Ein Spielwunder namens Kletterdreieck

Ich glaube C. war ungefähr jährig, als ich zum ersten Mal ein Kletterdreieck, sah. Eigentlich war es Liebe auf den Blick von meiner Seite. Aber wie es so oft halt ist: Man denkt zu lange darüber nach und entscheidet sich zum Schluss doch dagegen. Im Hinterkopf behielt ich die Idee jedoch immer – besonders weil meine Kinder gerne in einen öffentlichen Spielraum gingen, wo zwei Kletterdreieck zur Verfügung standen. Sie konnten sich stundenlang damit beschäftigen.

Als vor kurzem die Anfage der Joh-Kinderwelt kam, eines ihrer Produkte zu testen, war unsere Wahl schnell klar: ein Kletterdreieck sollte es sein, logischerweise. Wir waren uns ganz sicher, dass L. mit seinen drei Jahren, das Spielzeug toll finden würde. Bei C. mit ihren fünf Jahren waren wir uns unsicher. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass Kletterdreiecke eher etwas für kleine Kinder seien.

Wie sehr ich mich doch irrte. Sicher, L. war von Anfang an hellauf begeistert. Und das begann nur schon mit dem Aufbau. Mit sehr viel Geduld und Feinmotorik unterstütze er den Papa von Anfang an bis das Dreieck stand. Allerdings muss vielleicht erwähnt werden, dass dies auch nicht sehr lang ging. Der Aufbau war in der Tat kinderleicht.

Kaum stand das Dreieck tat L. damit, wofür es eigentlich vorgesehen ist: Er kletterte rauf und runter, rauf und runter, rauf und runter. Und würde dies wohl immer noch tun, hätte ihn seine grosse Schwester nicht zu anderem motiviert. Die kletterte nämlich rauf und hüpfte runter. Das sei ganz klar ein Sprungbrett, fand sie. Das war der erste Wandel von vielen. Ich war mir gar nicht bewusst, wie vielfältig so ein Kindermöbel sein kann. Vom Sprungbrett wurde es zur Rutsche, dann zum Piratenschiff (der Mast oben auf der Spitze), dann zum Tipi und schliesslich zum Schlangengehege. Die Kinder spielen täglich mehrmals mit dem Kletterdreieck und binden es immer wieder in ihr freies Spiel ein. Es war definitiv eine der besten Spielzeug-Anschaffungen seit langem.

Kindermöbel mit gutem Zweck

Joh-Kinderwelt ist eine Möbel-, Spielgeräte- & Spielzeug-Linie der SEEBURG SCHREINEREI. Der Mann hinter dem Projekt, respektive hinter dem «Joh» ist Schreinerei-Leiter Joachim Henggeler. Die SEEBURG SCHREINEREI ist ein soziales Unternehmen im Bernger Oberland und rund 170 Mitarbeitende. In der Schreinerei sollen Menschen mit psychischen und kognitiven Beeinträchtigungen zurück ins Erwerbsleben geführt werden.

In der Joh-Kinderwelt sind auch ganz tolle Möbel zu finden. Zum Beispiel eine Schaukelwippe, eine Wendebank oder ein Lernturm. Nicht zu vergessen die Kindergarderoben: Unsere Jacken dürfen neu unterhalb von Elefanten hängen (Mamas Wahl). Und pädagogisch wertvolles, sowie zuckersüsses Holzspielzeug.

Das Kletterdreieck wird übrigens auch Pikler-Dreieck genannt – nach seiner Entwickler Emmi Pikler. Emmi Pikler, eine ungarische Kinderärztin, plädiert dafür, jedem Kind die nötige Zeit zu geben und die dafür entsprechende Umgebung zu schaffen, um sich selber zu entwickeln. Zum Beispiel, dass ein Kind, das noch nicht sitzen kann, noch nicht hingesetzt werden soll. Dafür sollen spezielle Spielgeräte die Kinder motivieren, ihre motorischen Fähigkeiten aus Eigenantrieb zu erweitern. Eben zum Beispiel mit dem Kletterdreieck. Zuerst kann man sich daran hochziehen. Dann klettern, die Seite wechseln, herausfinden, wie man am besten wieder runterkommt. Und wenn die Kinder etwas älter sind, wird das Dreieck ins freie Spiel einbezogen und schafft so wundervolle Phantasie-Welten.

*Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Joh-Kinderwelt.

Deborah

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