Erinnert ihr euch noch daran, wie es war zum ersten Mal schwanger zu sein? Oder seid ihr vielleicht gerade zum ersten Mal schwanger? Dann geniesst dieses Gefühl, schliesst diesen Moment für immer in euer Herz. Denn seid versichert: Nie, aber wirklich niemals, werdet ihr eine Schwangerschaft wieder so erleben. Im positiven wie im negativen Sinne. Ihr glaubt mir noch nicht so richtig? Dann schaut euch mal mein Listicle an:
1. Schwangerschaftstest
Erste Schwangerschaft: Ich kann es gar nicht glauben, ich soll tatsächlich Mama werden? Schaff ich das? Hilfe!!!! Ich schalte dann mal in den Panikmodus und mache noch einen Test. Und dann noch einen.
Dritte Schwangerschaft: Ich kann es gar nicht glauben, es hat wirklich nochmal geklappt. Wie werde ich nur drei Kindern gerecht? Hilfe!!!! Ich schalte dann mal in den Panikmodus und mache noch einen Test. Und dann noch einen.
2. Ernährung
Erste Schwangerschaft: Noch lange vor dem ersten Gyni-Termin google ich alle Do’s und Dont’s in der Schwangerschaft. Teilweise bin ich wahnsinnig verwirrt, weil die Empfehlungen je nach Land variieren. Ich schreibe mir eine lange Liste mit Fragen rund um das Thema Ernährung in der Schwangerschaft für meine Ärztin auf. Und frage natürlich bei jeder Bestellung im Restaurant, ob es da nicht zufälligerweise Wein in der Sauce oder rohe Eier drin hat.
Dritte Schwangerschaft: Meine Gyni erinnert mich bei der ersten Schwangerschaftskontrolle an die geltenden Ernährungsempfehlungen. Was, wirklich kein Weichkäse? Ups, schon gegessen. Und überhaupt, es reicht ja wenn das Fleisch auf 60 Grad erwärmt wurde und Rotwein verkocht schliesslich. Zumindest hat die Sauce dann auch nicht mehr Alkohol drin, als eine reife Banane, oder?
3. Arztbesuche
Erste Schwangerschaft: Oh wie schön, ich sehe mein Baby schon wieder! Ach was für ein beruhigendes Gefühl, es sich bewegen zu sehen. Das heisst, alles ist in Ordnung.
Dritte Schwangerschaft: Was, schon wieder eine Schwangerschaftskontrolle? Ich war doch erst gerade da? Dem Baby geht es doch gut, so wie es gerade eine wilde Party in meinem Bauch feiert. Und Hilfe, wer betreut die Kinder?
4. Körperliche Unsicherheiten
Erste Schwangerschaft: Oh, da ist ein Ziehen im Bauch! Hilfe, mein Bauch ist hart, ob das wohl schon Wehen sind? Ich rufe lieber mal bei meiner Ärztin sein und lasse alles abchecken. Nur um sicher zu sein.
Dritte Schwangerschaft: Pah, keine Zeit für weitere Arztbesuche. Ich vertraue meinem Körper, der weiss schon, was er macht. Übungswehen sind gut, dann trainiert meine Gebärmutter schon mal!

5. Interaktion mit dem Baby
Erste Schwangerschaft: Ich spreche jeden Tag mit dir. Spiele dir klassische Musik vor, auf dem Klavier oder über die Spieluhr, die ich liebevoll an meinen Bauch halte. Schliesslich soll dich das beruhigen und die Intelligenz fördern.
Dritte Schwangerschaft: Du bist ein glückliches Kind, den niemand hat in Utero wohl so viele Küsse bekommen wie du. Deine Geschwister könnten dich gefühlt den ganzen Tag küssen. Allerdings musst du dafür wach sein: Da schreit man den Bauch gerne mal an verpasst ihm eine nicht gerade liebevolle Massage. Du kennst „Mir gönd in Zoo“ von den Schlieremer Chind in und auswendig. Und ganz besonders gefällt dir die allabendliche Jim-Knopf-Lektüre, die eigentlich für deine grosse Schwester bestimmt ist.
6. Ruhe
Erste Schwangerschaft: Ich bin so müde. Ich glaube, ich muss mich ein wenig hinlegen…
Dritte Schwangerschaft: Ich bin so müde. Und jetzt? Entweder die Kinder vor Paw Patrol setzen und ab ins Bett oder Kaffee Nr. 4 und 5 trinken. Na danke, egal wie ich mich entscheide. Ich fühle mich als schlechte Mutter.
7. Wohlfühl-Momente
Erste Schwangerschaft: Physio-Therapie, Schwangerschaftsmassage. regelmässiges Schwimmen oder einfach mal nur die müden Beine hochlagern. Alles was Mama und Baby gut tut, muss sein. Oder zumindest mal ausprobiert werden.
Dritte Schwangerschaft: Physio-Therapie? Wann denn bitte? Nur schon die vielen Arzttermin bringen uns an die Grenzen unserer Organisations-Skills. Das Rückenweh wird nach der Geburt dann schon von alleine wieder weggehen. Und manchmal lösen sich die Blockaden schliesslich auch beim vielen Bücken beim Kinderzimmeraufräumen.
8. Anschaffungen
Erste Schwangerschaft: Stundenlang rechechiere ich „Erstausstattung für Babys“ im Internet. Gehe in X Babyläden, um unzählige Wagen auszuprobieren.Und kaufe alles, natürlich neu. Nur das Beste für unser Kind. Dass man alles gebraucht kaufen könnte, weiss ich noch nicht mal…
Dritte Schwangerschaft: Wieder recherchiere ich stundenlang. Allerdings überlege ich mir, worauf man eigentlich alles verzichten könnte. Braucht es wirklich Wickeltisch, Windeleimer oder Beistellbett? Ich mag nicht wieder die ganze Wohnung voller Babydinge haben. Die 10 überflüssigsten Baby-Dinge findet ihr hier.
9. Geburt
Erste Schwangerschaft: Ich bin terrorisiert. Wehen sind der schlimmste Schmerz, die ein Mensch jemals aushalten muss. Wie bitteschön soll ich das nur überleben?
Dritte Schwangerschaft: Ich freue mich auf deine Geburt. Ich freue mich, wenn du endlich da bist und ich nicht mehr schwanger sein muss. Ich freue mich auf die Wehen, auf diesen wundervolle Reise, die wir gemeinsam unternehmen werden. Ich vertraue meinem Körper voll und ganz, dass er dich wohlbehalten auf die Welt bringen wird. Und ich bin ja in besten Händen, falls doch etwas Unvorhergesehenes passiert.
10. Fortschreiten der Schwangerschaft
Immer noch weiss ich auf den Tag genau, wie weit ich in der Schwangerschaft bin. Und zwar ohne auf eine App schauen zu müssen. Immer noch zähle ich die Wochen, die Tage, bis wir dich in unseren Armen halten dürfen. Immer noch freuen wir uns wahnsinnig, auf diesen kleinen, perfekten Menschen.

FAQ zur 3. Schwangerschaft
Was ist in der 3. Schwangerschaft anders?
In der 3. Schwangerschaft fühlt sich vieles gleichzeitig vertraut und neu an. Viele Frauen gehen gelassener mit Unsicherheiten um, weil sie typische Veränderungen schon aus früheren Schwangerschaften kennen. Gleichzeitig ist der Alltag mit zwei Kindern meist deutlich voller, sodass Müdigkeit, Termine und körperliche Belastung oft intensiver wahrgenommen werden.
Merkt man die 3. Schwangerschaft schneller?
Viele Mütter haben tatsächlich das Gefühl, die 3. Schwangerschaft früher zu bemerken. Das liegt oft daran, dass sie ihren Körper bereits gut kennen und erste Anzeichen besser einordnen können. Trotzdem ist jede Schwangerschaft anders – manche Veränderungen fallen sofort auf, andere entwickeln sich ganz langsam.
Wann sieht man in der 3. Schwangerschaft den Bauch?
Wann der Bauch sichtbar wird, ist sehr unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel vom Körperbau, von der Muskulatur und vom individuellen Verlauf der Schwangerschaft. Manche Frauen bemerken schon früh eine Veränderung, bei anderen dauert es länger. Der Vergleich mit anderen Schwangeren hilft deshalb meist wenig.
Wächst der Bauch in der 3. Schwangerschaft schneller?
Viele Frauen empfinden es so, dass der Bauch beim dritten Kind früher sichtbar ist oder schneller wächst. Das muss aber nicht automatisch so sein. Entscheidend ist, dass jede Schwangerschaft ihren eigenen Rhythmus hat und sich die Entwicklung nicht nur an der Bauchgröße festmachen lässt.
Ist die 3. Schwangerschaft anstrengender?
Für viele Mütter ja – vor allem organisatorisch. Wer schon Kinder hat, kann sich meist weniger ausruhen und muss den Alltag trotzdem weiter stemmen. Gleichzeitig hilft die Erfahrung oft dabei, entspannter mit kleinen Sorgen umzugehen und Prioritäten anders zu setzen als beim ersten Kind.
Ist man in der 3. Schwangerschaft entspannter?
Viele Frauen erleben die dritte Schwangerschaft emotional gelassener. Nicht jede Untersuchung, jedes Ziehen und jede Veränderung fühlt sich sofort beunruhigend an. Dafür bleibt oft weniger Zeit, die Schwangerschaft bewusst zu genießen, weil der Familienalltag bereits gut gefüllt ist.
Ist jede 3. Schwangerschaft automatisch anders?
Nicht automatisch – aber oft schon. Manche Frauen erleben mehr Ruhe und Sicherheit, andere fühlen sich körperlich schneller erschöpft oder emotional stärker gefordert. Genau das macht Schwangerschaft so individuell: Auch beim dritten Kind kann wieder vieles ganz anders sein als zuvor.