. Jeweils nur kurz. Aber immerhin. Auch kleine Schritte zählen und irgendwann.. ja irgendwann werden wir dann unsere eigentlich schon lange geplante Reise in die Südsee unternehmen.

Obwohl wir in Zürich bleiben, machen wir auf dem Blog nun eine kleine Sommerpause. Denn ihr planscht im Meer und seid nicht online. Geniesst die Sommerferien für mich mit. Und ich strecke meine Füsse halt in den Zürich- statt in die Nordsee und buddel am Strand der Badi Mythenquai meine Füsse ein. Der Stadtsommer ist wunderschön. Auf Facebook und Instagram lest ihr weiterhin von mir.

Übrigens: Im August darf ich auf Pressereise in den hohen Norden. So ganz alleine, ohne Kinder. Das habe ich noch nie gemacht. Ich bin sehr neugierig, wie das wird. Und hoffe, dass danach das Fernweh etwas weniger wird.

Deborah

2 Comments

  1. Antworten

    Chr.

    18. Juli 2019

    Wir haben uns auch auf die Ferien gefreut – eine Auszeit und eine Reise zum Abschalten wäre nötig gewesen… Aber dann kam der Anruf – der Papa ist bei der Arbeit gestürzt, Fuß kaputt – lange lange Zeit wird vergehen bis er wieder laufen darf und kann… Damit ist alle Vorfreude weg und der Streß hoch Zehn da – statt Freibad und Sonne genießen ins Krankenhaus fahren – allein der Fahrtzeit hin und zurück min. 1,5 Stunden- der halbe Tag ist gelaufen. Die andere Hälte ist Arbeiten gehen und Schule und Co. Keine Mithilfe, statt dessen viel zusätzliches was an mir hängen bleibt – wieder mal. Wie ich es hinkrieg fragt keiner. Muss ja irgendwie. Dabei wollte ich auch meinen Akku wieder laden – nicht in den roten Bereich fahren.

    • Antworten

      Deborah

      14. August 2019

      Oje, das tut mir sehr leid. Ich wünsche euch gute und vorallem schnelle Besserung und dir ganz viel Energie!

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