Die Geschichte vom lauffaulen Kind oder der Nuna Pepp Next im Test

Das ist die Geschichte von einem gar nicht mehr allzu kleinen, lauffaulen Mädchen. Dieses Mädchen heisst Klein C. und machte im Alter von 13 Monaten ihre ersten selbstständigen Schritte. Einen Monat später rannte sie uns davon. Das hielt sie aber auch im Alter von 3 Jahren nicht davon ab, während einer Woche praktisch im Buggy zu leben.

Aber beginnen wir am Anfang: Im Oktober begleiteten wir den Papa zu einem Kongress nach Montecatini in die Toscana. Weil wir mit dem Zug anreisten und unser alter Reisekinderwagen langsam den Geist aufgab (zugegeben, er war auf mehreren Flügen gehörig malträtiert worden), fragten wir Nuna an, ob sie uns eventuell einen Buggy zur Verfügung stellen würden. Wir kannten ihre Produkte schon und waren mit dem SENA Babybett und der LEAF Wippe sehr zufrieden.

Und so fand der Pepp Next seinen Weg zu uns. Der erste Eindruck? Grossartig. Leicht, wendig und besonders die Schiebestange (nicht zwei einzelne Griff, wie es bei anderen Buggys der Fall ist) mit Leder hatte es uns angetan. Allerdings nicht nur uns. “Ohhhh…. ein neues Wägeli? Für mich?”, meinte Klein C. Die Frage war rein rhetorisch. Unser dreijähriges Mädchen (das zum Glück noch keine 15 Kilo wiegt), nahm den Wagen in Besitz. Unsere Einwände, dass wir eigentlich auch gerne mal den Babybruder reinsetzen würden, der zwar kein Schwergewicht, aber kein Neugeborenes mehr ist, liess sie nicht gelten.

Ein wendiger Buggy – auch mit 14-Kilo-Kind

Und so machten wir Montecatini in einer Formation unsicher, die viele Italiener zum Schmunzeln brachte: Ein Mädchen, das wegen seiner Grösse auch als Kindergartenkind durchgeht, im Kinderwagen und ein Baby im Tragetuch auf dem Rücken. Gleichzeitig testeten wir den Pepp Next in Extremis. Man muss dazu sagen, in die letzten Ferien hatten wir den Buggy einer anderen, etwas günstigeren Marke mitgenommen, den meine Mama mitgenommen hatte. Der Pepp Next stand also im direkten Vergleich zu diesem Model.

Wir lieben den Pepp für seine Wendigkeit. Da kann er locker mit einem Kombikinderwagen mithalten. Beim Thema Komfort mussten weder wir noch Klein C. Abstriche machen. Was wir ebenfalls mögen, mit wenigen Handgriffen, kann man aus dem Sitz eine komplett waagrechte Liegefläche machen. Dies ist mir bei einem Wagen sehr wichtig, da ich schon immer der Typ war, der gerne unterwegs ist und die Kinder deshalb oft im Kinderwagen schlafen lässt.

Mit seinen 9.3 kg ist der Pepp Next zwar nicht der leichteste Buggy auf dem Markt, jedoch deutlich leichter als unser Kombikinderwagen (der wiegt um die 15 kg). Das bedeutet, dass er sich trotz grossem Kind einfach schieben lässt und man ihn auch problemlos mal alleine in den Zug oder ins Tram heben kann. Das ist für uns besonders angenehm, da wir bekannterweise autofrei leben.

Allerdings muss man bei einem Buggy und dieser Belastung auch realistisch bleiben: Schotterpisten und Kieswege waren nicht immer einfach. Da blieb der Pepp Next stecken, wenn C. darin sass. Zum Glück ist das Kind ja in einem Alter, in dem es theoretisch locker mal zu Fuss gehen könnte. Ebenfalls nicht ganz so praktisch bei grossem Kind, das gerne öfter ein- und aussteigt, ist der Bügel. Die Befestigung ist relativ aufwendig. Er lässt sich nicht einfach aufklappen, sondern er muss bei einem grossen Kind immer ganz weggenommen werden. Und natürlich darf er wegen seines geringen Gewichtes auch nicht zu stark behängt werden – zumindest nicht, solange keine Gegengewicht im Wagen sitzt.

Alles in allem sind wir mit dem Pepp Next sehr zufrieden. Er ist eine wunderbare leichte und wendige Alternative zum Kombikinderwagen und wird bei uns sicher noch einige Jahre zum Einsatz kommen.

*Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Nuna.

Deborah Lacourrege

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