Ach, ich erinnere mich noch an meine unendliche lange Erstausstattungs-Liste, die ich hatte, als ich mit C., meinem ersten Kind schwanger war. Rückwirkend kann ich kaum glauben, was wir alles für unser Baby hatten. Und wie wenig davon wir tatsächlich brauchten. Als ich dann mit Kleinbub schwanger war, hatten wir die meisten Babysachen schon weitergegeben. Und irgendwie mochte ich sie mir auch gar nicht mehr anschaffen. Das ist mein Fazit von Dingen, auf die man im ersten Babyjahr gut verzichten kann.
Diese 10 Dinge braucht dein Baby nicht
1. Windeleimer
Teure Spezialmülleimer, die angeblich Gerüche versiegeln? Unnötig. Pipi-Windeln können in den nomalen Müll, Stuhlwindeln in kleine Tütchen – fertig. Oder ihr nehmt Stoffwindeln.
Die Branche will den werdenden Eltern weissmachen, dass schmutzige Windeln hermetisch verriegelt werden müssen. Fakt ist: Diese Windelkübelsysteme sind teuer, schnell kaputt und der Plastik nimmt irgendwann den Windelgeruch an. Fakt ist ebenfall: Pipi-Windeln stinken kaum. Die können gut in den normalen Haushaltsmüll. Bei Stuhlwindeln reicht es, wenn sie in ein kleines Windelsäckli gepackt werden.
2. Wickelkommode
Statt ein sperriges Möbelstück zu kaufen, reicht ein mobiles Wickelset in einem Korb. Praktisch, flexibel und sicherer.
Eine Wickelkommode ist weit oben (Sturzgefahr) und in einem bestimmten Raum. Klar, man kann das Kind darauf wickeln. Viel praktischer ist aber ein Körbchen mit Wickel- und Babypflegeutensilien, das mit dem Baby von Raum zu Raum zieht.
3. Beistellbett
Viele Babys schlafen in den ersten Wochen lieber ganz nah bei Mama (oder sie schlafen gar nicht)– das Beistellbett bleibt oft leer.
Am Schluss wird jemand im Beistellbett schlafen. Und es wird nicht dein Neugeborenes sein. Nein, vermutlich wirst du dich selbst in irgendeiner unbequemen abgeknickten Form hineinquetschen. Die meisten Babies fühlen sich Anfangs nur wohl, wenn sie direkt an Mama schlafen können. Da ist sogar das Beistellbett zu weit weg.
4. Babyspielzeug
Rasseln, Greiflinge, Beisslinge, alles sieht wahnsinnig süss aus. Wenn es das erste Kind ist, spielt es möglicherweise auch damit. Sobald aber Spielsachen der grossen Kinder im Spiel sind, wird sich das Baby zwangsläufig für diese Interessieren. Oder für Steine, Erde, Papierschnipsel, leere PET-Flaschen. Letztere kann man übrigens mit allen möglichen Dingen füllen und so tolle, abwechslungsreiche Rasseln daraus machen. Das einzige Babyspielzeug, das hier wirklich geschätzt wurde, war ein Spielbogen.
5. Anti-Rutsch-Socken
Besser barfuss oder mit Lederpuschen – das fördert die Motorik und Rutschgefahr bleibt gering.
Die Noppen sind nie am richtigen Ort und irgendwie rutscht das Baby bei seinen ersten Stehversuchen trotzdem die ganze Zeit aus. Viel sinnvoller ist es, das Baby solange es geht barfuss zu lassen. So darf es den Boden an seinen Füssen spüren. Um kalte Füsse vorzubeugen, kann es Stulpen tragen. Braucht es wirklich etwas an die Füsse, rate ich zu Lederfinken. Die kann es auch gut draussen tragen, solange der Boden trocken ist.
6. Babynahrungszubereiter
Ein Pürierstab tut es auch. Meist reicht sogar eine Gabel.
Nicht jedes Kind mag Brei. Und wenn das Kind doch Brei mögen sollte, muss dieser nicht extra fürs Kind zubereitet werden. Einfach die salzlose Familienmahlzeit (oder Teile davon) mit dem Pürierstab zerkleinern. In den meisten Fällen lassen sich Lebensmittel sogar gut mit der Gabel zermantschen.

7. Babybadewannenständer
Die Wanne einfach in die Dusche stellen – platzsparend und sicher.
Wir mögen unsere Babybadewanne sehr. Einen Ständer dazu haben wir nie gebracht. Wir haben die Badewanne einfach in die Dusche gestellt, uns daneben gesetzt und so das Kind gebadet.
8. (Winter)Jacken
Overalls halten besser warm und verrutschen nicht.
acken bleiben bei Babys nie am richtigen Ort – weder im Kinderwagen noch in der Trage. Viel praktischer sind im ersten Lebensjahr deshalb Overalls. Pluspunkt: Auch die Beine deines Babys bleiben schön warm.
9. Flaschenwärmer
Heisses Wasser im Messbecher erwärmt Flaschen zuverlässiger.
Schoppenwärmer suggerieren, dass sie die Milch auf die richtige Temperatur aufheizen. Tun sie nicht. Entweder ist die Milch noch gefroren oder schon glühend heiss. Viel einfacher geht das Aufwärmen oder Auftauen im mit heissen Wasser gefüllten Massbecher.
10. Mikrowellensterilisator
Abkochen im Topf reicht völlig.
Sicher, Anfangs macht es noch Sinn, Babys Nuggis und Schoppen (falls benötigt) zu sterilisieren. Aber ob es dazu ein sperriges Ding für die Mikrowelle braucht? Nein! Einfach 5 Minuten mit einem Tropfen Essig in kochendem Wasser kochen. Das reicht.
Fazit: Eine minimalistische Babyausstattung spart nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Welche Dinge hast du im ersten Babyjahr nie gebraucht?