Home HomeKinzigtal mit Kindern: unsere Familienferien im Schwarzwald

Kinzigtal mit Kindern: unsere Familienferien im Schwarzwald

Im Herzen des Schwarzwaldes

by Deborah
2,1K views

Pressereise mit Schwarzwald Tourismus

Das Kinzigtal im Schwarzwald ist ein schönes Ziel für Ferien mit Kindern: kleine Fachwerkorte, spannende Themenwege, familienfreundliche Ausflüge und tolle Schlechtwetteroptionen liegen nah beieinander. Unsere Sommerferien haben uns nach Schiltach, Hausach und Gutach geführt – mit Stopps bei Annis Schwarzwaldgeheimnis, im Vogtsbauernhof, auf der Sommerrodelbahn und im Kinzigtalbad. In diesem Erlebnisbericht teilen wir unsere persönlichen Tipps für das Kinzigtal mit Kindern.

Schiltach und Hausach: das Kinzigtal mit Kindern entdecken

Unser Weg führte uns zuerst nach Schiltach. Einem wundervoll idyllischen Örtchen mit vielen Fachwerkhäusern und einigen japanischen Touristen. Die Anreise? Wie fast immer waren wir mit dem Zug unterwegs. Mit zweimal Umsteigen in Basel und Offenburg waren wir in 3.5 Stunden ab Zürich in Schiltach. Unser Hotel, der Waldblick, lag in Schenkenzell. Ein idyllischer Kurort direkt neben Schiltach.

Der Name des Hotels ist übrigens Programm: Vom Balkon des Zimmers geniesst man einen wunderschönen Ausblick auf die dunklen Wälder. Wenn am Morgen der Nebel über den Tannen liegt, weiss man schon, weshalb die Schwarzwälder darin so viele Geister sahen…

Apropos Geister: Als Kind gingen wir immer in den Schwarzwald um Pilze zu suchen. Natürlich waren wir höchst erfolgreich und kamen mit Säcken voller Eierschwämmchen und Steinpilzen nach Hause. Und doch war uns Kinder jeweils etwas mulmig zumute, wenn wir unter den grossen Tannen nach den Delikatessen suchten.

Denn auf dem Weg hörten wir jeweils „Das kalte Herz„. Das bekannte Märchen spielt im Schwarzwald und handelt von einem armen Köhlerjungen. Dieser geht zuerst einen Pakt mit dem Glasmännlein, einem lieben Geist ein, um zu Reichtum zu kommen. Doch dieser reicht ihm nicht: Und so tauscht er beim bösen Geist, dem Holländer-Michel, sein Herz gegen eins aus Stein ein. Im Märchen lernten wir nicht nur viel über menschliche Abgründe und Geister, sondern auch über die unterschiedlichen traditionellen Industrien des Schwarzwaldes. Und damit natürlich auch über die Holzindustrie.

Annis Schwarzwaldgeheimnis: Auf den Spuren der Holzfäller

Das Gleiche taten wir auch bei der Schatzjagd Annis Schwarzwaldgeheimnis in Schiltach. Auf diversen Posten lernten wir, wie die Flösse zusammengebaut wurden, wie tief die Kinzig dafür überhaupt sein musste und wieso die grössten Weisstannen Holländer heissen. Es sei an dieser Stelle so viel verraten: Ja, die Stämme wurden tatsächlich über Wasserwege bis nach Holland gebracht, wo sie zu Schiffen weiterverarbeitet wurden.

Um Annis Schwarzwaldgeheimnis zu lösen, muss ein Rucksack bei der Touristeninformation im Zentrum von Schiltach abgeholt werden. Es empfiehlt sich an diesem Tag leicht zu packen: Der Rucksack mit den vielen Truhen und Schatullen ist nicht ganz leicht. Ich empfehle nicht, noch einen zweiten Rucksack am Bauch zu tragen. Also liefen wir auf den Spuren der Holzindustrie durch den Schwarzwald. Entdeckten riesige Weinbergschnecken und assen wilde Brombeeren. Und rissen ab und an ein drüsiges Springkraut aus. Ein Neophyt, der in der Schweiz manchmal noch durch Zivildienstler aktiv bekämpft wird (der Papa gehörte zu denen).

Und möglicherweise, ja nur ganz möglicherweise, verliefen wir uns auch ein wenig und rutschten zum Schluss beinahe auf dem Hosenboden auf einem Schleichpfad zurück nach Schiltach.

Abenteuerpfad Hausach

Allgemein lädt der Schwarzwald für Wanderungen aller Art ein. Auch für Kinder – respektive um diese noch mehr zum Wandern zu motivieren – gibt es Themenwege aller Art. So zum Beispiel auch der Abenteuerpfad Hausach. Die Posten liegen nahe zusammen und laden zum Balancieren, Klettern, Rutschen oder sogar zum Steinschleudern ein.

Wir schafften es bis zur Burg Husen oberhalb des Dorfes, genossen die wunderschöne Aussicht und suchten den Burggeist. Allerdings ohne Erfolg. Während C. über diese Tatsache durchaus erleichtert schien, waren die beiden Buben enttäuscht. Sie hätten sich durchaus erwartet, dass aus der Ritterrüstung im Burgturm ein Geist aufstieg.

Ausflüge im Kinzigtal mit Kindern: Vogtsbauernhof und Sommerrodelbahn

Unser absolutes Highlight der Region Kinzigtal war das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof. Auf dem rund sieben Hektar grossen Gelände lässt sich das Leben von Anno dazumals hautnah erleben. Das kann man in elf originalen Bauernhäusern tun. Eins stand bereits da, zehn weitere wurden aus allen möglichen Ecken des Schwarzwaldes nach Gutach transportiert. So etwa wie beim Ballenberg bei uns in der Schweiz.

Daneben gibt es Mühlen, Sägen, Bauerngärten und natürlich ganz viele Bauernhoftiere. Auch ein Spielplatz liegt auf dem Gelände. Beim Haupteingang befindet sich das Restaurant mit der feinsten und grössten Schwarzwälderkirschtorte, die ich bisher gegessen habe.

Geliebt haben wir auch den Workshop, bei dem wir auf traditionelle Weise Butter herstellen durften. Dabei durften wir uns nicht nur in die Stube eines der traditionellen Häuser setzen, sondern lernten auch ganz viel über das bäuerliche Leben von Anno dazumals. Die Kinder fanden es wahnsinnig unfair, dass gemäss Sitte alle mit dem Essen aufhören mussten, wenn der Hausherr seinen Löffel hinlegte. Zum Glück ist das bei uns nicht mehr der Fall. Und wir alle durften so lange frische Brot mit der selbstgemachten Butter und etwas Schnittlauch essen, bis wir satt waren.

Und wenn man schon in Gutach ist, kann man auch gleich noch die Sommerrodelbahn besuchen, die nur wenige Gehminuten entfernt liegt. Über 1100 Metern flitzt man rasant den Berg hinab. Dank einer Plexiglas-Abdeckung kann man dies sogar bei schlechter Witterung tun. Zur Rodelbahn gehören auch Trampoline, eine kleine Spiel-Autostrecke und einen Spielplatz mit Baggern.

Schlechtwetter im Kinzigtal mit Kindern: unser Tipp

Und bei schlechtem Wetter? Da bietet sich das Kinzigtalbad in Ortenau an. Wir haben es dort sehr genossen. Auch wenn das Wetter eher frisch war, liessen es sich die Grossen nicht nehmen, sich von der grossen Rutsche und den Sprungtürmen im Aussenbereich zu stürzen. Kleinbub und ich hielten uns an die bis zu 34 Grad warmen Bädern im Innen- und Aussenbereich.

Kurz war Kleinbub auch noch im Babybereich. Dann aber beschloss er, dass er kein Baby mehr sei. Also genossen wir die Sprudel-Liegeflächen und übten ganz fest das Schwimmen. Langsam kommt es richtig gut. Oder trotzdem durch den Wald stapfen, wie wir es getan haben. Denn wir hatten uns die regnerischste Woche des ganzen Sommers für unsere Ferien ausgesucht. Aber wie man so schön sagt: Es gibt schliesslich kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.

Aber noch schöner ist die Region natürlich bei schönem Wetter: Zum Beispiel, wenn man gemütlich auf der Terrasse des Hotel Gasthaus zur Eiche in Hausach sitzen, sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen und das Abendessen aus regionalen Spezialitäten geniessen kann. Und danach: Ein feines Glace aus der Gelateria auf der anderen Strassenseite.

Praktische Tipps für Familienferien im Kinzigtal

Ist das Kinzigtal mit Kindern ein gutes Reiseziel?
Ja, für uns war das Kinzigtal ein sehr schönes Ziel für Familienferien. Besonders gefallen hat uns die Mischung aus kleinen Orten, Natur, Themenwegen und Ausflügen, die sich auch mit Kindern gut verbinden lassen.

Welche Ausflüge im Kinzigtal lohnen sich mit Kindern besonders?
Uns haben vor allem Schiltach mit Annis Schwarzwaldgeheimnis, der Abenteuerpfad in Hausach, der Vogtsbauernhof in Gutach und die Sommerrodelbahn gefallen. So hatten wir eine gute Mischung aus Bewegung, Spielen und spannenden Einblicken in die Region.

Was kann man im Kinzigtal mit Kindern bei Regen machen?
Bei schlechtem Wetter war das Kinzigtalbad für uns die beste Option. Dort gibt es warme Innen- und Aussenbereiche, und auch die grösseren Kinder kamen mit Rutsche und Sprungtürmen auf ihre Kosten.

Lohnt sich das Kinzigtal mit Kindern auch ohne Auto?
Ja, das ist gut machbar. Wir waren mit dem Zug unterwegs, und mit der Konus-Gästekarte kann man den öffentlichen Verkehr im Schwarzwald gratis nutzen, was für Familien sehr praktisch ist.

*Dieser Artikel entstand auf Einladung von Schwarzwald Tourismus.

 

Autoren-Avatar
Deborah
Seit 2016 ist mamarocks.ch ein Ort für Austausch, Inspiration und all die kleinen und grossen Abenteuer des Familienalltags. Neben dem Blog arbeite ich als Journalistin in den Bereichen Wein, Kulinarik & Reisen.

You may also like

Leave a Comment

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden.