10 Ideen, wie auch ihr die Umwelt schützen könnt

Sind wir ein bisschen öko? Ja, wahrscheinlich schon. Mit dem Alter und mit dem Kind wird es immer mehr. Wieso? Zum Einen sicherlich, weil man seinen Nachwuchs so wenig Chemikalien wie wenig aussetzen möchte – also kommen bei uns hauptsächlich Bio-Produkte auf den Tisch. Aber dazu später mehr… Zum Anderen wollen wir unseren Kindern auch eine möglichst lebenswerte Welt hinterlassen. Sprich: Sie sollen weiterhin in den Genuss von sauberer Luft und sauberem Wasser kommen. Und Tiere und Pflanzen nicht nur im Zoo oder im Museum erleben, sondern nach Möglichkeit in der freien Natur.

Nachhaltiger Leben für unsere Kinder

Als der WWF mich also bat, an seiner Kampagne zum Thema „Schütze die Welt, in die unsere Kinder geboren werden“ teilzunehmen, war ich natürlich an Bord. Nicht, dass ich mich als extrem grün bezeichnen würde. Da gibt es ganz viele Menschen, die noch viel mehr für die Umwelt tun. Und eigentlich gehören wir auch nicht zum Typ Menschen, der sagt: „Tu Gutes und sprich darüber“. Trotzdem habe ich mal einige Punkte aufgelistet. Wer weiss, vielleicht kann ich die eine oder andere Mama inspirieren, es mir gleich zu tun?

10 Tipps für Umweltschutz im Alltag

1. Wir besitzen kein Auto. Dafür beide das GA. Wir sind also praktisch immer mit ÖV unterwegs (ausser, wir fahren mal mit der Familie mit). Da wir in der Stadt leben, ist das sehr gut machbar. Auch mit Kind. Klar, man muss die Schleichwege für den Kinderwagen kennen oder gleich ganz auf die Tragehilfe setzen. Man muss alles ein bisschen besser planen und reist tendenziell eher mit leichtem Gepäck. Dafür kommt man auch viel entspannter zum Ziel. Klein C. liebt übrigens die Rutsche im Familienwagen der SBB. Schade, dass es den Zug nur auf gewissen Strecken gibt. Mit dem neuen Baby werden wir uns zudem ein Abo für die Carsharing-Firma mit den roten Autos anschaffen. Denn mit zwei Kindern sind wir einfach zu viele Leute, um mal schnell im Auto mitzufahren.

2. Wir kaufen nach Möglichkeit biologische, regionale und saisonale Produkte. Das geht von Gemüse und Früchten hinzu Fleisch, Kosmetik und Baumwolle. Weshalb sollte ein Produkt um die halbe Welt fliegen, wenn es Alternativen aus der Nähe gibt? Zum Einen wollen wir uns sicher sein, dass möglichst wenige Chemikalien an unsere Kinder kommen. Zum Anderen liegen uns faire Anstellungsbedingungen und fairer Handel am Herzen.

3. Urban Gardening. Sowohl auf unserem Balkon als auch im gemeinsamen Innenhof pflanzen wir das ganze Jahr über Gemüse, Früchte und Beeren an. Nicht, dass wir Selbstversorger wären, aber es ist eine schöne Ergänzung zu unserem Speiseplan. Ausserdem hilft Klein C. gerne mit und lernt so spielerisch viel über gesundes, saisonales Essen und die Natur im allgemeinen.

4. Wir setzen auf „Zero Waste“. Kennt ihr diese kleinen Läden, die im Moment aus dem Boden schiessen? Wo man seinen eigenen Behälter mitbringt und dafür auf die (teilweise enormen) Plastikverpackungen verzichtet? Wo man Gemüse und Früchte kauft, das sonst weggeschmissen würde, weil sie nicht der optischen Norm entsprechen? Wir mögen diese sehr. Nur bei den Windeln haben wir noch nicht auf „Zero Waste“ umgestellt. Ich liebäugle zwar schon länger mit „Stoffies“, habe aber so gar keine Nerven, mich mit den unterschiedlichen Systemen auseinander zu setzen. Immerhin… bei den Badewindeln habe ich es schon geschafft!

5. Dinge müssen nicht immer neu sein. Wenn ich etwas brauche, schaue ich immer zuerst, ob ich es nicht vielleicht gebraucht oder in gutem Zustand finde. Ganz extrem gilt das für Kinderkleider. Sie tragen sie oft nur für eine kurze Zeit und können deshalb gut noch von einem zweiten oder dritten Kind benutzt werden. Auch Dinge, die ich nicht mehr brauche, schenke ich lieber weiter, statt sie fortzuschmeissen. Online gibt es ganz viele Möglichkeiten dafür. Viele Dinge kann man übrigens auch flicken lassen, statt gleich ein neues Produkt zu kaufen.

6. Wir recyclen konsequent. Alu, Pet, Plastik, Karton, Papier, etc. Aber wer in der Schweiz macht das schon nicht?

7. Littering kommt für uns nicht in Frage. Im Gegenteil: sehen wir, dass in der Natur Abfall herumliegt, sammeln wir ihn ein und schmeissen ihn weg. Klein C. ist jetzt schon leidenschaftliche Helferin. Besonders am Herzen liegt uns dies am und unter Wasser. Als leidenschaftliche Taucher sehen wir immer wieder, was Plastik im Meer anrichten kann. Ein ganz trauriges Thema.

8. Auch wir sind nicht perfekt und können unseren CO2-Output nicht immer auf ein Minimum reduzieren. Aber wenn das schon nicht möglich ist, bezahlen wir immerhin CO2-Kompensationen und hoffen, dass das auch wirklich hilft.

9. Wir unterstützen Umweltorganisationen finanziell mit einem jährlichen Beitrag. Und sammeln auch gerne durch Spendenläufe für bestimmte Anliegen. Aber natürlich unterstützen wir auch andere Charities, die sich Menschen einsetzen.

10. Wir gehen zusammen in die Natur. Auch wenn unsere Tochter ein Stadtkind ist, so soll sich doch für die hiesige Flora und Fauna sensibilisiert werden. Sie soll Tierverhalten und Blumennamen kennen. Wir gehen auch oft zusammen in den Zoo oder retten Schnecken, Käfer und Bienen vom Trottoir. Denn nur wer die Natur kennt, wird sie später auch schützen wollen.

 

Ebenfalls Gedanken darüber gemacht, was sie dafür tun, die Erde für die zukünftigen Generationen zu erhalten, haben sich die liebe Eliane des Kinderbuchblogs Mint und Malve, sowie die liebe Moana des Kinderkochblogs Miss Broccoli. Schaut doch mal bei ihnen rein!

Weitere Artikel der Blogparade findet ihr bei Chez Mama Poule, Any Working Mom, Elternplanet und Wir Eltern.




Deborah Lacourrege

3 Comments

  1. Antworten

    Moana Mahina

    13. September 2017

    Also der Punkt mit dem Littering ist auch sehr gut! Machen wir auch…..was sich die Leute nur (oder eben nicht) überlegen???

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