Stay home, stay safe – unser neuer Arbeitsalltag

Nur wie 4. Wir schwanken zwischen geniessen und wahnsinnig werden.

Ich gebe zu, in der Theorie freuten wir uns auf unseren 1. Büroarbeitstag. Als wir dachten, dass nach unseren Ferien alles seinen normalen Lauf nehmen würde. Denn als Familie waren wir schon seit über 1 Monat zusammen. Zuerst hatten wir alle die Grippe, danach fuhren wir nach Westaustralien. Sprich: Wir hätten uns über eine Büroauszeit gefreut. Als es aber klar wurde, dass dies nicht passieren, war uns sehr schnell klar: Wir schaffen das zu Viert.

Verantwortung übernehmen – die Kinder zu Hause behalten

Ja, wir haben uns entschieden unsere Kinder zu Hause zu behalten und die Kita weiter zu bezahlen. Zum Schutze aller. Damit sich das Kita-Personal nicht unnötig anstecken kann. Damit wir uns das Corona-Virus nicht unterwegs auflesen. Ja, wir haben lange diskutiert. Aber spätestens mit der Aufforderung des Kanton Zürichs, alle Kinder deren Eltern nicht in systemrelevanten Berufen arbeiten, selbst zu betreuen, war der Fall für uns klar.

Stellt und das vor unglaubliche Herausforderungen beim Home Office? Ja, natürlich! Werden wir es irgendwie schaffen? Wir glauben ganz fest daran. Denn das scheint mir in der aktuellen Krise das Wichtigste zu sein: Ganz fest daran glauben, dass Dinge möglich sind, die man vorher für unmöglich gehalten hat.

Wie sich unser Home Office gestaltet

Wir arbeiten gemeinsam 140 % – spricht 2 Tage müssen wir beide arbeiten, mit unseren Kindern zu Hause. Aktuell haben wir einen solchen Tag über die Bühne gebracht. Und es ging erstaunlich gut. Wir wechseln uns mit der Arbeit ab und sind flexibel punkto Arbeitszeit. Von früh bis spät, mit Pausen wenn nötig. Dabei darf sich jeweils eine Person ins „Büro“ aka Wäsche- und Wickelzimmer zurückziehen. Es ist die Person, die gerade Meetings hat oder besonders kreativ arbeiten muss. Die andere Person bleibt mit den Kindern zusammen. Spielen sie gerade schön zusammen oder wunderbar unabhängig, kann auch diese Person arbeiten

Zudem haben wir uns mit unseren Nachbarn zusammen getan. Spielen die Kinder gemeinsam, sind sie beschäftigt und glücklich. Und meist können wir Eltern sogar dann arbeiten, wenn die Kinder bei uns spielen. Ok, das Kinderzimmer ist danach in einem Ausmass zerstört, das wir bisher nur erahnen konnten. Aber jetzt mal im Ernst, es kommt uns ja eh niemand besuchen, oder?

Und ja, zur Not werden wir die Kinder auch vor den TV setzen, um arbeiten zu können. Wie bitte, TV für einen unter Dreijährigen? Yep, normalerweise würden wir dies nicht tun. Aber was ist im Moment schon normal? Pragmatische Lösungen sind gefragt.

Wie sich unser Alltag an den arbeitsfreien Tagen gestaltet und welche Routinen wir gefunden haben, werde ich euch zu späterer Zeit erzählen. Wenn sich tatsächlich so etwas wie Alltag während der Pandemie eingependelt hat.

Edit: Diesen Text hatte ich geschrieben, bevor sich alles wieder änderte. Die Betreuung innerhalb der Nachbarschaft hat sich vorerst erledigt. Ein Mal mehr zeigt sich, wie man in diesen Zeiten nichts vorausplanen kann. Aber wir bleiben optimistisch und glauben daran, dass mit der nötigen Flexibilität Home Office zu Viert möglich ist.

 

Deborah

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