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Tator Tell in Uri – auf den Spuren von Willhelm Tell

by Deborah

Kooperation mit Uri Tourismus

Als Kind waren wir wohl alle schon einmal im Urnerland. Auf einer Schulreise auf dem Weg der Schweiz, auf dem Rütli oder bei der Tellsplatte. Auf dem Weg ins Tessin haben wir auf der alten Gotthard Bergstrecke das Chileli vo Wasse von allen Seiten bestaunt, oder sind unterwegs in den Süden vor dem Gotthardtunnel im Stau gestanden. Doch Uri ist so viel mehr als das. „Erleben statt Durchfahren“. So heisst das aktuelle Werbevideo der Ferienregion Uri. Und genau das haben wir auf unserer Pressereise gemacht.

Tatort Tell – mit dem Detektivrucksack durch Altdorf und Bürglen

Es gibt tatsächlich viel zu erleben zwischen Urnersee und Gotthardpass. Wir wollten den Tatort Tell lösen: In der Hohlen Gasse wurde ein Mann mit einer Armbrust erschossen. Als Kommissare gilt es nun auf 15 Posten zwischen Bürglen und der Tellsplatte Hinweise zu suchen und Rätsel zu lösen. Ganz nebenbei erfährt man alles über die Legende von Willhelm Tell. Ob es ihn wirklich gegeben hat, darüber gehen die Meinungen auseinander. Wer es genauer wissen möchte, sollte unbedingt einen Stopp im Tell Museum in Bürglen machen.

Für C. und Grossbub war der Fall aber sonnenklar. Natürlich hat es Willhelm Tell gegeben. Steht doch alles so in ihrem Globibuch „Globi und Willhelm Tell“ von 1991, das ihnen der Papa weitergegeben hat. Wir haben zwar eine etwas gespaltene Beziehung zu Globi, doch die Bücher aus den frühen 90ern sind meist gut gealtert und auch heute noch empfehlenswert. Wer „Globi und Willhelm Tell“ noch nicht besitzt, kann das Buch direkt im Tell Museum kaufen.

Die beiden wussten also bereits Bescheid über den Apfelschuss, Walterli und die Stürme auf dem Urnersee. Sie waren topvmotiviert und rissen sich darum den Detektivrucksack zu tragen. Der Rucksack kann beim Tourismusbüro in Altdorf oder an anderen ausgewählten Orten ausgeliehen werden. Zum Beispiel im Hotel Höfli, wo wir übernachteten.

Der Rucksack ist prall gefüllt mit Detektiv-Utensilien. Eine Lupe, eine UV Taschenlampe, Spiegel, ja sogar eine Armbrust ist mit dabei. Die 15 Posten können unabhängig von der Reihenfolge absolviert werden. Zwischen den Posten bewegt man sich meist zu Fuss, man kann gewisse Strecken aber auch mit dem Postauto, der S-Bahn oder dem Schiff abkürzen – die Benutzung des ÖV ist im Startgeld inkludiert.

Eine Schnitzeljagd für Fortgeschrittene

Die Posten sind allerdings nicht ohne, zum Teil braucht es viel Hirnschmalz und/oder auch etwas Glück. Bei einem Posten sind wir beim besten Willen nicht auf die Lösung gekommen. Doch das ist nicht so schlimm, man kann auch dann einfach weitermachen. Und natürlich die Lösung erraten. Bis auf einen Abschnitt beim Kloster in Altdorf ist die Strecke komplett kinderwagentauglich. Zur Freude von Kleinbub, der auch überall mithelfen wollte. Doch aufgepasst mit kleinen Kindern: einige der Posten sind sehr nahe an zum Teil stark befahrenen Strassen.

Nach etwas mehr als drei Stunden hatten wir die Rätsel in Altdorf und Bürglen gelöst. Es fehlten noch die am Urnersee rund um die Tellsplatte. Wir hatten grossen Spass und beschlossen, die restlichen Posten am nächsten Morgen in Angriff zu nehmen.

Übernachten im Hotel Höfli in Altdorf

Kaum ist man von der Hauptstrasse weg, ist Altdorf ein wunderschönes Städtchen, das fast schon mediterran wirkt. Vor allem bei einem Glacé von der zentral gelegenen Gelateria La piccola Rotonda.

Keine fünf Minuten weiter befindet sich das Hotel Höfli, wo wir in einem Familienzimmer übernachteten. Das Zimmer ist einfach, hat aber mehr als genügend Platz und vor allem sehr viel Bettfläche. Super, wenn die Kinder oft im Familienbett schlafen. Doch leider wurde Kleinbub im Laufe des Tages krank und musste noch vor dem Abendessen nach Hause, es ging also nur noch zu Dritt weiter.

Das Essen im Hotel Höfli ist hervorragend – für Kinder und Erwachsene. Während der Papa bei einem Aperitif auf den Hauptgang wartete, vergnügten sich C. und Grossbub auf dem Abenteuerspielplatz direkt neben dem Hotel. Vor dem Schlafen schmiedeten wir komplizierte Pläne, wie wir einen Ausflug ins Reussdelta mit den noch fehlenden Posten vom Tatort Tell miteinander kombinieren könnten. Doch kaum aufgewacht, beschlossen die Kinder, dass sie nun doch nicht mehr Detektive sein wollten, sondern länger am See bleiben möchten.

Natur pur am Reussdelta

Wir gaben also den Rucksack im Hotel zurück, deponierten unser Gepäck, verabschiedeten uns vom freundlichen Personal und nahmen den Bus bis „Seedorf Schloss a Pro“. Direkt hinter dem Mineralienmuseum taucht plötzlich ein wunderschönes Schloss auf. Die Urner Ritterfamilie A Pro baute hier im 16. Jahrhundert ein Schloss mit Wassergraben. Hier soll man auch super Essen und wunderschön heiraten können.

Doch wir wollen ja an den See. Ausgangspunkt unserer kleinen Exkursion durch das Reussdelta war das Seerestaurant Seedorf. Der Blick über den Urnersee ist atemberaubend, auch wenn die Autobahn im Hintergrund ständig rauscht. Nach einer kleinen Spielplatzpause machten wir uns auf den Weg zu den Badeinseln.

Nachdem das Reussdelta aufgrund Kiesabbaus und einer Flussbegradigung bis Anfang der 1990er fast ganz verschwunden war, wurde das Gebiet seither revitalisiert und steht zum grössten Teil unter Naturschutz.

Die wohl schönsten Badeinseln der Schweiz

Mit dem Aushub des Gotthard Basistunnels wurden künstliche Inseln geschaffen, von denen einige auch zum Baden freigegeben sind. Wir konnten uns kaum entscheiden, wo wir unsere Badetüechli ausbreiten sollen. Am Schluss fiel  die Wahl auf ein wunderschönes Plätzchen direkt beim Aussichtsturm neben einer Feuerstelle, die wir uns mit einer Urner Familie teilten. Haben wir schon erwähnt, wie freundlich die Urner sind? Ein Grund mehr nicht einfach durch den Kanton zu fahren, sondern etwas länger zu bleiben.

Zum Baden war der See dann leider noch zu kalt – oder wir waren zu wenig abgehärtet. Schön war es trotzdem, auch wenn sich Grossbub beklagte, dass wir nicht genügend Würstchen, Mais und Marshmallows  dabei hatten.

Im Reussdelta gibt es übrigens auch noch einen Naturpfad, für den wir aber leider keine Zeit mehr hatten. Mussten wir doch zurück nach Altdorf um unser Gepäck abzuholen. Müde setzen wir uns in den Zug zurück nach Zürich und liessen das Wochenende bei einer erneuten Lektüre von „Globi und Willhelm Tell“ Revue passieren.

* Dieser Artikel entstand auf Grund einer Pressereise. Ganz herzlichen Dank für die Einladung an Uri Tourismus. Hier findet ihr auch weitere Angebote für Familien.

Übrigens: Seilbahnland Uri

Wer noch mehr entdecken will: wir waren vor mehr als fünf Jahren schon einmal in Uri unterwegs. Für ein Shooting mit Rivella ging es ins Schächental und von dort mit der Seilbahn auf die Sittlisalp.

Wer einigermassen schwindelfrei ist, kommt im Urnerland voll auf seine Kosten. In kaum einer Region gibt es wohl mehr kleine Seilbahnen als hier.

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1 comment

Patrick 7. September 2023 - 21:48

danke für eure zahlreichen Erlebnisberichte inkl. fotos

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