Familienbett gescheitert – wie weiter?

Unsere aktuelle Schlafsituation ist kompliziert. Klein C. schläft bekannterweise nicht mehr in ihrem Bett, seit sie 20 Monate alt ist. Wir vermuten, die Schwangerschaft löste Ängste und Unsicherheiten aus, die das Kind wieder zu uns brachte. Lange genossen wir es zu Viert im Bett. Klein C. zwischen Mama und Papa. Der Babybruder im Beistellbett, Mama zur Hälfte reingekuschelt.

Zudem besassen wir für den Babybruder ein Stokke Sleepi, welches wir als Tagesbett benutzten. Rollen sei Dank konnte ich es überall hin mitnehmen. Dass unser Schlafglück (wir sprechen jetzt nicht von Durchschlafen, der Babybruder war lange ein sehr schlechter Schläfer) nicht andauern konnte, war uns irgendwie klar.

Ein schlagender jammernder Kleinkind-Oktopus

Klein C. hatte im Schlaf schon immer Oktopus-Tendenzen. Dies wurde mit zunehmender Grösse immer mehr zum Problem. Zudem gehört C. zu den Schlafrednern, Schlafschreiern, Schlafseufzern und Schlafandenhaarenziehern. Neben den beinahe stündlichen Schreien des Babybruders wurde ich parallel ebenfalls stündlich von C.s Fusstritten, ausgerissenen Haaren oder schrillen „Neinneinnein“ geweckt. Erstaunlicherweise schlief der Papa trotzdem wunderbar, C. schien es magisch auf meine Seite zu ziehen. Nach mehreren Monaten im Mombie-Modus war klar: Das konnte so nicht weitergehen.

Ich fragte C., was sie dazu bewegen könnte, in ihr eigenes Zimmer zu ziehen. Die Antwort war klar: ein grosses Bett mit rosa Zelt. Ein Baldachin war schnell organisiert. Betreffend Bett entschloss ich mich, das Sleepi des Babybruders mit den Junior Extension zu erweitern. Meine Überlegung: Falls es mit dem eigenen Bett nicht klappen sollte, hätten wir es schnell wieder klein gemacht. Und C.? Ja, C. fand es grossartig, dass das Bett des Babybruders nun ihr gehörte.

Einen Monat lang funktionierte alles reibungslos. C. ging in ihr Bett. Manchmal schlief sie die ganze Nacht drin, manchmal schlüpfte sie am frühen Morgen zwischen uns und wir durften den Kleinkindatem in unserem Nacken geniessen. Alles hätte so schön sein können…

Zu früh gefreut…

Doch das Kleinkind spielte nicht mit. Ob es ein Entwicklungssprung war? Wir wissen es nicht. Von einem Tag auf den anderen beschloss C. doch wieder im Mama-Papa-Bett schlafen zu wollen. Wir stellten ihr Bett in unser Zimmer. Wunderbar, da konnten die Puppen drin schlafen! Wir boten ihr eine Matratze an – da konnte man perfekt darauf rumhüpfen.

Also beschlossen wir schweren Herzens, dass jeweils einer von uns Kinderdienst hatte und sich der andere im Gästezimmer erholen durfte. Längerfristig war das allerdings auch keine Lösung für uns – wir vermissten einander zu sehr.

Dann erfuhr C. von anderen Kindern, dass Mama und Papa sie jeweils ins eigene Bett trugen. Und wollte diese Variante ebenfalls ausprobieren. Denn eigentlich mochte sie in der Zwischenzeit ihr eigenes Zimmer und ihr eigenes Bett sehr.

Unsere Schlafsituation seither: C. schläft bei uns ein. Wir tragen sie rüber. Irgendwann kommt sie dann zu uns zurück und ein Elternteil geht aufs Gästebett. So haben wir immerhin ein bisschen Dreisamkeit beim Einschlafen, was unserer Beziehung ganz gut tut. Ja, ihr habt richtig gelesen, der Babybruder schläft auch noch bei uns. Er braucht Mama und Papa in der Nacht noch sehr stark. Allerdings ist er total happy in seinem Babybett, welches wir neben unseres gestellt haben.

Wie sich die Schlafsituation mit C. weiterentwickelt wissen wir nicht. Wahrscheinlich wird sie irgendwann beschliessen, doch ein grosses Mädchen zu sein und die ganze Nacht in ihrem Bett schlafen. Nach schrecklichen Nächten ziehen wir manchmal auch die Möglichkeit eines grossen Familienbettes in Betracht. Da C. aber nur in unserem Bett  zwischen Mama und Papa schlafen möchte und unser Schlafzimmer sehr klein ist, glauben wir nicht wirklich, dass so ein grosser Einschnitt die richtige Lösung wäre…

*Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Stokke.

Deborah

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