Pressereise mit Uri Tourismus
Seit knapp drei Jahren ärgerte ich mich, das Reussdelta bei Flüelen im Kanton Uri nicht gesehen zu haben. Denn damals, im Sommer 2023, führte uns unsere Reise zum Tatort Tell eigentlich dorthin. Zumindest ein Teil der Familie. Denn Kleinbub wurde am Tag unserer Reise krank, ich musste abends mit ihm zurück nach Zürich fahren und verpasste so den wohl schönsten Teil des Urnersees.
Und dann endlich, an einem noch kalten aber immerhin nicht mehr regnerischen Tag im Mai, ging es für uns wieder nach Flüelen. Wieder nur für einen Teil der Familie. Denn wieder war Kleinbub krank. Da wir aber ohnehin wandern wollten, freute ich mich darauf, in einem guten, beinahe erwachsenen Tempo vorwärtszukommen. C. und Grossbub sind da inzwischen echt gut unterwegs.

Durch das Naturschutzgebiet am Reussdelta
Wir starteten direkt beim Bahnhof Flüelen, denn wir wollten den Smartrail „Naturdetektive Reussdelta“ machen. Die Entdeckungsreise führt vom Bahnhof bis zum Seerestaurant über rund 3.5 Kilometer. Angegeben ist die Zeit offiziell mit 1.5 Stunden. Spoiler: Wie immer brauchten wir länger, denn unterwegs gab es so viel zu entdecken. Unter anderem unzählige Babyschwäne, von denen wir uns nur schlecht wieder abwenden konnten.

Ziel des Smartrails ist es, das Naturschutzgebiet mit seinen diversen Tieren besser kennenzulernen und die verlorene Schatzkarte wiederherzustellen. Die Posten sind relativ nah beeinander, so dass selbst lauffaule Kinder motiviert bleiben. Wobei das bei uns nicht das Problem war: Wir fanden neben Schwänen auch Libellen, die unterschiedlichsten Entenarten, Fische und schottische Hochlandrinder. Nur der Eisvogel blieb uns leider verborgen. Und natürlich mussten die Füsse zwischendurch in den eiskalten See gestreckt werden. Was für ein Vergnügen.

Der Smartrail kann direkt mit dem Smartphone gemacht werden und ist gratis. Die Posten sind nicht vor Ort angeschrieben, sondern poppen direkt auf dem Handy auf, wenn man sich am richtigen Ort befindet. Nennt man das Lösungswort korrekt an der Kasse des Seerestaurants, bekommt man eine kleine Belohnung.
Ganz viel Üri mit dem Wanderbingo auf dem Weg der Schweiz
Wir stärkten uns im Seerestaurant in Seedorf. Da es erst kurz nach Mittag war, wollten wir eine zweite Wanderung anhängen. Auf dem Weg der Schweiz sollte es dem Urnersee (ihr wisst es sicher: das ist ein Teil des Vierwaldstättersees) entlang bis nach Bauen gehen. Damit die lieben Kinder motiviert blieben, war auch hier für Kurzweile gesorgt. Mit im Gepäck war nämlich das Urner Wanderbingo. 18 Motive aus der wunderschönen Bergwelt gilt das dabei zu finden. Sind eine Spalte oder Linie ausgefüllt, ist das Bingo erreicht. Spoiler: Die Kinder riefen auf unserer zweistündigen Wanderung sogar mehrfach Bingo. Und erschreckten dabei die eine oder andere Wanderin.


Nicht nur die Motivsuche, wie etwa den Urner Stier, eine Seilbahn, einen Brunnen oder einen Stall machten riesigen Spass. Fast noch mehr amüsierten sich die Kinder über die entsprechenden Begriffe im Urner Dialekt. Hättest du gewusst, dass das Gänseblümchen im Kanton Uri als Gäissmäijäli bezeichnet wird?
Glacépause beim Beachhouse Isleten
Die dringend benötigte Glacepause legten wir beim Beachhouse in Isleten ein. Nach anderhalbstunden Wanderung waren die Kinderbeine schliesslich schon wieder ganz schwach und benötigten Zucker. Zu unserem Entzücken fanden wir auf der Karte Coupes. Ihr wisst schon: Diese Kombination aus verschiedenen Glacekugeln mit Rahm und Guetzlis, die an den meisten Orten von den Speisekarten verschwunden sind. Im Beachhouse sind diese allerdings etwas moderner interpretiert. Und in meiner Kugel „Waldbeere“ fanden wir auch die Heidelbeere, die uns beim Wanderbingo noch fehlte.



Frisch gestärkt wanderten wir weiter. Beim Kitespot machten wir eine kurze Pause. Schaukelten, beobachteten die Surfer und steckten unsere Füsse inklusive Schuhe ins Wasser. Letzteres trifft selbstverständlich nur auf die Kinder auf. Nassen Fusses machten wir uns auf den letzten Teil unserer Reise: durch den Erlebnistunnel Harderband geht es weiter bis nach Bauen. Der Fussgängertunnel wurde erst im Sommer letzten Jahres eröffnet. Seine Mauern sind mit diversen Kunstwerken bemalt, die die Geschichte der Schweiz aufzeichnen.
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Ziemlich kaputt aber immer noch glücklich nahmen wir in Bauen das Schiff bis nach Brunnen SZ. So konnten wir den wunderschönen Urnersee noch aus einer anderen Perspektive betrachten.

Gut zu wissen: das Urner Reussdelta mit Kindern
Wir starteten direkt beim Bahnhof Flüelen. Von dort führt der Smartrail «Naturdetektive Reussdelta» durch das Naturschutzgebiet bis Richtung Seerestaurant in Seedorf.Wie lange dauert der Smartrail Naturdetektive Reussdelta?
Der Smartrail ist rund 3.5 Kilometer lang und offiziell mit etwa 1.5 Stunden angegeben. Mit Kindern, Pausen und Tierbeobachtungen kann es aber auch länger dauern.Was kostet der Smartrail?
Der Smartrail ist kostenlos und kann direkt mit dem Smartphone gemacht werden. Die Posten erscheinen auf dem Handy, sobald man am richtigen Ort ist.Ist das Reussdelta für Kinder geeignet?
Ja, sehr. Die Wege sind abwechslungsreich, es gibt viel zu entdecken und die Posten liegen relativ nah beieinander. Besonders spannend sind die Tiere im Naturschutzgebiet, der See und die kleinen Aufgaben unterwegs.Welche Tiere kann man im Reussdelta sehen?
Wir sahen unter anderem Schwäne, Enten, Libellen, Fische und schottische Hochlandrinder. Mit etwas Glück entdeckt man vielleicht sogar einen Eisvogel.Kann man den Ausflug verlängern?
Ja. Wir kombinierten den Smartrail mit einer Wanderung auf dem Weg der Schweiz von Seedorf über Isleten bis nach Bauen. Für kleinere Kinder ist diese Verlängerung allerdings schon recht lang. Alternativ lässt sich der Ausflug auch gut mit dem Tatort Tell verbinden.
Wo kann man unterwegs einkehren?
Möglich sind zum Beispiel das Seerestaurant in Seedorf und das Beachhouse in Isleten. Ihr könnt aber auch ein Picknick mitnehmen und an einer Grillstelle Pause machen.
Wie kommt man zurück?
Von Bauen kann man sehr schön mit dem Schiff weiterfahren, zum Beispiel nach Brunnen oder Flüelen. Und von dort mit der Südostbahn nach Hause.
Unser Fazit:
Das Reussdelta bei Flüelen ist ein sehr schöner Familienausflug im Kanton Uri. Der Smartrail eignet sich auch für jüngere Kinder, die längere Wanderung bis Bauen eher für Familien mit etwas lauffreudigeren Kindern.

* Dieser Artikel entstand auf Grund einer bezahlten Pressereise. Der Beitrag widerspiegelt aber unsere Meinung.
Herzlichen Dank für die Einladung an Uri Tourismus & Wiege der Schweiz.
Weitere Tipps für einen familienfreundlichen Aufenthalt im Urnerland findet ihr in unserem Beitrag hier.