Was tun bei Reflux in der Schwangerschaft

Reflux, auch Magensäure genannt, ist ein Thema, das uns seit meiner Schwangerschaft verfolgt. Ich gehörte ja sowieso nicht zu den Frauen, die ihre Schwangerschaft geniessen konnten. Es begann um Woche 3 herum schon mit ganz fieser Schwangerschaftsübelkeit, in Woche 15 kam dann noch der Reflux dazu. Anfangs, als Klein C. noch mehr Alien als Mensch war, liess sich das Ganze noch mit herkömmlichen Mitteln bekämpfen. Also auf säurehaltige Speisen und Getränke verzichten und ganz viel Milch trinken.

Reflux in der Schwangerschaft und beim Baby

Aber einen Monat später mussten dann die Medikamente ran. Nichts half, sogar schon von Wasser bekam ich so schlimme Säure, dass ich mich erbrechen musste. Das Fiese an der Schwangerschaft ist ja, dass das Kind auf alle Organe drückt. Auch auf den Magen. Und gleichzeitig machen die Hormone, dass sie Gewebe und Bänder entspannen. Also auch der Verschlussmuskel zwischen Magen und Speiseröhre. Das Gute war immerhin: Mit der Geburt hatte sich das Reflux-Thema vorerst erledigt.

Mit Betonung auf vorerst. Zumindest bei mir. Denn Klein C. war ein Speikind (beziehungsweise ist es manchmal immer noch). Was wir nicht alles machten, dass die Milch im Kind drin blieb. Aber nun gut, über Reflux-Babys will ich ein anderes Mal schreiben.

Dieses Mal geht es um den elenden Reflux bei Erwachsenen. Denn der meldete sich leider bei mir nach kurzer Zeit zurück. Ich war mir nie ganz sicher, was ihn auslöste. Wusste nur, dass Stress sicher eine Rolle spielte. Aber Stress reduzieren tönt in der Theorie zwar ganz gut. Aber wie bitte schön soll das mit Kleinkind und Job funktionieren?

Mit dem Reflux Tracker die Ursache für Magensäure herausfinden

Als Gotomo mich anschrieb, ob ich nicht mal ihren Reflux Tracker (App via itunes) ausprobieren wollte, war ich natürlich sofort an Bord. Mit der App soll man innerhalb von 10 Tagen herausfinden, welches die ganz persönlichen Ursachen für die fiese Magensäure sind.

Dafür muss man am Morgen und am Abend sein Befinden angeben. Hatte man Beschwerden, wenn ja wo und hat man zuvor Medikamente eingenommen oder speziell gegessen. Wer will, kann sich per Push-Nachricht erinnern lassen, die Daten einzutragen. Ich muss gestehen, ohne hätte ich es wohl vergessen.

Was bei mir sonst noch rauskam: die üblichen Verdächtigen sind natürlich Schuld am Magenbrennen. Also etwa Alkohol oder fetthaltige Speisen. Wobei Weisswein erstaunlicherweise schlimmer als Rotwein ist. Zudem reagiert mein Magen schlecht auf Zitrusfrüchte und Kiwi in Kombination mit viel Wasser. Davon hatte ich keine Ahnung und ist sicherlich eine Überlegung wert. Essig und Pfefferminztee hingegen haben keinen Einfluss.

Das sind schon mal ziemlich viele Informationen. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich damit mache. Auch Alkohol zu verzichten, ist im Moment keine Option. Ich trinke zwar nicht viel, geniesse aber mein Glas Wein ab und zu sehr. Ausserdem sitzt mir der letzte Zwangsentzug namens Schwangerschaft und Stillzeit noch in den Knochen. Vielleicht werde ich beim nächsten Glas Wein einfach präventiv einen Säureblocker nehmen, damit ich eine ruhige Nacht habe.

Auch das mit dem Verzicht auf Zitrusfrüchte wird schwer. Zumal man bei Früchten im Moment ja keine grossartige Auswahl hat. Von Äpfeln und Birnen habe ich nämlich so langsam die Schnauze voll. Ich glaube, ich werde nochmal einen 10-Tage-Zyklus mit dem Reflux Tracker machen und mich darauf achten, ob es Lebensmittel gibt, die meinen Magen normalisieren, respektive neutralisieren. Vielleicht finde ich ja so ein natürliches Gegenmittel gegen das ewige Magenbrennen?

*Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Gotomo.
PS: Gotomo gewann mit dem Reflux-Tracker übrigens den Mobile Business Best Practice Award 2016.

 

Deborah Lacourrege

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