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Singapur mit Kindern entdecken: 10 Tipps für Familien

by Jerome
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Diesen Artikel haben wir nach unserer ersten Reise 2017 publiziert und Anfang 2021 und 2025 jeweils aktualisiert.
Hier teilen wir unsere 10 besten Tipps für Singapur mit Kindern – von grünen Parks über Shopping-Malls bis zu Wasserspielplätzen und Ausflügen nach Sentosa Island. Singapur ist mit Kindern überraschend entspannt und definitiv mehr als nur ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Australien.

Ist Singapur mit Kindern eine gute Idee?

Singapur mit Kindern ist viel entspannter, als wir vor unserer ersten Reise gedacht hätten. Die Stadt ist sauber, sicher, überraschend grün und unglaublich familienfreundlich. Ob Parks, Spielplätze, Shopping-Malls oder Foodcourts: Gerade mit kleinen und grösseren Kindern lässt sich ein Aufenthalt in Singapur sehr unkompliziert planen.

Familienfreundlichkeit ist in Singapur überall spürbar

Kaum im Hotel angekommen, wurde uns bewusst, dass Singapur sehr kinderfreundlich ist. Vom Concierge über den Kofferträger bis hin zur Rezeptionistin: alle waren von unserer Tochter begeisterten und spielten mit ihr. Sicherlich hatte es auch damit zu tun, dass sie blond und blauäugig ist. Dies bestätigte sich auch bei unseren weiteren Aufenthalten in Singapur wieder. Kinder werden im Inselstaat wie Könige behandelt. Alle schäkern und spielen mit ihnen.

Als Familie mit kleinen Kindern muss man nirgendwo lange anstehen, in Singapur ist Familienfreundlichkeit nicht nur ein Schlagwort, sondern im Alltag wirklich spürbar. Kinder sind überall willkommen, es gibt in vielen Shopping-Malls Wickelräume und Family Rooms, dazu Spielplätze, kinderfreundliche Restaurants und viel Grün mitten in der Stadt, und auch am Flughafen wird man bevorzugt behandelt.

Aussicht vom Marina Bays Sand Hotel

Singapur mit kleinen und grösseren Kindern: die 10 besten Tipps

Viele behaupten ja, man habe Singapur in einem Tag gesehen. Wir waren fünf Tage da. Und dann nochmal drei. Wir haben immer noch nicht alles gesehen – im Zoo zum Beispiel waren wir noch nicht. Liegt wahrscheinlich daran, dass wir mit unseren Kindern kein Akkord-Sightseeing machen wollten, sondern unseren Aufenthalt eher gemütlich angingen. Weil wir so viele tolle Eindrücke von Singapur mit nach Hause genommen haben, dass dieser Artikel viel zu lange werden würde, haben wir euch die wichtigsten Tipps und Ausflugsziele in einem kleinen Listicle zusammengefasst.

1. Pärke an jeder Ecke

Für eine Grossstadt ist Singapur wahnsinnig grün. An jeder Ecke findet ihr Pärke oder Grünflächen. Besonders sehenswert fanden wir die Orchideen-Ausstellung im botanischen Garten. Grössere Kinder finden die wahrscheinlich eher langweilig, für Klein C. fand es toll, herumzurennen und die bunten Blumen zu bestaunen. Beim zweiten Ausflug bestaunten wir dafür tausende Blumen in der Floral Fantasy Ausstellung im Gardens by the Bay.

Orchideenausstellung in Singapur

Ein besonderes Highlight ist der Childrens Garden ebenfalls in den Gardens by the bay. Dies ist eine riesiger Wasserspielplatz für grössere und kleinere Kinder. Unsere beiden Kinder sind Fans des Spielplatzes. Dass es im Kiosk gleich nebenan Pommes Frites mit Chicken Nuggets gibt, hat sich auch geholfen. Das Spielplatz ist perfekt, in diesem feucht-heissen Klima. Eintritt ist übrigens frei. Und unbedingt an guten Sonnenschutz denken – Singapur liegt schliesslich ziemlich genau am Äquator.

Wasserspielplatz bei Gardens by the Bay mit Marina Bay Sands Hotel im Hintergrund

2. Shopping Malls für die ganze Familie

Auch Shopping Malls sind für die Kinderunterhaltung nicht zu unterschätzen. Da gibt es Babywellnesszentren oder riesige Indoor-Spielplätze. Und alles ist natürlich klimatisiert. Nicht zu unterschätzen, bei 35 Grad, hoher Luftfeuchtigkeit und gelegentlichen tropischen Schauern. Einkaufszentren gibt es übrigens an jeder Ecke. Sie sind sozusagen das liebste Hobby, der Singapurer.

3. Foodcourts: authentisch und günstig

Apropos Einkaufszentrum: dort könnt ihr auch gut und günstig essen. Im Untergeschoss befindet sich meist ein Foodcourt, wo ihr für wenige Franken der asiatischen Küche fröhnen könnt. Klein C. hat sich in diesen Tagen fast ausschliesslich von Dumplings ernährt: zum Glück hat es in den chinesischen Teigtaschen neben Fleisch auch ganz viel Gemüse. Genügend Hochsitze findet ihr auch immer.

Bei unserem zweiten Aufenthalt haben wir immer im gleichen Hawker Center (im historischen Lau Pa Sat, auch bekannt als Telok Ayer Market) gegessen. Das ist die traditionelle Art der Singapurer sich zu verköstigen. Eine Art Openair-Foodcourt mit Streetfood vom Feinsten. Und ja, unsere Kinder lieben zum Glück asiatisches Essen: Dumplings, Fried Noodles, Ente oder als Snack zwischendurch mal eine Frühlingsrolle. Unsere wählerischen Kinder sind in Singapur im 7. Himmel was Essen betrifft. C. meint, die Dumplings (also Teigtaschen) seien mit ein Grund, dass sie in Singapur leben möchte.

Streetfood in Singapur

4. Tragen statt Wagen

Klar, mit einem Kinderwagen kommt man in Singapur auch durch. Irgendwo findet man immer einen Lift oder eine Rampe. Mit der Betonung auf irgendwo. Meist muss man damit grosse Umwege in Kauf nehmen. Wenn ihr also mögt, dann tragt eure Kinder. Nicht umsonst sieht man in Singapur wahnsinnig viele Tragemamas, -papas und -nannys.

Mit dem Kinderwagen durch den botanischen Garten Singapur

5. Tagesausflug nach Sentosa Island

Die vorgelagerte Insel Sentosa wird oft auch als Disneyland Singapurs bezeichnet. Zurecht. Zwar ist Disney darauf nicht vertreten, dafür die Universalstudios. Bei unserem zweiten Aufenthalt wagten wir es in die Studios. Beide Kinder fanden es grossartig – auch wenn C. nun nachhaltig vom Film Madagaskar traumatisiert ist (aus irgendeinem Grund fand sie die Bahn gruselig).

Für die grösseren gibt es auch einen Wasserpark, Ziplining und ein Madame Tussauds. Für die Kleineren wunderbare Strände (der Ozean ist sehr warm) und ein Aquarium. Wir brachten Klein C. aus dem Haifischtunnel fast nicht mehr heraus (Hai war auch eines ihrer ersten Wörter). Erreichen könnt ihr Sentosa mit der Luftseilbahn (geht mit Kinderwagen), mit dem Monorail oder mit dem Taxi. Vorsicht: an Wochenenden sind auch alle Locals unterwegs. Die klassischen Ausflugsziele besser unter der Woche besuchen.

Universal Studios in Singapur

Ausblick aufs Meer mit vielen Schiffen vor Sentosa Island

6. Keine Scheu vor Fotos

Asiaten, ganz besonders Chinesen und Inder, lieben Kinder. Erst recht wenn diese blond und blauäugig sind. Immer wieder kam es vor, dass uns eine Reisegruppe umzingelte. Oder sich irgendwelche Chinesinnen Klein C. oder dann auch ihren Bruder schnappten und ausgiebige Fotosessions mit ihr machten. Wir sind uns sicher, dass Klein C. ein Star auf der chinesischen Facebook-Variante ist und wir in China viel Geld mit ihr verdienen könnten. Für uns war das in Ordnung, solange es für Klein C. in Ordnung war. Aber da unser Kind gerne im Mittelpunkt steht… Mama musste übrigens auch ziemlich oft mitposieren.

7. Taxi oder U-Bahn?

Die U-Bahn (MRT) in Singapur ist schnell und zuverlässig. Allerdings sind die Distanzen zwischen den Stationen relativ gross. Und mit Ticketpreisen um 1.50 Franken pro Person und Fahrt ist sie vergleichsmässig teuer (Vorsicht, ihr könnt nicht Bar- und auch nicht mit europäischen Kreditkarten bezahlen – ihr braucht eine spezielle Karte die ihr an einem Schalter kaufen müsst).

Taxis sind in Singapur sehr günstig und dank App immer zur Stelle. Einen Kindersitz haben diese allerdings nicht. Es ist auch nicht vorgeschrieben, dass Kinder darin sitzen müssen. Falls ihr darauf wert legt, würde ich iche uch empfehlen, selber einen Autositz mitzunehmen. Zumindest für den Transport vom Flughafen in die Stadt. Die meisten Attraktionen in Singapur (alter botanischer Garten und Sentosa Island ausgenommen) sind auch bestens zu Fuss erreichbar.

Kind vor einem Aquarium in Singapur

8. Keine Angst vor dem Windeln wechseln

Wickeln ist in Singapur einiges einfacher als in der Schweiz. Wieso? Weil es praktisch überall separate Wickelräume („Family rooms“) gibt. In diesen gibt es auch bequeme Sitze fürs Stillen, heisses Wasser für den Schoppen und oft auch einzelne Windeln zu kaufen. Aber das allerbeste daran? Auch der Papa kann regelmässig Windeln wechseln.

9. Supermärkte wie in der Schweiz

Milchpulver und Windeln gibt es in Singapur in jedem Supermarkt. In grösseren „Cold Storage“ findet ihr auch Pampers und Aptamil. Die Preise sind mit unseren vergleichbar. Die Pampers-Windeln sind etwas anders angeschrieben. Wir gehen davon aus, dass es sich bei L um die Grösse 4 handelt. Leitungswasser kann in Singapur theoretisch getrunken werden. Es stinkt aber schrecklich nach Chlor. Für den Schoppen empfehle ich euch, eine grosse Flasche Wasser zu kaufen. Und ja, es gibt auch Evian in Singapur. Wasser ist sehr günstig und bekommt ihr rund um die Uhr in Seven Eleven (den es an jeder Strassenecke zu finden gibt)

10. Die Badehosen nicht vergessen

Achtet euch bei der Buchung darauf, dass das Hotel einen Pool hat. Bei diesem Klima – die Temperaturen sinken selten auf unter 30 Grad – seid ihr froh, wenn ihr euch mehrmals täglich abkühlen könnt. Wir waren bei unserem ersten Aufenthalt im Park Hotel. Dieses ist eher Business- als Kinderhotel. Wie wohl die meisten Hotels in Singapur. Es waren aber alle immer sehr charmant und wir bekamen mit Kind stets Vorzugsbehandlung. Die Gegend um Clark Quai ist übrigens wunderbar um Abends auszugehen. Tagsüber gibt es dort viele Aktivitäten für Kinder.

Unser Fazit zu Singapur mit Kindern

Singapur hat uns als Reiseziel mit Kindern wirklich überrascht. Die Stadt ist sauber, sicher, grün und so gut organisiert, dass selbst ein Aufenthalt mit kleinen Kindern erstaunlich entspannt sein kann. Zwischen Parks, Spielplätzen, Foodcourts, Shopping-Malls und Ausflügen nach Sentosa gibt es jede Menge zu entdecken. Für uns ist klar: Singapur ist mit Kindern nicht nur ein praktischer Zwischenstopp, sondern ein echtes Familienziel.

FAQ zu Singapur mit Kindern

Ist Singapur mit Kindern eine gute Idee?
Ja, absolut. Singapur ist sauber, sicher, gut organisiert und für Familien überraschend entspannt. Gerade die Mischung aus grünen Parks, spannenden Ausflügen, kinderfreundlichen Restaurants und praktischer Infrastruktur macht die Stadt zu einem tollen Reiseziel mit Kindern.

Ist Singapur nur ein Zwischenstopp oder lohnt sich ein längerer Aufenthalt?
Für uns ist Singapur definitiv mehr als nur ein Zwischenstopp. Schon ein paar Tage reichen aus, um viel zu erleben: von Sentosa über Wasserspielplätze bis zu Gardens by the Bay. Wer mit Kindern reist, kann hier eine sehr angenehme Mischung aus Stadt, Natur und Erholung erleben. Wer nur im Transit ist, kann aber direkt am Flughafen kurze Ausflüge buchen.

Ist Singapur auch mit Baby machbar?
Ja, auch mit Baby ist Singapur sehr angenehm zu bereisen. Viele Shopping-Malls haben gut ausgestattete Wickelräume und Family Rooms, und Windeln, Snacks oder andere Basics bekommt ihr problemlos im Supermarkt. Gerade die saubere, sichere und gut organisierte Infrastruktur macht Singapur auch mit kleinem Kind sehr entspannt. Mit dem Kinderwagen ist es aber aufgrund der vielen Treppen nicht immer ganz einfach.

Wann ist die beste Reisezeit für Singapur mit Kindern?
Singapur ist grundsätzlich das ganze Jahr über gut mit Kindern machbar. Ein klassisches Trocken- und Regenzeit-Muster wie in anderen Reisezielen gibt es nicht, allerdings fällt zwischen November und Januar meist mehr Regen. Wenn ihr es tendenziell etwas trockener mögt, sind Februar und oft auch die Monate danach angenehm – wobei in Singapur das Wetter jederzeit wechseln kann und es immer heiss ist.

Ist Singapur mit Kindern eher teuer?
Singapur ist nicht das günstigste Reiseziel in Asien, aber auch nicht automatisch unbezahlbar. Sparen könnt ihr vor allem beim Essen in Hawker Centres und bei den Wegen mit MRT und Bus. Teurer wird es meist bei Hotels, bekannten Attraktionen und bei sehr zentralen Lagen.

Wie viele Tage sollte man für Singapur mit Kindern einplanen?
Das kommt natürlich auf eure Route an, aber für Familien sind drei bis fünf Tage ideal. So bleibt genug Zeit für die wichtigsten Highlights, ohne dass der Aufenthalt zu vollgepackt wird. Gerade mit Kindern tut es gut, auch Zeit für Pausen, Pool und spontane Stopps einzuplanen.

Singapur mit Kindern: das Wichtigste auf einen Blick

Hinkommen:
Mit Singapore Airlines fliegt ihr täglich im A380 direkt ab Zürich nach Singapur. Für Familien ist die Verbindung besonders angenehm. Bei uns war der Hinflug tagsüber, der Rückflug nachts – das hat mit Kindern gut funktioniert.

Übernachten:
In Singapur findet ihr Unterkünfte für ganz unterschiedliche Budgets – vom einfachen Stadthotel bis zur luxuriösen Familienauszeit. Wer es besonders exklusiv mag, übernachtet im Marina Bay Sands und geniesst den spektakulären Blick über die Stadt vom berühmten Infinity-Pool.

Weitere Ausflugstipps:
Neben Sentosa Island gibt es in Singapur noch viele weitere spannende Ziele für Familien. Schön sind zum Beispiel Chinatown oder Little India, eine Bootsfahrt auf dem Singapore River, die Gardens by the Bay oder ein Besuch im Night Safari.

Diesen Artikel haben wir nach unserer ersten Reise 2017 publiziert und Anfang 2021 und 2025 jeweils aktualisiert.

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Jerome
Ich kenne die schönsten Orte der Schweiz, bin aber auch international unterwegs. Ich habe eine fundierte Ausbildung im digitalen Marketing und arbeite seit über 10 Jahren im Tourismus. Ich schreibe regelmässig Beiträge für verschiedene Blogs, baue Social Media Kanäle auf und erstelle Video-Content und Marketing Konzepte im Familientourismus.

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1 comment

Ideen & Inspirationen für Familienferien | mamarocks.ch 13. April 2017 - 22:01

[…] Singapur ist definitiv mehr als nur ein Umsteigeflughafen auf dem Weg nach Australien. Warum das so ist, erfahrt ihr hier. […]

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