Die Nuna Leaf im Test – der tägliche Streit um die Babywippe

Eine Babywippe, die 60 Kilogramm tragen kann? Sind wir ehrlich, das ist längst keine Babywippe mehr. Sondern eine Kleinkind-Wippe, eine Teenager-Wippe und in unserem Fall sogar eine Erwachsenen-Wippe. Das Gotti des Babybruders – die zugegebenermassen sehr zierlich gebaut ist – liess es sich nicht nehmen, die Nuna Leaf selber auszuprobieren. Und befand das rhythmische Hin- und Herschwingen für äusserst entspannend.

Die grösste Qualität der Wippe ist auch deren Fluch. Eigentlich war sie ja für den Babybruder gedacht. Klein C. hatte nämlich eine Wippe, die sie heiss und innig liebte. Nur sah man dies der Wippe leider bald an. Und so dachten wir, es wäre schön, wenn der Kleine etwas für sich alleine hätte. Wie wir uns doch irrten! Klein C. nahm die Wippe sofort unter Beschlag. Abends – wenn sie langsam müde wird – legt sie sich jeweils hinein und schaut ein Buch an. Kennt ihr den Begriff “chillen”? Das trifft es ziemlich genau.

Sobald ein Kleinkind mit im Spiel ist, wird das Objekt ziemlich schnell schmutzig. Wir können nicht ausschliessen, dass sich C. mit ihrem Dessert-Schöggeli schon mal hineingesetzt hat. Zumindest würden wir die Spuren so interpretieren. Aber das Wunderbare daran ist ja, dass der Bezug komplett bei 40 Grad waschbar ist und danach wie neu aussieht. In dieser Zeit wurde die Leaf zur Häsli-Wippe umfunktioniert. Ja, auch Plüschtiere haben mal das Recht zu schaukeln.

Bio-Stoffe und klare Linien

Nuna wurde 2007 in Holland gegründet. Neben Babywippen stellt die Marke auch Kinderbetten, Wagen, Hochstühle und Autositze her. Deren Macher legen besonderen Wert auf die Materialien, die sie verwenden. Die Stoffe sind entweder GOTS oder Oeko-Tex zertifiziert. Auch beim Herstellungsprozess wird darauf geachtet, diesen möglichst umweltfreundlich zu gestalten: mit Solarstrom und einem fabrikinternen Recyclingprogramm.

Nuna steht für schönes Design: Klare Linien, die den Erwachsenen gefallen, aber trotzdem kindgerecht sind. Die Optik der Nuna Leaf zumindest löste bei unseren Verwandten und Bekannten regelrechte Begeisterungsstürme aus. Besonders gut gefällt uns übrigens der Spielbogen: Eulen auf der Vorderseite, schwarze und weisse Punkte, sowie Spiegel auf der Rückseite. Also genau das, was Babys spannend finden.

Einen kleinen Punkt haben wir allerdings zu bemängeln. Und zwar wird das Baby mittels Klettverschluss angeschnallt. Dieser tönt – so banal es klingen mag – relativ laut und löst beim Babybruder regelmässig den Moro-Reflex aus. Wir würden ihn allerdings auch als eher schreckhaft bezeichnen.

*Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Nuna.

 

 

Deborah Lacourrege

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