Ein Tagesausflug vom Rheinfall nach Schaffhausen

Jedes Schweizer Kind ist wohl irgendwann einmal auf einer Schulreise zum Rheinfall gefahren. Wer den Rheinfall nicht kennt: in der Nähe von Schaffhausen stürzt der Rhein auf einer Breite von 150 Metern 23 Meter in die Tiefe. Damit gehört er zu den drei grössten Wasserfällen Europas.

In 45 Minuten vom Rheinfall zu Fuss nach Schaffhausen

Klein C. interessiert sich aber noch nicht für geografische Rekorde, sondern möchte einfach so gut wie möglich unterhalten werden. So auch vor einigen Tagen, als das Wetter entgegen aller Prognosen unerwartet schön war. Spontan setzten wir uns in die nächste S-Bahn Richtung Schaffhausen. Im Sommer hält die S-33 beim Schloss Laufen. Das Schloss selber haben wir uns nicht gross angesehen (der Besucheransturm war zu gross). Wir sind direkt über die Rheinbrücke zum Wasserfall gelaufen. Das Naturspektakel liess Klein C. relativ unbeeindruckt, Kieselsteine, Wasserpfützen, Fische und Enten waren hundertmal spannender.

Ihr Highlight war die Plastikkuh beim (überteuerten) Imbissstand. Wer Zeit und Lust hat, kann sich mit einem Boot zum Felsen mitten im Rheinfall fahren lassen und die Aussichtsplattform erklimmen. Mit einem knapp zweijährigen Kleinkind ist das aber nicht wirklich empfehlenswert. Wir sind uns aber sicher, dass Klein C. dies auf einer Schulreise eines Tages nachholen wird…

Wir liessen den Touristen-Trubel bald hinter uns und machten uns auf den gemütlichen Weg flussaufwärts Richtung Schaffhausen. Der Weg ist flach, breit und nur ab und zu muss man sich vor Velofahrern in Acht nehmen. Nach etwa 45 Minuten gemütlichem Spazieren kamen wir in Schaffhausen an. Unterwegs hat die Mama übrigens einen Grillplatz wiedererkannt, an dem sie vor etwa 20 Jahren auf einer Schulreise Pause gemacht hatte…

Die wohl besten Glacé der Schweiz

Die Schaffhauser Altstadt ist wunderschön und lädt zum gemütlichen Entdecken ein. Kurz haben wir uns überlegt einen Abstecher auf den Munot zu machen. Die vielen Stufen auf dem Weg zur alten Festung, dem Wahrzeichen der Stadt, schreckten uns dann doch ab. Respektive die Mama, die bereits schwangerschaftsbedingte Hüftschmerzen hat. Uns stand der Sinn mehr nach Abkühlung.

Glücklicherweise haben meine Verwandten vor einigen Jahren die wohl beste Gelateria der Schweiz – El Bertin – eröffnet. Leider sind wir nicht die Einzigen, die den kleinen Glaceladen für den besten der Schweiz halten; wir mussten 15 Minuten anstehen. Immerhin blieb uns so genug Zeit, aus den vielen verschiedenen tollen Sorten die Richtige auszuwählen. Sauerrahm-Limette ist ein Traum, können wir euch sagen.

Satt, zufrieden und müde setzten wir uns am späteren Nachmittag wieder in den Schnellzug zurück nach Zürich.




Deborah Lacourrege

1 Comment

  1. Antworten

    Sabine

    20. Juni 2017

    Hat richtig Spass gemacht, deinen Beitrag zu lesen. Den Rheinfall sollte ich mit meiner Wandergruppe auch mal wieder besuchen.

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