8 Dinge, die ich im Wochenbett anders machen werde

Heute beginnt das letzte Schwangerschaftstrimester. Zum einen kann ich fast nicht glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Zum anderen wären wir langsam bereit, den kleinen Bruder kennenzulernen. Versteht mich nicht falsch, er soll ruhig noch eine Weile drin bleiben. Aber der Papa und ich können es kaum erwarten, endlich unseren Sohn in den Armen zu halten, den Neugeborenenduft wieder zu riechen und natürlich auch zu sehen, welche Gene sich dieses Mal durchgesetzt haben.

Meine Lehren aus der ersten Schwangerschaft

Mit dem Ende der Schwangerschaft, kommen bei mir auch immer mehr Erinnerungen an das letzte Wochenbett zurück. Damals lief so ziemlich alles falsch, was falsch laufen konnte: Obwohl ich überhaupt nicht fit war, hatte ich täglich mehrere Besucher, der Papa musste sofort wieder arbeiten gehen und als Klein C. drei Wochen alt war, kamen wir auch noch auf die irrsinnige Idee, umziehen zu wollen. Es war eine harte Zeit und ich habe meine Lehren daraus gezogen:

1. Kein Besuch im Spital. Letztes Mal beschränkten wir die Besucher zwar auch auf Familie und enge Freunde. Aber bei einer grossen Familie sind das schnell mal viele Leute. Also sass ich schmerzgeplagt im Besucherraum, obwohl ich eigentlich hätte liegen sollen. Und fragte mich, ob ich es wohl jemals noch unter die Dusche schaffen würde.

2. Wir kochen vor. Mit einem Säugling kommt Mama zu Nichts. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die ganze Zeit stillen werde. Wir haben das erste Mal wieder frisch gekocht, als Klein C. vier Wochen alt war. Weil das Kleinkind aber am liebsten zwei Mal täglich warm isst, bekommt es dann selbstfabrizierte Tiefkühlkost.

3. Besuch ist nur erlaubt, wenn er Essen mitbringt. Ausserdem wird er wohl dosiert. Er darf sich gerne das Bübchen anschauen, muss aber nicht erwarten, von mir bewirtet zu werden. Im Gegensatz: vielleicht wird er kurz als Säuglingskissen missbraucht, weil Mama einen Powernap braucht.

4. Ich werde mich ausruhen. Viel liegen, keine schweren Sachen tragen. Nichts soll der Heilung und der Erholung im Weg stehen. Ich möchte mir meinen Beckenboden noch ein wenig erhalten. Das ist aber nur möglich, weil…

5. Der Papa bleibt dieses Mal vier Wochen zu Hause. Yep, das ist ein Luxus. Aber auch seine Wiedergutmachung, weil ich das letzte Mal ganz alleine und komplett mit der Situation überfordert war. Ausserdem will ja Klein C. bespasst werden.

6. Wir werden ein Beistellbettchen haben. Und ein Dondolo. Und eine Trageberatung. Einfach alles, was das Leben mit Säugling einfacher macht. Bei Klein C. wusste ich als Neumama nicht von der Existenz solcher Dinge.

7. Und dann noch etwas, das ich genau gleich machen werde: Ich werde wieder darum kämpfen, stillen zu können. Bei Klein C. klappte es nach fünf Wochen endlich. In dieser Zeit hatte ich mich unzählige Mal hinterfragt. Sicher werde ich es dieses Mal auch tun. Aber ich habe zum Glück wieder die gleiche Hebamme. Zudem weiss ich nun, dass es auch online viel Unterstützung fürs Stillen gibt.

8. Aus dem gleichen Grund werde ich auch schon mal einen Osteopathie-Termin buchen. Vor meiner Schwangerschaft war ich der Alternativmedizin abgeneigt. Aber nach zwei Osteopathie-Sitzungen – welche ich auf Anraten der Hebamme besuchte – konnte Klein C. endlich stillen. Also werde ich auch dieses Mal mein Glück versuchen. Ganz nach dem Motto: Nützts nicht, schadets nicht.




Deborah Lacourrege

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