Wir nutzen die Tigerbox Touch seit der Lancierung 2019 praktisch nonstop. Nach vielen Updates war es Zeit für einen neuen Test: Wie gut schlägt sich die Hörbox heute im Familienalltag? Hier teilen wir unsere Erfahrungen mit Abo, Offline-Modus, Bedienung und Hardware. Falls ihr dann doch noch unsicher seid welche Box für euch richtig ist, findet ihr hier auch unseren Vergleich mit anderen Hörboxen.
Unsere Erfahrungen mit Inhalten, Profilen und Abo
Waren zum Start um die 3’000 Titel im Angebot sind mittlerweile mehr als 30’000. Und es kommen laufend neue dazu. Seit einiger Zeit gibt es auch unzählige auf Schweizerdeutsch – inklusive Klassikern wie Papa Moll und Globi. Als Eltern warten wir eigentlich nur noch auf Trudi Gerster. Doch wie das so mit Nostalgie ist – es interessiert die Kinder dann halt doch nicht so. C war auf alle Fälle damals total unbeeindruckt von meiner Kassettensammlung: „Das hat ja gar keinen Bildschirm?!“. Umso besser gibt es die Tigerbox. Denn hier gibt es Touchscreen und wahnsinnig viel für die Ohren. Aktuell sind bei ihr die Hörspiele der Disney und Pixar Filme, aber auch „Die Drei Fragezeichen“ und die Erklärbücher von „Wieso, Weshalb, Warum“ angesagt. Musik hören sie auf der Tigerbox eher weniger, auch wenn das Angebot riesengross wäre.
Tausende Titel im Abo
Die Tigerbox Touch wird, wie der Name schon sagt, über einen Touchscreen bedient. In der App richtet ihr zuerst pro Profil (im Standard Abo „Duo“ sind zwei Profile inklusive, im „Family“ Abo fünf) eure Helden oder Geschichten ein, danach kann sich das Kind selber durch die Angebote scrollen. Jedes Kind sein individualisiertes Profil. C. muss also nicht ständig die Peppa-Pig-Folgen von Grossbub auf ihrem Startscreen sehen.
Im Gegensatz zu Youtube & Spotify habt ihr die volle Kontrolle auf was euer Kind Zugriff hat. Das System ist riesengross, aber in sich geschlossen und die Qualität ist hoch.
Offline-Modus, Tigercards und App im Alltag
Sämtliche Titel können auf einen internen Speicher heruntergeladen werden und sind auch offline verfügbar. Perfekt für längere Reisen. Zusätzlich gibt es auch die Option einzelne Hörspiele als Tigercards zu kaufen – eine super Geschenkidee. Die Titel auf den Karten funktionieren unabhängig vom Abo und können in einem schönen Sammelalbum aufbewahrt werden. Seit kurzem funktionieren die Tigercards dank der NFC Funktion auch ohne Tigerbox direkt am Handy und sind in der Tigertones App verfügbar. Es gibt hier tolle Karten wie zum Beispiel von Mark Forster oder einer live Hörspielreihe von „Die drei Fragezeichen“. Im Gegensatz zur Toniebox gibt es keine Figürchen.
In der Tigertones App könnt ihr unter anderem die verschiedenen Profile verwalten, Zeitlimits pro Kind erstellen und die Lautstärke begrenzen. Alle Titel des Abos lassen sich direkt über die App streamen, wenn ihr ohne Tigerbox unterwegs seid. Einfach mit dem Auto, einem Kopfhörer oder einem externen Lautsprecher verbinden und schon sind die Lieblingshörspiele trotzdem mit dabei.
Mit den Wildcards gibt es auch die Möglichkeit eigene Inhalte auf die Tigerbox zu spielen. Wenn ihr also zum Beispiel – so wie ich – eure alten Märchen-Kassetten digitalisiert habt, können die auch auf der Tigerbox gehört werden.

Passendes Zubehör: unsere Erfahrung mit den Tigerbuddies
Ganz neu im Angebot sind die Tigerbuddies. Das sind optisch perfekt zur Tigerbox passende Kinderkopfhörer. Die Kopfhörer lassen sich exakt an den Kinderkopf anpassen und die Lautstärke ist auf maximal 85 dB beschränkt (die Lautstärke lässt sich direkt am Gerät regeln).
Verbunden mit einem Endgerät werden die Tigerbuddies Kopfhörer per Bluetooth oder mitgeliefertem Audiokabel. Da die „alte“ Tigerbox leider kein Bluetooth hat, müsst ihr immer das Kabel benutzen. Wir benutzen die Kopfhörer auch mit dem Tablet oder Macbook, das koppeln funktioniert bestens.

Bedienung, Akku und Robustheit im Alltag
Die Box wird, wie bereits erwähnt, über einen Touchscreen bedient, der manchmal etwas träge reagiert. Mussten wir unseren Kindern mit 4 Jahren die Hörspiele noch einstellen, so klappte das ab etwa fünf Jahren selbständig. Für die Kleinsten gibt es jetzt neu auch die Tigerbox MINI.
Ab und zu bleibt die Box hängen, da hilft ein Neustart. In seltenen Fällen ist sogar ein Reset nötig, inklusive neuem Einrichten von WiFi und Login. Über die Jahre wurden die Probleme gefühlt weniger. Wenn das Android Betriebssystem ein Softwareupdate braucht, weist euch die Box darauf hin. Der Akku hält gut einen Tag durch, nach ein paar Jahren lässt die Leistung aber deutlich nach und die Box muss öfters an den Strom.
Die Tigerbox wird mit einem Fallschutz geliefert. Dieser „Bumper“ besteht aus Kunststoff. Allerdings ist er gefühlt nur Deko und schützt die Tigerbox nicht wirklich vor Stürzen. Wo der Hörbert praktisch unzerstörbar ist (und auch andere Boxen robuster sind), müssen die Kinder schon acht geben, dass die Tigerbox nicht zu oft auf den Boden fällt. Wir mussten in den vier Jahren bereits zwei Boxen ersetzen, weil sich der Boden ablöste.

Eines unserer Kinder ist aber auch eher auf der schusseligen Seite. Mittlerweile gibt es zum Glück von Drittanbietern wirklich robuste Schutzhüllen. Unser Favorit aktuell sind die von Tiger-Shop. Hier gibt es Schutzhüllen in verschiedenen Farben.

Lohnt sich die Tigerbox Touch? Unser Fazit.
Nach unserem Langzeittest ist die Tigerbox Touch für Kinder ab etwa 4 Jahren weiterhin eine der spannendsten Hörboxen im Alltag. Trotz Preiserhöhungen empfehlen wir die Tigerbox weiterhin uneingeschränkt. Die Tigerbox Touch hat nun standardmässig auch Bluetooth dabei. Falls ihr gebrauchte Modelle kauft, unbedingt schauen, ob diese Funktion schon dabei ist oder nicht.
Die Palette an Hörspielen und Musik ist so umfangreich, dass auch ältere Kinder bis ins frühe Teenageralter ihre perfekte Audiowelt finden. Die Bedienung ist intuitiv, es kommen ständig neue Gadgets dazu und Eltern haben über die App jederzeit Kontrolle über den Medienkonsum ihrer Kinder. Dank dem in sich geschlossenen Streaming System besteht auch keine Chance, dass die Kinder in die Abgründe des World Wide Webs abdriften, wie das zum Beispiel über Youtube schnell passieren kann.
Für die Zukunft wünschen wir uns einen einen besseren Fallschutz. Und falls ihr euren Kindern jetzt eine Tigerbox schenkt: nicht vergessen, den Account im Voraus einzurichten.
Vorteile und Nachteile der Tigerbox Touch
Was uns gefällt
- grosse Auswahl an Hörspielen und Musik
- mehrere Kinderprofile im Abo
- gute Elternkontrolle über App, Zeitlimits und Lautstärke
- Offline-Modus für Reisen und unterwegs
- neuere Modelle mit Bluetooth
- einfache Nutzung im Familienalltag
Was uns weniger gefällt
- Touchscreen reagiert teilweise träge
- gelegentlich sind Neustarts oder ein Reset nötig
- weniger robust als manche andere Hörboxen
- bei älteren Modellen fehlt Bluetooth
- Akku lässt nach ein paar Jahren spürbar nach
FAQ zur Tigerbox Touch
Braucht die Tigerbox Touch ein Abo?
Für die grosse Auswahl an Hörspielen und Musik ist ein Abo nötig. Zusätzlich lassen sich Inhalte aber auch über einzelne Tigercards nutzen.
Funktioniert die Tigerbox Touch auch offline?
Ja. Inhalte können heruntergeladen und später ohne Internet angehört werden. Das ist besonders praktisch für unterwegs oder auf Reisen.
Hat die Tigerbox Touch Bluetooth?
Neuere Modelle haben Bluetooth integriert. Bei älteren Geräten lohnt sich ein genauer Blick auf die Ausstattung.
Ab welchem Alter ist die Tigerbox Touch sinnvoll?
Aus unserer Sicht ist die Tigerbox Touch ab etwa 4 Jahren gut geeignet. Mit etwas Übung klappt die Bedienung dann auch selbstständig. Für kleine Kinder gibt es auch noch die Tiberbox Mini.
Wie robust ist die Tigerbox Touch im Alltag?
Im Alltag hält sie einiges aus, wirkt für uns aber nicht ganz so robust wie manche andere Hörboxen.
* Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Tigermedia Schweiz / 3AG, widerspiegelt aber zu 100% unsere eigene Meinung. Wir haben übrigens einen Vergleich mit anderen Hörboxen erstellt, den Beitrag lest ihr hier.

