Kooperation mit dem Olympischen Museum.
Lausanne ist seit 1994 ganz offiziell Olympische Hauptstadt. Hier am Genfersee befindet sich seit über 100 Jahren der Hauptsitz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und gut 50 weiteren internationalen Sportverbände. Und in Lausanne befindet sich auch das Olympische Museum. Wir reisen entspannt mit der Bahn an, spazieren vom See durch den Park zum Eingang, tauchen in die Ausstellung von der Antike bis heute ein und gönnen uns anschliessend den Brunch mit Aussicht. Hier findet ihr alle praktischen Infos zu Anreise, Öffnungszeiten und Preisen.
Mit der Bahn gemütlich nach Lausanne
Wie gefühlt fast jedes Schulkind aus der Deutschschweiz führte auch mich eine Schulreise zum ersten Mal nach Lausanne ins Olympische Museum. Jetzt, ungefähr 30 Jahre später, ist es wieder soweit, und dieses Mal setze ich mich mit meiner Tochter in den Zug. Wir fahren via Bern und Freiburg über den Röstigraben. Nach etwas mehr als zwei Stunden tauchen bereits die Weinreben des Lavaux und der Genfersee vor uns auf. In Lausanne steigen wir am Bahnhof auf die Metro M2 um und fahren direkt hinunter bis zur Endstation Ouchy-Olympique.

Musée Olympique mitten im Park & direkt am See
Unten am See kaufen wir ein Glacé, bestaunen die Dampfschiffe und spazieren gemütlich ein paar hundert Meter bis zum Museum. Der Weg vom See hoch zum Eingang ist bereits ein Erlebnis: Im Park stehen Skulpturen und auf den Treppenstufen lesen wir die Austragungsorte und Jahre der Olympischen Spiele. Als Australien-Fans sind wir kurz enttäuscht, dass Brisbane 2032 noch nicht eingraviert wurde. Wir bleiben bei der olympischen Flamme stehen, die seit über drei Jahrzehnten hier brennt, und versuchen uns auf der markierten 100-Meter-Bahn an Usain Bolts Weltrekord – das alles ist kostenlos.

Die Dauerausstellung: Olympische Spiele von der Antike bis heute
Etwas später starten wir unsere erste Runde durch das Museum – Kinder bis und mit 15 Jahren besuchen auch die Ausstellungen gratis. Die Tour beginnt klassisch in der Antike bei den alten Griechen, führt über Pierre de Coubertin zur Wiederbelebung der Spiele und dann in die Gegenwart. Ab hier wird es auch für kleinere Kinder richtig greifbar. Wir bestaunen sämtliche Medaillensätze und alle Fackeln samt Etappen ihrer Fackelläufe.


Weiter geht es bei Ausrüstungsgegenständen und Bekleidung von Athlet:innen. Wir bleiben länger beim Zebra-Outfit von Stéphane Lambiel (Silber 2006 in Turin) stehen und natürlich auch bei den Maskottchen. Mein Favorit ist Dackel Waldi aus München, C bevorzugt die Australier Syd, Olly und Millie. Die Inhalte werden überall modern und mehrsprachig über Touchscreens vermittelt.
Let’s Move & Fortschritt dank Sport
Nicht nur der Park ist kostenlos, sondern auch der grosse Bewegungsraum „Let’s Move“, in dem Kinder bis etwa zehn Jahre (und ehrlich gesagt auch Erwachsene) spielerisch ausprobieren, wie sich Bewegung ganz nebenbei in den Alltag integrieren lässt. Die Stationen sind intuitiv und machen Spass; der Raum bleibt noch mindestens bis Frühling 2027 geöffnet.

Direkt anschliessen lässt sich die Sonderausstellung „Um Längen voraus“ (bis November 2026), die zeigt wie sich der Sport kontinuierlich weiterentwickelt: vom Sportprogramm der frühen, noch experimentellen Ausgaben über die Übertragung (Kino, Radio, TV bis Live-Streams) und die Zeitmessung bis hin zum E-Sport. Wir spielen sogar eine Runde Super Mario auf der originalen NES – sehr zu meiner Freude, während C die Switch 2 soooooo viel cooler findet. Als Vertreterin der Gen Alpha scheitert sie dann aber übrigens grandios an der Wählscheibe…

Brunch im Olympischen Museum: (passiv) Sport macht hungrig
Wer nach dem Rundgang Hunger hat, ist im Restaurant des Olympischen Museums richtig. Reservieren ist am Wochenende Pflicht, denn der beliebte Brunch ist oft Wochen im Voraus ausgebucht. Bei schönem Wetter lohnt sich ein Platz auf der Terrasse – der Blick über den Genfersee und die Alpen ist grossartig. Aber auch drinnen ist die Atmosphäre toll, alles ist total auf Sport und Olympische Spiele getrimmt.
Am Buffet findet sich alles, was das (hungrige) Herz begehrt: Süssspeisen, Brötchen, Eier und auch ganz viel Fleisch und Fisch gibt es hier à discrétion. Und, zu C’s Schrecken auch Schnecken. Willkommen in der Westschweiz. Heissgetränke sowie Apfel- und Orangensaft sind inbegriffen, Alkohol geht extra. Preislich liegt der Brunch bei CHF 68.– pro erwachsene Person; Kinder ab vier Jahren zahlen CHF 4.– pro Altersjahr.


Nach einer weiteren Runde Brunch und einem Verdauungsspaziergang durch den Park (und mit tollen Souvenirs aus dem Shop) machen wir uns nach etwa vier Stunden wieder auf den Rückweg. Wer früh aufsteht kann das Olympische Museum ab Zürich auch in einem Tagesausflug besuchen, die Stadt Lausanne ist aber so toll, dass sich eine Übernachtung definitiv lohnt. Dann könnt ihr zum Beispiel auch noch das Aquatis besuchen.
Fakten zum Besuch des Olympischen Museums in Lausanne
- Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 09–18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr), montags geschlossen; rund um Weihnachten zusätzliche Schliessdaten.
- Eintritt: Viele Angebote draussen sowie „Let’s Move“ sind kostenlos; die Ausstellungen kosten CHF 20.– für Erwachsene, Kinder bis 15 Jahren gratis.
- Anreise: Am besten mit ÖV via Lausanne; vom Bahnhof mit der Metro M2 bis Ouchy-Olympique, dann wenige Minuten zu Fuss dem See entlang.
- RailAway-Angebote der SBB können bis zu 50 % Rabatt auf den Eintritt bieten.

Tipp für die Planung: Rechnet für Park, Dauerausstellung, „Let’s Move“, Sonderausstellung und Brunch insgesamt bis zu vier Stunden ein. Ab Zürich ist das als Tagesausflug gut machbar (ohne Brunch sowieso); Lausanne lohnt sich aber auch mit Übernachtung, die Stadt hat viel zu bieten für Familien.
* Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem Olympischen Museum. Der Eintritt und die Anreise wurden bezahlt, der Beitrag widerspiegelt aber zu 100% unsere Meinung.