Was tun gegen die lästigen Schwangerschaftsstreifen?

Zuerst mal eines Vorweg: wenn die Streifen mal da sind, ist es zu spät. Dann könnt ihr nur geduldig sein und warten, dass sie wieder verblassen. Und das wird passieren, glaubt es mir. Ich habe an meinen Hüften noch ganz dünne Streifen aus der Pubertät, als ich plötzlich weibliche Formen bekam. Das auf dem Bild sind übrigens keine Dehnungsstreifen. Ich habe mich gekratzt. Seit einigen Tagen juckt meine Haut so schlimm, dass ich teilweise in der Nacht aufwache und mich eincremen muss…

Im Wissen, dass ich wohl nicht das beste Bindegewebe dieser Welt habe, begann ich meinen Bauch mit Öl zu massieren, kaum wusste ich, dass ich schwanger war. In meiner ersten Schwangerschaft setzte ich konsequent auf ein Kokosöl aus Französisch Polynesien: Monoï de Tahiti *. Als wir damals im Südpazifik flitterten schwärmten mir die Polynesierinnen von diesem Schönheitsgeheimnis vor. Und ich glaubte daran: Obwohl die meisten Tahiterinnen stark übergewichtig sind, sieht man nur selten eine mit Dehnungsstreifen. Mission completed.

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Wohlwissend, dass es dieses in der Schweiz nicht gibt (zumindest nicht in der puren Form, in französischen Supermärkten und auf Amazon ist es allerdings zu finden), füllte ich meinen halben Koffer mit Monoï. Ich dachte mir, es würde vielleicht knapp für eine Schwangerschaft reichen. Inzwischen weiss ich, dass es mindestens für zwei Schwangerschaften reichen wird.

Und ich hatte doch tatsächlich Glück. Ich erreichte den Geburtstermin, ohne dass es mir die Haut verriss. Und das trotz wirklich grossem Bauch.

 

Experimentieren mit anderen Schwangerschaftsölen

In der zweiten Schwangerschaft bin ich deshalb ein wenig entspannter. Nicht, was das Einölen, respektive Eincremen betrifft. Wenige Tage nach dem positiven Schwangerschaftstest stürmte ich eine australische Apotheke und liess mir eine Crème gegen die Streifen geben. Und so probierte ich zuerst die „9 Monate“ Creme von Mustela aus.

Das Experimentieren mit den verschiedensten Schwangerschaftscremen und -ölen hatte begonnen. Als nächstes probierte ich Argan- und Mandelöl der kanadischen Firma Attitude aus. Diese hat eine ganze Linie namens „Blooming Belly“ für werdende Mamas herausgebracht. Shampoo, Duschgel, Schaumbad, eine kühlende Crème für schmerzende Füsse – und alles natürlich ohne schädigende Inhaltsstoffe. Das Öl hat eine eher feste, cremige Konsistenz und ist darum sehr einfach aufzutragen. Der Apfelduft war für meine Schwangerschaftsnase allerdings ein wenig zu intensiv. Darauf folgte ein Öl der Schweizer Firma Petit Zèbre. Daran mochte ich den Duft sehr gerne. Ob dieses in den Handel kommt, weiss ich allerdings nicht. Eine Freundin hatte es mir mal zum Testen in die Hand gedrückt.

Gute Prävention oder aller nur Veranlagung?

Inzwischen bin in der 25. Woche. Mein Bauch ist aber sicher einen Monat voraus im Vergleich zur letzten Schwangerschaft. Und manchmal frage ich mich, wo das ganze eigentlich noch hinführen soll. Aber Streifen habe ich noch keine. Und so öle ich meinen Bauch weiterhin mindestens ein Mal täglich ein – inzwischen wieder mit Monoï.

Natürlich kann ich nicht garantieren, dass ich nur wegen dem Einölen streifenfrei bin. Es gibt Frauen, die könnten sich in Öl einlegen und reissen trotzdem. Und dann gibt es Frauen, die tun gar nichts und bekommen trotzdem keine Streifen. Vieles ist wohl Veranlagung. Würde ich auch ohne Öl keine Streifen bekommen? Vielleicht. Aber das Risiko möchte ich lieber nicht eingehen. Zumal der kleine Junge im Bauch die täglichen Massagen auch sehr zu geniessen scheint.

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** Die Öle von Attitude und Petit Zèbre habe ich zur Verfügung gestellt bekommen. Den Rest habe ich selbst gekauft. Der Artikel widerspiegelt selbstverständlich meine unbestechliche Meinung.

 




Deborah Lacourrege

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